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Baby-Glück im Dreierpack: Eltern von Drillingen zu sein ist ebenso schön wie anstrengend

Aller guten Dinge sind drei, sagt der Volksmund. Das können Atilin und Burcu Seymen wohl bestätigen. Seit November ist das Paar Eltern von Drillingen.
Da staunen die drei kleinen Neu-Oberurseler nicht schlecht. So funktioniert also ein Fototermin mit der Zeitung. Oma Havva Seymen (links) hält Deren, Mama Burcu Seymen die kleine Derin und Papa Atilin Seymen strahlt mit Ekim um die Wette. Die Drillinge haben das Leben ihrer Eltern ganz schön auf den Kopf gestellt, bescheren ihnen aber auch viele schöne Momente. Nur Schlaf ist derzeit bei den Eltern Mangelware. Foto: Jochen Reichwein Da staunen die drei kleinen Neu-Oberurseler nicht schlecht. So funktioniert also ein Fototermin mit der Zeitung. Oma Havva Seymen (links) hält Deren, Mama Burcu Seymen die kleine Derin und Papa Atilin Seymen strahlt mit Ekim um die Wette. Die Drillinge haben das Leben ihrer Eltern ganz schön auf den Kopf gestellt, bescheren ihnen aber auch viele schöne Momente. Nur Schlaf ist derzeit bei den Eltern Mangelware.
Oberursel. 

Auf viele Situationen im Leben kann man sich vorbereiten, aber auf das Elternwerden irgendwie nicht. Nicht nur, dass man nicht weiß, wie der neue kleine Erdenbürger so sein wird, man weiß auch nicht, ob es Fortuna nicht auch sehr gut mit einem meint. Mit Atilin Seymen und seiner Frau Burcu hat es die Glücksgöttin wohl besonders gut gemeint, denn sie wurden vor viereinhalb Monaten Eltern von Drillingen.

„Als wir erfuhren, dass meine Frau schwanger ist, dachten wir natürlich zuerst an ein Kind“, erinnert sich Atilin Seyman, der bei der Bundesbank in Frankfurt arbeitet. „Nach dem ersten Ultraschall hieß es, es werden Zwillinge, und als der nächste Untersuchungstermin heranrückte, stand fest, es werden Drillinge“, so der 39-Jährige. Die Freude war natürlich groß bei den werdenden Eltern, die seit drei Jahren in der Brunnenstadt leben. „Allerdings wussten wir auch, dass eine Drillings-Schwangerschaft ihre Risiken birgt. Da habe ich natürlich doch angefangen, mir Sorgen zu machen“, gesteht Atilin Seymen. Doch zum Glück ist alles gut gelaufen, und der kleine Ekim sowie seine Schwestern Derin und Deren erblickten am 11. November vergangenen Jahres im Universitätsklinikum Gießen das Licht der Welt. „Wir haben uns für Gießen entschieden, weil diese Klinik sich auf Mehrlingsgeburten spezialisiert hat“, erklären die Eltern.

„Haben Sie die Kinder bei dem Geburtsdatum denn schon beim Karnevalverein Frohsinn angemeldet?“, erkundigt sich Erster Stadtrat Christof Fink (Grüne) im Scherz. Jeck sind die Drillinge noch nicht, aber sie genießen den Empfang im Rathaus, der ihnen zuteil wird. „Neun Jahre lang nichts und nun ist das schon die vierte Drillingsgeburt innerhalb eines Jahres“, freut sich der Erste Stadtrat. Gemeinsam mit den Stadtwerken finanziert die Stadt den großen Kinderwagen. Außerdem organisieren die „Frühen Hilfen“ ebenfalls ein Angebot der Stadt für junge Eltern, eine Babymassage für das Trio, wobei die Expertin dazu ins Haus kommt, damit die Logistik für die Eltern nicht zu kompliziert wird.

Apropos Logistik: Burcu Seymen, hat einiges zu stemmen, während ihr Mann bei der Arbeit ist. „Ohne unsere Eltern wäre vieles nicht machbar“, sagt die gebürtige Türkin dankbar. Alle Großeltern leben noch in der Türkei und kommen abwechselnd für drei Monate nach Deutschland, um sich mit um die Enkelkinder kümmern zu können. Zurzeit ist Atilin Seymens Mutter Havva hier. Sie trägt die kleine Deren auf dem Arm, während Papa vorsichtig Ekim hin und her schaukelt. „Als wir wussten, dass es Drillinge werden, haben wir angefangen, uns im Netz mit anderen Mehrlingseltern auszutauschen“, erzählt Atilin Seymen. „Aber man muss natürlich auch seine eigenen Erfahrungen machen.“ Vor allem Zeit und Schlaf sind für die jungen Eltern zum Luxus geworden. „Der Schlafentzug ist schlimm, und man braucht für jeden Termin viel Vorlauf“, verrät Mama Burcu. Aber wenn die Babys dann fröhlich und zufrieden glucksen, ist auch das vergessen.

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