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Projekt des Neuen Gymnasiums ist Vorbild für ganz Deutschland

Von Die Kreise Offenbach und Groß-Gerau freuten sich über ausgezeichnete Schulen. Das Neue Gymnasium Rüsselsheim und die Albert-Einstein-Schule in Langen setzen sich beim Innovationswettbewerb für südhessische Schulen durch.
Siegmar Herberg übergab die Urkunde und einen Scheck über 3000 Euro an die Lehrer des Neuen Gymnasium Rüsselsheim. Bilder > Siegmar Herberg übergab die Urkunde und einen Scheck über 3000 Euro an die Lehrer des Neuen Gymnasium Rüsselsheim.
Rüsselsheim/Langen. 

Strahlende Gesichter bei den Lehrern aus Rüsselsheim und aus Langen: Sie feierten am Mittwoch ihre hervorragenden Platzierungen beim 16. Innovationswettbewerb der Unternehmerverbände Südhessen.

Gleich zwei Schulen aus der Region konnten sich über Plätze auf dem Siegertreppchen freuen. Unter den 13 eingereichten Projekten erreichte das Neue Gymnasium Rüsselsheim den ersten Platz. Die Albert-Einstein-Schule aus Langen belegte den dritten Platz.

Eine sechsköpfige Jury hatte in diesem Schuljahr die 6500 Euro Preisgeld zu vergeben. Gewinner war dabei das Projekt Tablet der Rüsselsheimer Schule. Ihre Lehrer stellten stolz vor, wie mit Hilfe eines japanischen Unternehmens die Schüler lernten, Tablets sinnvoll im Unterricht einzusetzen.

Eigene Apps

Nach einer halbjährigen Erprobungsphase in 2012 und umfangreichem Training für die Lehrer erhielten die beteiligten Schüler ihre Tablets. Sie lernten als erstes, die in ihren Tablets erstellten Inhalte auf die digitale Tafel in der Klasse zu projizieren. Anschließend begann der Unterricht in den Fächern Biologie, Mathe, Erdkunde, Physik Sprachen sowie Sport.

Das Rüsselsheimer Gymnasium habe mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle für ganz Deutschland übernommen, betonte der Unternehmerverband Südhessen. Zentrale Bestandteile des Projekts waren der sichere Umgang mit der Gerätetechnik sowie der modernen Kommunikations- und Informationstechnologie. Das World-Wide-Web lernten die Schüler dabei ebenso sinnvoll zu nutzen wie die von ihnen geschriebenen Apps.

Mit einem ebenso interessanten Projekt machte die Albert-Einstein-Schule in Langen die Jury auf sich aufmerksam. Unter dem Titel „Albert.Einstein.Multi.Office“, arbeiteten 15 Schüler der Jahrgangsstufe 9 in einer simulierten Dienstleistungsfirma zusammen. Zu der berufsorientierten Gruppe gehörten Intensiv- und Lernhilfeschüler ebenso wie Haupt- und Realschüler, die eine berufliche Ausbildung anstreben.

In dem „Unternehmen“ lernten Schüler die komplette Prozesskette von der Planung über die Herstellung bis hin zum Vertrieb kennen. Oberstes Ziel war das Selbstwertgefühl der Schüler zu steigern. Damit solle die Ausbildungsreife verbessert werden, um einen späteren Abbruch der Ausbildung zu verhindern.

Den Innovationswettbewerb des Unternehmerverbandes Südhessen gibt es seit dem Schuljahr 1999/2000. Für die diesjährige Ausschreibung hätten sich 220 südhessische Schulen beworben. Seit Beginn des Wettbewerbs sind insgesamt 92 000 Euro an Preisgeld an die Schulen ausgeschüttet worden.

Vorstand gewählt

Bei der Jahresmitgliederversammlung des Unternehmerverbands sprach anschließend der deutsche Astronaut Gerhard Thiele über seine Mitarbeit bei der Vermessung unseres Planeten. Mit dem Shuttle „Endeavor“ startete er am 11. Februar 2000 mit fünf weiteren Astronauten zur elftägigen Radarvermessung der Erde aus 235 Kilometern Höhe.

„Eine klassische Ausbildung dafür gibt es nicht“, erklärte Thiele den Gästen. „Aber mit meinem Doktortitel in einem MINT-Fach und der medizinisch-psychologischen Eignung erfüllte ich schon zwei wichtige Bewerbungskriterien.“ Außerdem berichtete von den aktuellen Entwicklungen in der internationalen Raumfahrt.

Zuvor hatten die Mitglieder des Verbands ihren Vorstand und den Mitgliederrat gewählt. Siegmar Herberg wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter wurde Albrecht Hallbauer. Weitere Vorstandmitglieder wurden Jürgen Born, Michael Geil, Ulrich Schumacher und Jürgen Streit.

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