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Untertunnelung im Frankfurter Osten: Drei Millionen Euro für die Nordmainische S-Bahn

Die schwarz-grüne Landesregierung will die neue S-Bahn-Achse von Frankfurt nach Hanau so schnell wie möglich. Mit einer Finanzspritze soll der Bau endlich in Gang kommen.
Die Landesregierung will den S-Bahn-Verkehr entlasten und unterstützt den Bau einer neuen Linie. 	Foto: dpa Die Landesregierung will den S-Bahn-Verkehr entlasten und unterstützt den Bau einer neuen Linie. Foto: dpa
Frankfurt/ Wiesbaden.  Mit rund drei Millionen Euro räumt die Landesregierung mögliche Hindernisse für die geplante Nordmainische S-Bahn aus dem Weg. Das Geld dient der Absicherung der Untertunnelung im Frankfurter Osten, wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir mitteilte: „Der Bau der Nordmainischen S-Bahn hat für die Landesregierung hohe Priorität. Sie ist von größter Bedeutung für die ökologische und ökonomische Entwicklung der Metropolregion. Mit der Vorfinanzierung stellen wir sicher, dass das Projekt technisch realisierbar bleibt.“

Die Nordmainische S-Bahn schafft eine direkte Verbindung vom Frankfurter Hauptbahnhof entlang des Mains bis nach Hanau. Dabei bindet sie auch die Europäische Zentralbank an die Innenstadt an. Mit einem Takt von bis zu 15 Minuten verbessert sie den Pendler- und Schülerverkehr erheblich. „Die Nordmainische S-Bahn ist dringend erforderlich, um die zukünftigen Verkehrsströme im Rhein-Main-Gebiet zu bewältigen und gleichzeitig die Kapazität des Schienenknotens Frankfurt für den Fernverkehr zu gewährleisten“, erläuterte Minister Al-Wazir.

Die 19,4 Kilometer lange Strecke ist in drei Abschnitte unterteilt. Für die beiden östlichen Abschnitte laufen bereits die Planfeststellungsverfahren; für den westlichen Abschnitt  soll das Verfahren noch in diesem Jahr beginnen. Dort werden die Gleise durch einen 1,4 Kilometer langen Tunnel verlaufen, der ein Areal unterquert, auf dem derzeit zwei Hochhäuser errichtet werden. Das Landesgeld ist erforderlich, um deren Konstruktion so zu verändern, dass die Tunnelbohrmaschine sie ungehindert passieren kann.

„Eine nachträgliche Sicherung wäre komplizierter und teurer“, sagte der Minister. „Deshalb tritt das Land in Vorleistung, bis eine Finanzierungsvereinbarung für das Gesamtprojekt abgeschlossen ist. Möglich wird das durch einen Kabinettsbeschluss. Dies ist ein klares Bekenntnis der Landesregierung zu diesem Vorhaben.“ Die Kosten der Nordmainischen S-Bahn werden auf mehrere hundert Millionen Euro veranschlagt.    red


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