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Frankfurter Familie: Nach Pilzvergiftung: Auch jüngste Tochter darf Krankenhaus verlassen

Die Tage des Bangens sind vorbei: Nachdem ein Vater und seine drei Töchter vom giftigen Knollenblätterpilz gegessen hatte, mussten sie wochenlang behandelt werden. Nach einer Lebertransplantation ist jetzt auch die jüngste Tochter auf dem Weg der Besserung.
Der Grüne Knollenblätterpilz gehört zu den giftigsten Pilzen, die in Deutschland zu finden sind. Isst man nur einen, kann das schon tödlich sein. Foto: Bernd Wüstneck (Zentralbild) Der Grüne Knollenblätterpilz gehört zu den giftigsten Pilzen, die in Deutschland zu finden sind. Isst man nur einen, kann das schon tödlich sein.
Frankfurt.  Der Familie aus Fechenheim, die sich Ende August eine schwere Pilzvergiftung zugezogen hatte, geht es besser. Bald soll auch das letzte Kind aus dem Krankenhaus entlassen werden. Der Vater und seine drei Töchter hatten einen giftigen Grünen Knollenblätterpilz gegessen, den der Mann im Wald gefunden und offenbar mit einem essbaren Pilz aus seiner syrischen Heimat verwechselt hatte. Der Knollenblätterpilz enthält das Gift Amatoxin und kann unheilbare Leberschäden verursachen. Während der Familienvater im Leberzentrum der Frankfurter Uni-Klinik behandelt wurde, mussten die drei Kinder in Spezialkliniken in Essen und Hannover verlegt werden.

Inzwischen konnten der Mann und die beiden älteren Töchter das Krankenhaus verlassen. Die fünf und sieben Jahre alten Töchter waren noch bis vor wenigen Tagen am Universitätsklinikum in Essen in Behandlung. „Das Pilz-Gift hatte in kurzer Zeit die Leber der beiden Kinder massiv geschädigt“, erklärt der Ärztliche Direktor Dr. Jochen Werner. Die Folge: Selbst die Experten konnten das Organ des jüngeren Mädchens nicht mehr retten.

Über ein Leberersatzverfahren überbrückten die Ärzte die Zeit, bis ein  Spende-Organ zur Verfügung stand. Die anschließende Transplantation habe die 5-Jährige  gut überstanden, in wenigen Tagen könne sie die Klinik wieder verlassen,  heißt es in einer Mitteilung aus Essen. Darin bedankten sich die Eltern nicht nur dafür, dass die Ärzte ihren Kindern das Leben gerettet haben, sondern auch für die „beispielhafte psychosoziale Betreuung“.
Daneben gegriffen? Bei einer Pilzvergiftung sollte nicht nur der Notarzt, sondern auch der Giftnotruf gewählt werden.
Bei Verdacht auf Pilzvergiftung immer Notarzt rufen

Es ist Pilzzeit. Doch nicht jeder kennt die Pilze aus dem Effeff. Grundsätzlich gilt: Bei Anzeichen oder dem Verdacht auf eine Vergiftung muss sofort der Notzarzt gerufen und der Giftnotruf gewählt werden.

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Giftigen Pilz gegessen Ärzte kämpfen um das Leben von Familienvater und drei ...

Ärzte in zwei Frankfurter Krankenhäusern kämpfen um das Leben von drei Kindern und einem Familienvater, die den giftigen Grünen Knollenblätterpilz gegessen haben.

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