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Doku-Serie: Kabel Eins dreht für neues TV-Format im Klinikum

Von Derzeit laufen am Klinikum Frankfurt-Höchst die letzten Dreharbeiten für die neue Doku-Serie „Die Klinik“. Zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr werden Zuschauer des Senders Kabel Eins in vier neunzigminütigen Episoden Einblicke in das Klinikleben erhalten – erzählt von den Protagonisten selbst.
Fachkinderkrankenschwester Katharina Jotter (rechts) erzählt TV-Redakteurin Petra Gabler von ihrem Arbeitsalltag. Bilder > Foto: Maik Reuß Fachkinderkrankenschwester Katharina Jotter (rechts) erzählt TV-Redakteurin Petra Gabler von ihrem Arbeitsalltag.
Höchst. 

„Erwachsene atmen ganz automatisch. Bei Frühgeborenen aber ist der Körper noch sehr unreif. Die kleine Maus hat es einfach vergessen – deshalb mussten wir nachhelfen.“ Die Bilder dazu sind längst im Kasten, gestern standen lediglich noch einige Interviews auf dem Programm. Zum Beispiel mit Katharina Jotter, seit knapp neun Jahren Fachkinderkrankenschwester für Intensiv- und Anästhesiepflege im Höchster Klinikum. Sie soll vor der Kamera noch einmal erzählen, worin die Schwierigkeit in dem geschilderten Fall lag.

Dabei wirkt sie sympathisch und souverän. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn frei vor Kameras zu sprechen, hat keiner der Teilnehmenden der neuen Doku gelernt. Es sind Ärzte, Pfleger, Putzfrauen, Helfer – eben alle, ohne die eine Klinik nicht funktionieren würde. Das Konzept der neuen Serie sieht keinerlei Sprecher oder nachgestellte Szenen vor. Alle Geschehnisse werden von und durch die Protagonisten erzählt.

Vertrauen ist wichtig

„Unser Anspruch war es nicht, Medizin-TV zu machen. Uns geht es um die Faszination Leben“, sagt Bärbel Jacks von der Produktionsfirma Janus TV. Und auch darum, den Zuschauern bewusst zu machen, welche Arbeit das Personal täglich leistet.

Eine Serie, die sich nur um die Höchster Einrichtung dreht – wie kam es dazu? „Die Produktionsfirma hat verschiedene Krankenhäuser angefragt“, berichtet Petra Fleischer, Sprecherin des Klinikums. Sie telefonierten mehrmals miteinander, fassten Vertrauen und stellten der Geschäftsführung das Konzept vor. Die Produktionsfirma suchte eine Klinik mit vielen verschiedenen Abteilungen, an der man von der Geburt bis zum Alter viele verschiedene Behandlungen und Therapien zeigen kann. „Letztlich hat den Ausschlag gegeben, dass uns das Klinikum Frankfurt-Höchst das meiste Vertrauen entgegengebracht hat“, so Jacks. Die Teilnahme der handelnden Personen war selbstredend freiwillig, die Patienten und Mitarbeiter wurden vorab informiert.

Trotzdem bedeutete das Einholen sämtlicher Dreh- und Ausstrahlungsrechte bei einem solch umfangreichen Format in einem sensiblen Umfeld einen großen logistischen Aufwand. Zu den Bedingungen zählte zudem, dass die Dreharbeiten die Behandlungen in keiner Weise beeinträchtigen durften.

Für die Übergänge zwischen den einzelnen Szenen wurden mittels einer Drohne Außenaufnahmen von dem Klinikgelände gemacht. Ein Kameramann flog im Hubschrauber „Christoph Mittelhessen“ mit, ein anderes Team war bei einer mehrstündigen Not-Operation dabei. Gedreht wurde zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten. Nur ganz wenige Bereiche, etwa die Urologie, wurden ausgespart, erzählt Fleischer.

Neues „Wir-Gefühl“

Seit September wurde in Blöcken gedreht, „insgesamt rund 80 bis 100 Drehtage“, schätzt Kameramann Marcel Sitte. Er bildete gestern mit Redakteurin Petra Gabler und Tonassistent Christoph Stützer das Einsatzteam von Janus TV. Am Anfang sei die Zurückhaltung der Gefilmten noch etwas größer gewesen – möglicherweise auch, weil es viele andere, häufig fiktionale Krankenhausserien gibt. „Vielleicht hatten sie ein falsches Bild, aber mittlerweile wissen sie, dass wir keine bösen Menschen sind“, sagt Sitte lächelnd. Tatsächlich: Vom Pförtner bis zu den Ärzten werden sie mittlerweile mit Handschlag begrüßt.

Nach den Dreharbeiten mit Katharina Jotter gewährt Petra Fleischer noch einen kurzen Einblick in den Rohschnitt der ersten Folge – die anderen drei sind noch nicht fertig. Die Freude ist ihr anzumerken. „Es macht Arbeit, so ein Format zuzulassen“, räumt sie ein. Es habe sich aber gelohnt, unabhängig von der Außenwirkung der bundesweit ausgestrahlten Serie, die aller Voraussicht nach positiv sein dürfte: „In der Belegschaft ist ein ganz neues ,Wir-Gefühl‘ entstanden.“

Zur besten Sendezeit

„Die Klinik“ wird an vier Terminen zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr auf Kabel Eins ausgestrahlt. Die Daten stehen noch nicht fest, ein Start im April ist wahrscheinlich. Derzeit wird noch nach einem optimalen Sendetermin gesucht, da das neue und aufwendige Format möglichst gut platziert werden soll.

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