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Baubeginn erst 2019: Seniorenwohnanlage: 2018 sollten erste Bewohner einziehen

Von Der Bunker ist weg, doch die Seniorenwohnanlage lässt auf sich warten. Dabei läuft die Baugenehmigung im Oktober ab. Doch der Bauherr gibt Entwarnung: Schon bald soll es losgehen, wenn eine Baufirma gefunden sein wird. Doch noch liegen keine Angebote vor.
. . . statt einer tristen Brache voller Unkraut. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA . . . statt einer tristen Brache voller Unkraut.
Rödelheim. 

Die letzten Baufahrzeuge sind längst verschwunden, auf der Brachfläche in der Thudichumstraße erinnert nichts mehr daran, dass dort einst mal ein Bunker stand. 1943 wurde dieser erbaut und bot im Zweiten Weltkrieg Schutz für bis zu 1500 Menschen. Doch der rote Koloss mit seinen bis zu zweieinhalb Meter dicken Wänden ist weg. Stattdessen liegen große und kleine Steine auf dem Boden der Brache, dazwischen ranken sich die ersten Unkräuter, das Areal ist mit einem Bauzaun abgesperrt. Ein Bild, an das sich die Rödelheimer in den vergangenen Monaten gewöhnt haben – denn ein Baufahrzeug hat man auf dem 2000 Quadratmeter großen Areal schon lange nicht mehr gesehen.

So soll es sein: Ein schickes Seniorenwohnheim mit 138 Betten . . . Bild-Zoom
So soll es sein: Ein schickes Seniorenwohnheim mit 138 Betten . . .

Das verwundert auch den Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen), der bereits Anfang des Jahres eine entsprechende Anfrage an den Magistrat verabschiedet hat. Schließlich sollten bereits im vergangenen Jahr die Bauarbeiten für eine Seniorenwohnanlage beginnen und schon 2018 die ersten Zimmer bezogen werden können.

So lautete zumindest die Prognose der Hanseatischen Gesellschaft für Seniorenimmobilien (HBB), die den Bunker bereits vor zwei Jahren von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) erworben hatte. Geplant ist die Seniorenwohnanlage als fünfstöckiges Gebäude mit Platz für 138 Betten auf einer Wohnfläche von rund 6200 Quadratmetern.

Suche nach Unternehmen

Warum mit dem Bau noch immer nicht begonnen wurde, das weiß man auch bei der Stadt Frankfurt nicht. Dies geht zumindest aus der Stellungnahme des Magistrats hervor. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass die am 12. Oktober 2015 erteilte Baugenehmigung nach drei Jahren wieder abläuft, wenn bis dahin kein Baubeginn angemeldet wurde. Ein Blick auf den Kalender zeigt: Das wäre schon sehr bald. Zwar könnte man, wenn sich die Sachlage nicht ändert, solch eine Genehmigung durchaus verlängern. „Aber das kostet eben“, sagt Mark Gellert, Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef (SPD).

Das weiß auch HBB-Geschäftsführer Oliver Radünz. „Wir verlängern so etwas regelmäßig“, erklärt er, und dass diese Thematik für die Gesellschaft nicht neu sei. 38 Pflegeheime habe man deutschlandweit bereits gebaut, fügt er hinzu. Warum das Projekt in Rödelheim ins Stocken geriet, habe einen einfachen Grund: Die Ausschreibungen laufen noch. Soll heißen: Es ist noch gar kein Unternehmen ausgewählt, das die Seniorenwohnanlage an der Thudichumstraße baut. „Die Baukonjunktur hat dazu geführt, dass es immer schwerer ist, leistungsfähige Unternehmen zu finden“, erklärt Radünz. In den nächsten vier Wochen sollen aber die ersten Angebote vorliegen.

16 Monate Bauzeit

Ist ein entsprechendes Unternehmen gefunden, soll es wirklich endlich los gehen, verspricht der HBB-Geschäftsführer. Ein bis zwei Monate soll die Planung dauern, rund 16 Monate sind für die reine Bauzeit veranschlagt. Innerhalb von drei Wochen könnten Räume eingerichtet werden, anschließend erste Bewohner einziehen. Ende 2020, so seine aktuelle Prognose, sei ein möglicher Eröffnungstermin.

Radünz: „Wir wissen, dass das sportlich ist. Wir wissen aber auch, dass es durchaus zu schaffen ist. Einmal haben wir sieben Pflegeheime parallel gebaut. Das hat auch funktioniert und ist für ein Familienunternehmen eine beachtliche Leistung“, sagt er. Die Rödelheimer bräuchten sich also keine Sorgen zu machen, dass die Brache bleibt: „Das Bauvorhaben ist nach wie vor gewollt.“

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