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Reiter: „peikerCEE“ stattet Dressurreiter mit Kommunikationsgeräten aus

Von Wenn die blinde Biathletin bei den Paralympischen Winterspielen in Pyeongchang auf Medaillenjagd geht, verständigt sie sich mit ihrem Begleiter mit Technik aus Bad Homburg, ebenso die paralympischen Reiter 2020 in Tokio. Und auch der deutsche Dressurnachwuchs U 21 und U18 erhält dank eines Sponsorvertrags mit dem Bad Homburger Unternehmen „peikerCEE“ Anweisungen der Trainer per Funk.
Über Kopfhörer und Mikrofon sind Reiter und Trainer miteinander verbunden. Bis zu sechs Schüler kann ein Trainer auf diese Weise mit sich vernetzen. Über Kopfhörer und Mikrofon sind Reiter und Trainer miteinander verbunden. Bis zu sechs Schüler kann ein Trainer auf diese Weise mit sich vernetzen.
Bad Homburg. 

Beim Reitunterricht und anderen Sportarten gab es früher Anweisungen vom Trainer nur auf Zuruf. Mit dem Aufkommen der Elektronik hat sich das geändert. Schon lange sind Sportler im Sattel, auf dem Spielfeld oder in der Kletterwand per Funk für ihren Trainer erreichbar. Das Bad Homburger Unternehmen „peikerCEE“ hat diese Art der Kommunikation mit der Entwicklung des Ceecoach-Systems vorangetrieben. Zigarettenschachtelgroß, handelt es sich um ein Bluetooth-basiertes Kommunikationsgerät, mit dem eine Funkverbindung zwischen bis zu sechs Sportlern und dem Trainer möglich ist. Vor allem im Reitsport hat sich das System etabliert. Spitzenkräfte im Dressursattel wie Isabell Werth setzen es ein.

Andere Technik des Reitens

Bernhard Fliegl ist der Bundestrainer der Reiter mit Behinderung. „Zu Anfang hatte ich Bedenken, da mir die Erfahrung im Para-Reiten fehlte.

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Premiumpartner

Jetzt hat Firmenchef Andreas Peiker eine weitere Tür aufgestoßen. Sein Unternehmen wird in den kommenden drei Jahren Ausrüster und Premiumpartner der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) und des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). Bis 2021 werden die Dressur-Nationalteams U21 und U18, sowie die Para-Dressur-Nationalmannschaft für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio mit Ceecoach-Geräten ausgestattet.

Um wie viele Einheiten es sich handelt, wollte Pressesprecherin Julia Kopaunik nicht sagen, darüber sei Stillschweigen vereinbart worden. Es handle sich um eine größere Zahl.

„Wir haben auch schon vor der Zusammenarbeit mit der FN Sportler mit Handicap unterstützt. So zählt die blinde Biathletin Vivian Hösch zu unseren Markenbotschaftern“, sagt Peiker. Hösch nimmt gerade an den Paralympischen Winterspielen in Pyeongchang teil.

Auch der blinde Extrembergsteiger Andy Holzer, der 2017 den Mount Everest bestiegen hat, setzte für die Kommunikation mit seinem Begleitteam die Kommunikationstechnik aus Bad Homburg ein. Peiker: „Für ihn haben wir sogar ein spezielles Headset konstruiert, das unter der Sauerstoffmaske benutzt werden konnte. Unabhängig davon unterstützen wir aber auch Freizeitsportler mit Handicap, wie zum Beispiel Hörbehinderte.“

Der Reiterei verbunden

Von wem die Idee für das Sponsoring kam, lässt sich nicht mehr genau klären. „Im Grunde ist man gegenseitig aufeinander zugegangen. Natürlich hat es sich im Bereich Reitsport, wo wir mit unserem Produkt marktführend sind, irgendwie angeboten“, sagt Peiker, dessen Familie seit Jahrzehnten der Reiterei verbunden ist.

Der Firmenchef hat zuletzt das Hofgut Liederbach komplett saniert und zu einem Kompetenzzentrum für den Spitzenreitsport ausgebaut. In der Kooperation sieht er großes Potenzial. Beide Seiten könnten profitieren.

Auch die Deutsche Reiterliche Vereinigung FN verspricht sich von der Zusammenarbeit sehr viel und hofft auf positive Effekte. „Wir sind dankbar, einen so hochprofessionellen Partner wie Andreas Peiker gefunden zu haben und freuen uns, dass die Trainingsbedingungen unserer Nachwuchs- und Para-Dressurreiter mit den Geräten weiter verbessert und professionalisiert werden können“, sagte DOKR-Geschäftsführer Dr. Dennis Peiler.

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