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Gerichtsprozess: Fünf Jahre Haft für tiefen Stich in Rücken der Freundin

Weil er seine Lebensgefährtin mit einem tiefen Stich in den Rücken lebensgefährlich verletzt hat, ist ein 42 Jahre alter Mann zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.
Symbolbild: Uli Deck/Symbol Symbolbild: Uli Deck/Symbol
Frankfurt.  Weil er seine Lebensgefährtin mit einem tiefen Stich in den Rücken lebensgefährlich verletzt hat, ist ein 42 Jahre alter Mann zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt ging am Mittwoch von einer gefährlichen Körperverletzung aus und sah - anders als die Staatsanwaltschaft - keinen Tötungsvorsatz.

Der Tat war im September vergangenen Jahres ein Streit um Geld vorausgegangen, das der Angeklagte angeblich der Frau gestohlen und in einer Spielhalle durchgebracht hatte. Von hinten stach er der Frau daraufhin in den Rücken. Die Anklage ging deshalb von einem hinterlistigen Mordversuch aus und forderte siebeneinhalb Jahre Haft. Laut Urteil reicht aber nicht allein die Tatsache, dass das Opfer hinterrücks angegriffen wurde, für eine Verurteilung wegen Mordversuchs.

«Warum hätte der Mann die Frau auch töten wollen?», fragte die Vorsitzende Richterin. Er habe mit ihr gemeinsam auf der Straße gelebt, das Paar habe ein kleines Kind, dem er damit die Mutter genommen hätte. Die Tat erkläre sich vielmehr aus einer «emotional aufgeladenen Situation» und durch eine große Spontanität, was ebenfalls gegen eine gezielte Tötungsabsicht gesprochen habe.

(dpa)
 
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