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Schüler entern das Landratsamt

Ungewohntes Bild am Landratsamt: Schüler demonstrierten für den Ausbau einer Oberstufe am neuen Gymnasium. Sie wollen weiter zusammen lernen.
Demonstration mitten im Landratsamt: Die Schüler des Neuen Gymnasiums Rüsselsheim mit ihren plakativen Forderungen. Foto: fnp Demonstration mitten im Landratsamt: Die Schüler des Neuen Gymnasiums Rüsselsheim mit ihren plakativen Forderungen. Foto: fnp
Groß-Gerau. 

Eine Beschlussvorlage des Kreisausschusses mit Landrat Thomas Will (SPD) als Vorsitzenden änderte schlagartig das gewohnte Bild einer Kreisausschusssitzung. Mehr als 100 Schüler und Lehrer einer Rüsselsheimer Schule hatten mit Transparenten und Plakaten das Landratsamt erstürmt. Es ging um die Schule mit dem Namen "Neues Gymnasium", die erst vor wenigen Jahren errichtet worden war als Mittelstufengymnasium der Sekundarstufe I.

Nun wird seitens des Kreises darüber "laut nachgedacht", ob der Ausbau einer weiteren gymnasialen Oberstufe verwirklicht werden soll. Bisher waren viele Oberstufenabsolventen nach Mainz abgewandert, dort wurde jedoch unlängst ein Aufnahmestopp für hessische Schüler verhängt.

Kein Rederecht

Die hohe Zahl an Gästen sprengte gestern jeglichen Rahmen der Bildungsausschusssitzung, daher verlegten die Verantwortlichen die Diskussionsrunde in den großen Saal des Landratsamtes. Trotz eines Antrags zur Geschäftsordnung, sprach sich die Mehrheit der Ausschussmitglieder gegen ein Rederecht für Gäste aus, und so blieb es den Fraktionen vorbehalten, zu dem Beschlussvorschlag, Stellung zu beziehen.

Die mehrheitlich stärkste Partei im Kreis, die SPD, befürwortete die Initiative; auch die Grünen als deren Koalitionspartner stimmten dafür, obwohl die Grünen Rüsselsheims dagegen sind.

Ebenso begrüßten die Fraktionen der CDU und FDP/Freie Wähler den Schritt zum Ausbau der Schule. Lediglich die Fraktion Die Linke/Offene Liste sprach sich dagegen aus, unter anderem mit der Begründung, dass zunächst eine vernünftige Schulentwicklungsplanung auf den Tisch gehöre. "Wir sind nicht für Schnellschüsse", argumentierte ihr Fraktionsvorsitzender Gerd Schulmeyer.

Präsenz zeigen

Der Landrat hatte viele Erklärungen abzugeben. Kritik, die aus dem Süden des Kreises an ihn herangetragen worden war, sei ein ganz anderes Thema. Dies hörten einige Eltern von anderen Schulen, die ebenfalls anwesend waren.

Nicht eine hitzige Debatte brachte dann den Saal zum Kochen, sondern die Bienenstockatmosphäre durch die vielen Anwesenden. "Wenn wir uns für unser Gymnasium einsetzen wollen, dann sollten wir Präsenz zeigen, sagten uns die Lehrer", offenbarte Tim Schweighöfer vom Neuen Gymnasium, und daher sei er heute mit von der Partie.

Canfidan Celik fügte hinzu: "Wir wollen auf unserer Schule in Rüsselsheim bleiben und möchten nicht, dass unser Klassenverband getrennt wird, nur weil wir heute noch keine Oberstufe besitzen."fnp

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