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Skyline gemalt: Der bunteste Fleck der Stadt

Von Eine lange, dunkle Wand, die immer wieder beschmiert wurde: Daraus haben Kinder einen echten Hingucker gemacht. Selbst Bürgermeister Hunkel ist begeistert über so viel Bürgerengagement der jüngsten Bewohner.
Kai Lippok mit seinen jungen Künstlern aus dem Familienzentrum Gartenstraße Foto: Leo F. Postl Kai Lippok mit seinen jungen Künstlern aus dem Familienzentrum Gartenstraße
Neu-Isenburg. 

Gemeinsam mit dem renommierten Künstler Kai Lippok haben sechs Kinder des Familienzentrums Gartenstraße eine Fassade in der Hermesstraße, schräg gegenüber der Ausfahrt des Parkhaus Süd des Isenburg-Zentrum, künstlerisch gestaltet. Auf 160 Quadratmetern entstand eine farbige Skyline, die jetzt offiziell vorgestellt wurde.

Für Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel ist es jedoch viel mehr. „Hier ist der bunteste und farbenfroheste Fleck in einer bunten Stadt, in der so viele Menschen aus unterschiedlichen Nationen zusammen leben“, betonte Hunkel und zielte auf das „bunte“ Völkergemisch ab. Angefangen hatte alles mit Beschwerden von Anwohnern, die den Standort großer Wertstoff-Container monierten, die auch für allerlei andere Abfälle missbraucht wurden. Dann war da noch die lange dunkle Wand, die immer wieder beschmiert wurde. In Abstimmung mit dem städtischen Bauamt wurde schließlich eine einvernehmliche Lösung gefunden.

Container stehen woanders

Die Container stehen nun an einem anderen Platz und die rund 160 Quadratmeter große Wand erstrahlt in bunten, leuchtenden Farben. Dieses Farbenkunstwerk gestaltete Kai Lippok, zusammen mit jungen Künstlern aus dem Familienzentrum Gartenstraße. Lippok ist selbst Kunstpädagoge und legte einen Entwurf vor, der sofort auf Gefallen stieß. „Man musste etwas schaffen, dass jegliche Anreize, die Wand zu beschmieren, einfach uninteressant macht“, nannte der Künstler das Grundkonzept. Das Kunstwerk musste also so „dicht“ sein, dass kein Platz mehr für unerwünschte Zutaten lässt.

In der Firma ARTA, Farben Kraft, die gerade ihren Standort nach Neu-Isenburg verlegt, fand man einen Sponsor für die Materialien. „Wir haben das gerne getan, denn wir fühlen uns in Neu-Isenburg sehr wohl und können so etwas auf unsere spezielle Weise zurückgeben“, meinte ARTA-Geschäftsführer Gerd Geiger. Kai Lippok legte nun die „Grundrisse“ des Kunstwerkes an, dann kamen die Kinder zum Zug und füllten die ihnen zugewiesenen Flächen mit Farben aus. „Wir sind immer mal vorbei gekommen und haben uns den Fortschritt angesehen, es ist ganz toll geworden“, freut sich Lippoks Schwiegermutter Brigitte Erk. Auch Monika Schindler ist ein großer Fan von Kai Lippok und hat ebenfalls im Haus schon ein paar Kunstwerke.

Allen Spaß gemacht

Schließlich hatten auch die Kinder ihre besondere Freude am Mitgestalten des Kunstwerkes. „Es hat uns allen großen Spaß gemacht und jetzt wo die Wand fertig ist, haben wir selbst gestaunt“, meinte Yasmine. Und für Finn hatte die Kunstaktion noch einen besonderen Nebeneffekt. „Da haben wir auch neue, ganz tolle Klamotten bekommen, denn wir haben uns selbst angemalt“, verriet der junge Künstler. Am Ende erläuterte Kai Lippok noch einmal das künstlerische Konzept. „Auf eine bunte Grundfläche habe ich dann weiße Konturen von Häusern gelegt, dann wurde alles noch farblich verstärkt“, so Lippok. Für das gelungene Kunstwerk gab es nicht nur großes Lob und Beifall der anwesenden Gäste – sondern auch ein Nudelessen für die jungen Künstler beim Restaurant „Tonino“ in der Hugenottenhalle.

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