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Stadterweiterung: So will OB-Kandidatin Eskandari-Grünberg die Autobahn verschwinden lassen

Ohne größere Baugebiete werde Frankfurt das Wachstum nicht bewältigen können, meint die OB-Kandidatin der Grünen, Nargess Eskandari-Grünberg. Bei der Entwicklung eines neuen Stadtteils an der A 5 könnte ihrer Ansicht nach eine Internationale Bauausstellung helfen.
„Alle müssen Opfer bringen“: Die Felder im Hintergrund würde die Grünen-Politikerin Nargess Eskandari-Grünberg im Zweifelsfall dem Wohnungsbau opfern. Foto: Heike Lyding „Alle müssen Opfer bringen“: Die Felder im Hintergrund würde die Grünen-Politikerin Nargess Eskandari-Grünberg im Zweifelsfall dem Wohnungsbau opfern.
Frankfurt. 

Hinter der Mosaik-Schule am Gerhart-Hauptmann-Ring in der Nordweststadt beginnen die Felder. In der Ferne sind die Hochhäuser von Steinbach zu erkennen. Zu sehen, vor allem aber zu hören, ist die Autobahn A 5. Rund 135 000 Autos fahren hier jeden Tag entlang, ein weiterer Ausbau ist geplant. Trotzdem soll dort gebaut werden.

Nargess Eskandari-Grünberg steht am Feldrand, blickt in Richtung Steinbach und sagt: „Wir können die Autobahn verschwinden lassen.“ Sie dürfe den neuen Stadtteil nicht trennen. Ein Ideenwettbewerb könne Lösungen für eine Überbauung bringen. Damit ist für sie klar: Die Planungen für einen neuen Stadtteil dürfen nicht an der Autobahn enden, wie es zuletzt die OB-Kandidatin der CDU, Bernadette Weyland, gefordert hat. „Ich kann mir das nur als einen zusammenhängenden Stadtteil vorstellen“, betont die Grüne. Sie will für das gesamte Gebiet prüfen lassen, ob es sich für Wohnbebauung eignet. Durch Nachverdichtung, die Schließung von Baulücken oder die Umnutzung von Büroflächen werde der Wohnungsbedarf nicht zu decken sein.

Jedoch müsse die Prüfung des möglichen neuen Stadtteils „ergebnisoffen“ sein, Klimafragen und Landschaftsschutz müssten berücksichtigt werden. Für den Fall, dass diese Prüfung positiv ausfällt, plädiert Eskandari-Grünberg für ein „städtisches Quartier“ mit vielen Grünflächen. „Ich will keine Siedlung“, betont sie. Riedberg und Europaviertel sind nicht ihre Vorbilder. Sie orientiert sich lieber an Stockholm, Kopenhagen oder Freiburg. Und: Als Oberbürgermeisterin würde sie „auf Augenhöhe“ mit den Nachbarstädten Steinbach und Oberursel sprechen.

Beim Thema bezahlbarer Wohnraum geht sie über die bisherige Linie der schwarz-rot-grünen Koalition hinaus: Sie will, dass nicht nur 30 Prozent, sondern 40 Prozent der Wohnungen dauerhaft gefördert sind. Zudem sollen 20 Prozent für Baugruppen und Genossenschaften reserviert werden. Außerdem will sie den neuen Stadtteil „weitgehend autofrei“ gestalten.

Ideen dafür – und für die Überbauung der Autobahn – könnten ihrer Ansicht nach im Rahmen einer „Internationalen Bauausstellung“ entwickelt werden. Deren Thema könnte das Wachstum in Zeiten des Klimawandels sein, schlägt sie vor. Sie will die gesamte Rhein-Main-Region einbeziehen, denn: „Andere haben die gleichen Probleme.“

(mu)
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