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In Wiesbaden gepunktet

Ausgezeichnet: Oberursel gehört mit seinem Projekt "Freiluftwohnzimmer" zu den Preisträgern des Wettbewerbs "Zusammen gebaut für Kinder und Jugendliche". Das Preisgeld soll jetzt nach Oberstedten fließen.
Stolz hielten die Schülerinnen Dilara Sönmez, Julia Buße, Vanessa Horn (von links) die Urkunde in Händen, die Prof. Dr. Luise Hölscher (links) ihnen überreicht hatte. Ortrud Weis-Lauer von der Stadt freute sich ebenfalls über die Auszeichnung. Stolz hielten die Schülerinnen Dilara Sönmez, Julia Buße, Vanessa Horn (von links) die Urkunde in Händen, die Prof. Dr. Luise Hölscher (links) ihnen überreicht hatte. Ortrud Weis-Lauer von der Stadt freute sich ebenfalls über die Auszeichnung.
Oberursel. 

Und der Gewinner ist: Oberursel. Oder genauer gesagt das Projekt "Freiluftwohnzimmer" gegenüber vom "café portstrasse". Dieser Treffpunkt für Jugendliche hat die Jury des Wettbewerbs "Zusammen gebaut für Kinder und Jugendliche" so beeindruckt, dass er mit einem Preis ausgezeichnet wurde.

Nicht allein übrigens. Denn es gibt fünf weitere Preisträger: Ausgezeichnet wurden Projekte in Limburg (behindertengerechter Schulhof, Astrid-Lindgren-Schule), Wiesbaden (Quartiersspielplatz, Blücherschule), Darmstadt (Kita auf dem "LuO Campus"), Rüsselsheim (neues Gymnasium) und in Kassel (Schülerforschungszentrum Nordhessen). Die sechs Preise sind jeweils mit 2000 Euro dotiert. Insgesamt waren 72 Beiträge für den Wettbewerb der Landesinitiative "+Baukultur in Hessen" eingereicht worden.

"Von den Jurymitgliedern war zu hören, dass es keine leichte Aufgabe war, die Preisträger zu ermitteln. Denn jeder Beitrag erzählt eine eigene Geschichte und strahlt sehr viel Engagement von verantwortlichen Bauherren, Betreuern, Lehrern, Kindern, Jugendlichen und Eltern aus", sagte Finanzstaatssekretärin Prof. Dr. Luise Hölscher bei der Preisverleihung in Wiesbaden.

Sie war es auch, die der Oberurseler Gruppe die Urkunde überreichte. Mit auf der Bühne standen außer Ortrud Weis-Lauer aus dem Rathaus auch drei Schülerinnen des Gymnasiums: Julia Buße, Vanessa Horn und Dilara Sönmez. Sie gehörten zu den rund 50 Jugendlichen, die im Sommer 2009 beim Bau des Freiluftwohnzimmers mitangepackt hatten. Es entstand ein Holzpodest mit vier Räumen für unterschiedliche Nutzungen: Picknick, Kommunikation, Lesegarten und Bewegung. Zur Umgestaltung der 800 Quadratmeter großen Wiesenfläche an der U-Bahn-Haltestelle "Altstadt" hatte es zunächst einen Workshop mit Jugendlichen in Kooperation mit dem "café portstrasse" gegeben. Die Ideen der Schüler flossen in den Entwurf des Landschaftsarchitekturbüros Burghammer ein.

Die gesamte Aktion war Teil des städtischen Projekts "Oberursel unter der Lupe", bei dem Kinder und Jugendliche gefragt wurden, was sie sich für ihre Stadt wünschen. Und genau ein solches Einbinden der Jungen und Mädchen war bei dem Wettbewerb der Landesinitiative "+Baukultur in Hessen" gefragt.

"Wir freuen uns sehr, dass sich das Freiluftwohnzimmer gegen die starke Konkurrenz durchsetzen konnte und wir mit dieser Idee in Wiesbaden punkten konnten", sagte gestern Erster Stadtrat Dieter Rosentreter (FDP). Mit "Oberursel unter der Lupe" beschreite die Stadt einen sehr erfolgreichen Weg. "Die Wünsche und Vorstellungen der Kinder und Jugendlichen werden erfasst und – soweit realisierbar – in die Praxis umgesetzt. Verbunden damit ist eine sehr hohe Akzeptanz in der späteren Nutzung."

In diesem Jahr wurde das Freiluftwohnzimmer auch für einige Workshops genutzt. Die Jugendlichen konnten dort oder bei schlechtem Wetter im "café portstrasse" unter anderem Comics gestalten, Musik machen und malen. Die Kunst aus dem Wohnzimmer war im Oktober in einer Ausstellung im Rathaus zu sehen (TZ berichtete). Das Angebot soll weiter ausgebaut werden, kündigt Jugendpflegerin Verena Herzberger an.

Das Preisgeld will die Stadt übrigens für ein weiteres Lupe-Projekt verwenden. Am Krautweg in Oberstedten soll "eine Freifläche aufgewertet werden", berichtet Ortrud Weis-Lauer. Und die 2000 Euro werden wohl in den Kauf einer Netzschaukel gesteckt.

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