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SPD-Kandidat: Jan Deboy: "Wir nehmen ernst, was die Bevölkerung bewegt"

Der 32-jährige Jan Deboy aus Gernsheim will als Direktkandidat im Wahlkreis 184 für die SPD in den Bundestag einziehen. Im Interview mit unserem Reporter Alexander Koch stellt sich der Sozialdemokrat drei Fragen zu seinen Chancen und Zielen sowie zu den Themenschwerpunkten seiner Partei.
Jan Deboy will für die SPD das Direktmandat im Wahlkreis 184 erringen. Jan Deboy will für die SPD das Direktmandat im Wahlkreis 184 erringen.

Herr Deboy, wie sehen Sie Ihre persönlichen Chancen und die der SPD insgesamt bei der Bundestagswahl am 24. September?

JAN DEBOY: Ich sehe für mich eine gute Chance, den Wahlkreis zu gewinnen. Die Rückmeldungen bei meinen vielen Hausbesuchen sind sehr positiv. Auch bei Wahlen an Schulen bei Unter-18-Jährigen habe ich sehr gut abgeschnitten. Das ermutigt mich, auch wenn es sich hierbei noch nicht um Wahlberechtigte für diese Bundestagswahl handelt. Auch bezüglich der Bundes-SPD sehe ich in den vergangenen Tagen – entgegen einiger veröffentlichter Umfragen – einen Stimmungsaufschwung in unsere Richtung. Ich bin davon überzeugt, dass wir immer noch eine realistische Chance haben, die Große Koalition, die immer nur eine Notlösung auf Zeit sein kann, durch eine SPD-geführte Bundesregierung mit einer Mehrheit jenseits der CDU abzulösen.

Was sind Ihre wichtigsten Inhalte bei der Bundestagswahl und welche sind für die Sozialdemokraten die relevantesten?

DEBOY: Das deckt sich natürlich. Aber mir persönlich – ich bin junger Familienvater eines zweijährigen Sohnes – liegen Bildung und Kinderbetreuung besonders am Herzen. Diese Themen haben auch für die SPD im Wahlprogramm Priorität. Wir wollen eine gebührenfreie Bildung ermöglichen, die Kinderbetreuung ausbauen und ebenfalls gebührenfrei stellen sowie einen Rechtsanspruch für einen Ganztagsschulplatz schaffen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist uns ebenfalls sehr wichtig. Deshalb wollen wir ein Rückkehrrecht von Teilzeitarbeitskräften in Vollzeitarbeitsplätze durchsetzen. Darüber hinaus möchten wir ein Rentenniveau, das dauerhaft vor Armut schützt. Längerfristig benötigen wir hier eine Erwerbstätigenversicherung. Wir wollen gut bezahlte Arbeit, weshalb wir die Gewerkschaften stärken wollen, indem wir die Tariftreue von Unternehmen fördern. Besonders wichtig ist meiner Partei und mir persönlich, dass soziale Berufe im Bereich der Pflege und der Erziehung gesellschaftlich und finanziell mehr anerkannt werden.

Was würde eine SPD-geführte Bundesregierung anders machen als eine CDU-geführte?

DEBOY: Wir nehmen ernst, was die Bevölkerung bewegt. Dafür steht im Besonderen unser Kanzlerkandidat Martin Schulz, der nah bei den Menschen ist. Wir werden vor allem den sozialen Berufen mehr Anerkennung verschaffen und insgesamt mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft verwirklichen. Außerdem werden wir die Kommunen besser finanziell ausstatten, nicht nur, aber gerade im Gebiet der Kinderbetreuung.

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