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Alarm auf Alarm: 24-Stunden-Übung hielt die Jugendfeuerwehr Niederneisen auf Trab

Praxiserfahrung und Teamwork standen im Mittelpunkt der 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr Niederneisen. Einen ganzen Tag lang erlebten die Jugendlichen zwischen elf und 14 Jahren die unterschiedlichen Aspekte der Feuerwehr.
Schnell am Einsatzort: Hier bei einem „Ölunfall“ am Aartal-Rad-und-Wanderweg. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Niederneisen. Foto: Rolf Kahl Schnell am Einsatzort: Hier bei einem „Ölunfall“ am Aartal-Rad-und-Wanderweg. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Niederneisen.
Niederneisen. 

Schreckensszenarien in Niederneisen. Eine vermisste Person, ein Feuer auf dem Schulhof, mehrere verletzte Kinder, Ölunfälle. Mit Blaulicht und Martinshorn ankommende Einsatzfahrzeuge. Laute Kommandos und Einsatzbefehle. Dicht aufsteigender Rauch. Neugierige, die den Brandherd oder die Unfallstelle säumen. Doch keine Sorge. Die Einsätze waren allesamt Übungseinsätze im Rahmen einer alle zwei Jahre stattfindenden 24-Stunden-Übung. Einem Ausbildungsvorhaben, bei dem eine 24-Stunden-Schicht einer Berufsfeuerwehr simuliert wird.

Insgesamt neun Jugendliche trafen sich am Abend im Feuerwehrgerätehaus und erfuhren während der „Schicht“, welche Aufgaben auf einer Feuerwache anfallen und wie man diese erledigt. Eine ganze Schicht lang wie „die Großen“ realistische Feuerwehreinsätze bewältigen. Neben dem Ausbildungsdienst sowie den klassischen Wacharbeiten, mussten die Teilnehmer mehrmals zu vorbereiteten Übungsszenarien in der gesamten Gemarkung ausrücken. Zwischen den Einsätzen galt es auch, verschiedene Arbeitsdienste sowie Ausbildungsabschnitte zu bewältigen. Zwischendurch wurde gemeinsam zu Mittag und zu Abend gegessen.

Die Einsätze waren speziell auf die Jugendfeuerwehr zugeschnitten und wurden vom hauseigenen „Terror-Team“ vorbereitet und durchgeführt. Und sie wurden so über die 24 Stunden verteilt, damit alle Jugendlichen zum Zug kamen. Hierbei wurde immer darauf geachtet, dass die Einsätze für die Jugendfeuerwehrler ungefährlich sind, da die Sicherheit natürlich immer an oberster Stelle steht.

Schichtwechsel

Am zweiten Abend dann endlich der „Schichtwechsel.“ Die meisten jugendlichen Floriansjünger waren trotz der vielen Action und des Spaßes jetzt froh, nach Hause zu kommen und ein wenig Schlaf nachzuholen. „Die Jugendlichen sollen die Abläufe bei einem Einsatz verinnerlichen. Denn die meisten von ihnen wollen irgendwann auch bei richtigen Einsätzen dabei sein und Leben retten“, so der Wehrführer der Niederneisener Einheit, Sven Hofmann. Wie beispielsweise Lara (13) und Cornelius (12), beide aus Niederneisen und schon mit sieben Jahren Mitglieder in der Bambinigruppe. „Auf richtige Einsätze dürfen wir als Jugendliche noch nicht mit. Aber wenn wir alt genug sind, wollen wir in unserer Heimatgemeinde aktiv werden.“

Die Mühe, die sich die Ausbilderteams der Einheiten innerhalb der Verbandsgemeinde Hahnstätten macht, lohnt sich. Das weiß auch Verbandsgemeinde-Wehrleiter Peter Matthey.

„Die Jugendfeuerwehr stellt die wichtigste Nachwuchsquelle unserer Feuerwehr dar. Gut ausgebildete und vor allem motivierte Nachwuchskräfte für unsere Einsatzabteilungen sind das Ergebnis hochwertiger Jugendarbeit.“

(rpk)
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