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"Sinfonie der Farben": Künstlerinnen aus Elz stellen im Rathaus aus

In ihrer Herbstausstellung bringen die Künstlerinnen der Elzer Künstlerwerkstatt die Sinne zum Klingen. Mit einer Farbexplosion erschaffen sie eine wahre Sinfonie. Und manchmal ging es um jeden Millimeter.
Maria Müller prüft noch einmal genau, ob die Bilder richtig hängen. Foto: Heike Lachnit Maria Müller prüft noch einmal genau, ob die Bilder richtig hängen.
Elz. 

„Sinfonie der Farben“ heißt das Motto der Ausstellung, zu dem die Elzer Künstlerwerkstatt einlädt. Treffender hätte sie ihr Motto nicht wählen können. Eine Sinfonie ist ein großes Orchesterwerk, welches durch eine Vielfalt an Tönen, durch leise und laute Klänge besticht. Und so bilden die Kunstwerke alle zusammen ebenfalls ein großes Werk, das durch seine Vielfalt besticht. Da gibt es „laute“ Farben in einem starken Rot, Grün oder Gelb und auch „leise“ Farben in einem pastelligen Blau oder Tosa. Jedes Bild für sich allein ist bereits ein Kunstwerk, doch alle zusammen ergeben einen Farbrausch, in den der Betrachter hineingezogen wird.

Jede der elf Künstlerinnen ist mit ihrem eigenen Blick und ihren eigenen Methoden an das Thema herangegangen, so entstand diese erstaunlich Vielfalt. Das Motto ist dabei recht weit gefasst, so dass sich jede Künstlerin frei entfalten konnte, erzählt Franziska Kopp.

Ein Thema, viele Stile

Dabei verständigten sich die Malerinnen vor einigen Wochen auf diesen Titel, vorgeschlagen von Christa Schardt. Und so findet sich nicht eine bestimmte Stilrichtung in den Bildern vor.

Manche Bilder wirken so echt wie eine Fotografie. Erst der Blick aus der Nähe offenbart die Malerei dahinter. Auf einem anderen Bild etwa schwimmen grüne und rote Äpfel in einem Wassereimer, die Blätter spiegeln sich in der Wasseroberfläche. Sie laden zum Zugreifen ein, so echt wirken sie.

Verwinkelt stehen die Wände im Historischen Saal des Rathauses. Der Besucher weiß nicht, was ihn erwartet, wenn er eine dieser Stellwände umrundet. Gerade noch in ein Blumenbild versunken, starren ihn auf einmal intensiv blaue Augen aus einem Katzengesicht an.

Die Künstlerinnen Monika Ehm, Elke Fachinger, Sigrid Gotthardt, Inge Holl, Franziska Kopp. Andrea Lang, Maria Müller, Uschi Neumann, Astrid Runkel, Christa Schardt und Roswitha Will haben bei der Ausstellung nichts dem Zufall überlassen. Da wurde um jeden Millimeter gerungen. Vier Bilder mit gleichen Maßen wurden nocheinmal umgehängt, denn diese hätten keine Spannung nebeneinander erzeugt, zu gleich erschienen sie.

Blick ins Unendliche

Die Lampen über den Bildern wurden nachjustiert, um jedes Kunstwerk ins rechte Licht zu rücken, die Schrauben an der Aufhängung mehrmals festgezogen, damit das Gewicht der Bilder diese nicht nach unten rutschen lässt.

Bei den großen, pastellfarbenen Meerbildern zieht es den Blick ins Unendliche. Auch in der Vergänglichkeit wohnt ein Zauber inne, wie die Bilder verblühender Tulpen zeigen.

Zwischen den realistischen Bildern finden sich immer wieder reine Farbexplosionen, wo es dem Betrachter überlassen bleibt, das Bild für sich zu interpretieren. Blutrote Linien ziehen sich wie Adern durch eine grüne Landschaft. Mal scheinen die Farben ganz glatt aufgetragen, dann bilden sie mit Sand oder Marmormehl gestaltet rissige Strukturen, welche die Oberfläche zu durchbrechen scheinen. Es gibt für die Betrachter viel zu entdecken.

 

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