Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... 19°C

Mit nur 38 Jahren verstorben: Trauer um Graffiti-Künstler Canister

Er hat öffentliche Gebäude ebenso mit bunten Kunstwerken gestaltet wie Stromverteilerkästen: Nun ist der Oberurseler Markus Janista im Alter von 38 Jahren überraschend verstorben.
Markus Janista und wird künftig an sein Schaffen erinnern.Die Gestaltung der „Villa Stierstadt“ war eine der letzten großen Arbeiten von Markus Janista und wird künftig an sein Schaffen erinnern.Die Gestaltung der „Villa Stierstadt“ war eine der letzten großen Arbeiten von
Oberursel. 

Er war voller Energie gewesen, an jenem Tag im Januar dieses Jahres: Da stand Markus Janista, bekannt auch unter seinem Künstlernamen Canister, vor einem ehemaligen Trafohäuschen an der S-Bahn in Stierstadt. „Eine Herzensangelegenheit“, hatte er über das damalige Projekt gesagt. Aus dem Trafohäuschen hat Architekt Achim Schollenberger ein Mini-Wohnhaus geschaffen – und Graffiti-Künstler Canister hat es auf Wunsch des Hausherrn außen nach Vorbild der Alten Oper gestaltet.

MarkusJanista (†) Bild-Zoom Foto: Jochen Reichwein
MarkusJanista (†)

Es sollte eines der letzten großen Werke des jungen Mannes aus Oberursel sein: Markus Janista ist am Mittwoch, 2. August, plötzlich verstorben. „Das macht mich fassungslos“, sagte Achim Schollenberger.

Trotz seines jungen Alters – Janista war Jahrgang 1979 – hat er im Taunus zahlreiche Spuren hinterlassen, und das ist wörtlich zu nehmen. Vielerorts hat er Gebäude oder Stromverteilerkästen gestaltet, selbstverständlich immer mit entsprechendem Auftrag.

„Region bunter gemacht“

In Steinbach hat Canister unter anderem den Bauhof-Schriftzug gestaltet und den Heiligen Florian auf die Wand des Feuerwehrhauses gebracht. Erst unlängst hatte er auch eine Außenwand des Feuerwehrhauses in Weißkirchen mit Feuerwehr-Motiven aufgehübscht. Ebenso war er mehrfach für die Oberurseler Werkstätten tätig gewesen. Deren Betriebsleiter Andreas Knoche hat am Montag von Janistas Tod erfahren und sich im sozialen Netzwerk Facebook geäußert. „Mein Dank gilt einem großen Künstler, der die Region bunter gemacht hat. ,Only the good die young‘ bewahrheitet sich leider auch in seinem Fall. Welche tollen Kunstwerke hätten noch alle von ihm erwartet werden dürfen . . .“, hat Knoche bei Facebook geschrieben.

Ein kreativer Kopf

Die Oberurseler Stadtwerke hatten den Künstler gerade noch mit der Verschönerung von drei Gasruckregelstationen beauftragt. „Herr Janista alias Canister war ein sehr freundlicher und kreativer Kopf, mit dem die Zusammenarbeit zur Verschönerung unserer Anlagen immer großen Spaß gemacht hat. Die Nachricht seines plötzlichen Todes nehmen wir mit großer Bestürzung und Trauer entgegen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie“, sagte Sprecherin Andrea Königslehner.

Janista schaffte mit seiner Arbeit die Aufnahme in die Handwerkskammer Rhein-Main, deutschlandweit als Erster, wie auf seiner Homepage zu lesen ist. So entstand eine eigene Berufssparte: Graffiti-Konzeptgestalter. Markus Janista wird am Dienstag, 29. August, zur letzten Ruhe geleitet. Die Beerdigung beginnt um 15 Uhr auf dem Oberurseler Hauptfriedhof.

(she)
Mehr aus Vordertaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse