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Flüchtlinge in Frankfurt: „Frankfurt hilft“ kann weitermachen

Von „Frankfurt hilft“ weiter. Die Finanzierung der Koordinierungsstelle ist für ein weiteres Jahr gesichert. Denn die Flüchtlinge in der Stadt brauchen weiterhin Unterstützung – dafür sind Helfer höchst willkommen.
Dilek Akkaya (links) und Anita Heise bringen ehrenamtliche Helfer und Flüchtlinge zusammen. Foto: Heike Lyding Dilek Akkaya (links) und Anita Heise bringen ehrenamtliche Helfer und Flüchtlinge zusammen.
Frankfurt. 

Frankfurts Sozialdezernentin Prof. Daniela Birkenfeld (CDU) sagt es klipp und klar: „Wir brauchen die ehrenamtlichen Helfer. Ohne sie wird es uns nicht gelingen, die Flüchtlinge so zu integrieren, wie wir uns das wünschen.“ Viele Frankfurter folgen diesem Ruf: Rund 1200 Menschen engagieren sich derzeit in etwa 80 Projekten, die auf ehrenamtlicher Basis beruhen. Damit ihr Engagement auch die erreicht, die Unterstützung brauchen, wurde vor zwei Jahren die Koordinierungsstelle „Frankfurt hilft“ gegründet. Sie kann nun mindestens ein weiteres Jahr fortbestehen, zehn Frankfurter Stiftungen und die Stadt übernehmen weiterhin die Kosten.

„Eine solche Kooperation ist bundesweit einmalig“, sagt Dilek Akkaya, die „Frankfurt hilft“ gemeinsam mit Anita Heise leitet. Dass sowohl die Stadt als auch die Stiftungen als Vertreter der Zivilgesellschaft hinter der Initiative stünden, „hat unserer Arbeit eine besondere Akzeptanz verliehen“. Das lässt sich auch in Zahlen belegen: „Die Internetseite von „Frankfurt hilft“ wurde seit September 2015 mehr als 145 000 Mal aufgerufen, rund 1400 Menschen haben die Informations- und Fortbildungsveranstaltungen besucht, die „Frankfurt hilft“ auf die Beine gestellt hat.

Neue Aufgaben

„In der Anfangszeit ging es vor allem darum, Informationen zu sammeln und verfügbar zu machen, die Freiwilligen zu vermitteln und fortzubilden“, sagt Roland Kaehlbrandt, Vorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Er hatte Ende 2014 gemeinsam mit Birkenfeld die Idee für die Koordinierungsstelle geboren und neun weitere Stiftungen ins Boot geholt. Insgesamt 150 000 Euro gaben die zehn, die Stadt steuerte 50 000 Euro bei. „Inzwischen hat sich die Lage verändert, jetzt geht es für die Menschen ums Ankommen und Klarkommen“, so Kaehlbrandt. Für die aktuell 4750 Flüchtlinge in der Stadt sei keine Nothilfe mehr gefragt, sondern vor allem Unterstützung, damit sie sich ein Zuhause aufbauen können. „Denn die meisten Menschen werden bleiben.“

Dementsprechend verschieben sich die Schwerpunkte von „Frankfurt hilft“: „Wir werden stärker werben, um neue Freiwillige zu gewinnen. Außerdem wird es immer wichtiger, die Helfer und Initiativen zu vernetzen“, gab Anita Heise die Ziele für das nächste Projektjahr aus. Denn bislang waren die Gründer von Stadtteil-Initiativen, Sprachcafés, Hausaufgabenbetreuung und Koch-Treffs so sehr in ihre Projekte eingebunden, dass sie teilweise gar nicht wissen, was anderswo in der Stadt passiert. „Diesen Austausch gilt es zu fördern.“ Aber auch mit den Institutionen, die professionell in der Flüchtlingsbetreuung arbeiten, ebenso wie mit den zuständigen Ämtern soll der Austausch enger werden. Dafür wurde das „Forum Flüchtlingshilfe Frankfurt“ ins Leben gerufen, in dem alle acht bis zehn Wochen Treffen angeboten werden. Zum nächsten Termin am 4. Mai sind auch diejenigen eingeladen, die noch überlegen, ob und wo sie sich engagieren könnten.

Gute Zeit zum Einstieg

„Viele Ehrenamtler sind von Anfang an dabei. Ihnen gebührt Dank. Aber wir brauchen noch viele Helfer“, sagt Akkaya. „Vor allem für die Deutschförderung und die Hausaufgabenbetreuung von Kindern und Jugendlichen werden viele Freiwillige gesucht.“ Akkaya ist überzeugt, dass jetzt eine gute Zeit sei, als Helfer einzusteigen, denn die Projekte seien inzwischen so gut organisiert, dass der persönliche Einsatz gut planbar sei.

 

Was jeder tun kann, wird auf der Internetseite www.frankfurt-hilft.de zusammengetragen.

 

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