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Hessentag: Alexander Hänel ist auf Abruf zur Stelle

Besondere Vorfreude aufs Landesfest: Für den Bereitschaftsleiter des DRK-Ortsvereins ist der bevorstehende Hessentag in Rüsselsheim eine Reise in die Vergangenheit.
DRK-Bereitschaftsleiter Alexander Hänel opfert für den Hessentag seine Freizeit. Foto: Rüdiger Koslowski DRK-Bereitschaftsleiter Alexander Hänel opfert für den Hessentag seine Freizeit.
Raunheim. 

Bereits zwei Jahrzehnte ist es her: 1994 war Alexander Hänel als junger Rettungssanitäter beim Hessentag in Groß-Gerau. „Das Wetter war gut, es war warm und trocken“, weiß er noch. Er erinnert sich, dass er viele Leute kennenlernte. Als Rettungssanitäter kümmerte er sich um Besucher, die bei der warmen Witterung zu wenig Wasser oder zu viel Alkohol getrunken hatten. Andere hatten Hitzschläge erlitten.

Auch beim Hessentag in Rüsselsheim ist der heute 43-Jährige mit von der Partie. Der Bereitschaftsleiter des DRK-Ortsvereins Raunheim-Kelsterbach befindet sich während der zehn Festtage 24 Stunden in Rufbereitschaft. Hänel hat sich wegen der beiden Wochenenden und des Feiertages nur vier Tage Urlaub für seinen Einsatz beim Hessentag nehmen müssen. Wie andere Aktive auch, die für das DRK bei dem Landesfest in der Nachbarstadt im Einsatz sein werden. Einige andere sind Schichtarbeiter und werden an ihren freien Tagen in der Opelstadt helfen.

Hänel nennt Zahlen: Von den 28 Aktiven des Ortsvereins meldeten sich 14 für den Hessentag. Sie trugen sich für insgesamt 53 Dienste ein und werden insgesamt 443 Stunden leisten. Er weiß, dass beim Hessentag insgesamt 3500 Dienste besetzt werden müssen.

Die Aktiven des Ortsvereins meldeten sich für völlig unterschiedliche Aufgaben und Veranstaltungen. Sie interessieren sich etwa für die Dienste bei Konzerten und Partys. Die Einsatzkräfte können Live-Musik hören und an den Ständen vorbeischlendern,

Mit der Zahl der Freiwilligen des Ortsvereins ist Hänel zufrieden. Er hat zu berücksichtigen, dass das DRK auch für die üblichen Einsätze vor Ort, also im heimischen Raunheim, Personal bereithalten muss. Denn zwischen dem DRK und der Stadt besteht eine Sicherheitsvereinbarung. Wenn die Freiwillige Feuerwehr ausrückt, muss auch das DRK das Martinshorn anschalten, denn es versorgt die Feuerwehrleute im Notfall.

Ein Rettungswagen wird über die zehn Tage beim Hessentag stehen. Der zweite Rettungswagen bleibt für Einsätze vor Ort in Raunheim.

Er wird allerdings auch für mögliche Großschadenslagen benötigt, denn der Ortsverein ist Teil des Katastrophenschutzes Groß-Gerau. Für diese beiden Einsatzszenarien befinden sich während des Hessentages immer zwei Aktive in Rufbereitschaft, die innerhalb von zehn Minuten am Stützpunkt in der Odenwaldstraße sein müssen, um den Rettungswagen besetzen zu können. Hänel selbst rechnet allerdings trotz des erwarteten höheren Verkehrsaufkommens nicht mit mehr Einsätzen im Stadtgebiet. Er weist darauf hin, dass der Hessentag grundsätzlich vom Kreisverband Groß-Gerau abgewickelt wird, dieser sei Auftragnehmer der Stadt Rüsselsheim. Als bekannt war, dass die Nachbarstadt den Hessentag ausrichtet, sei dem Ortsverein aber bereits klar gewesen, dass um Personal gebeten wird.

Kollegen treffen sich

Üblicherweise bitte das Rote Kreuz bei einem Hessentag bei den Ortsvereinen des Bundeslandes um aktive Unterstützung. Einzelne Aktive des Ortsvereins Raunheim-Kelsterbach leisteten denn auch wie Hänel schon bei früheren Hessentagen Dienst und können nun ihre Erfahrung einbringen.

„Die Einsatzkräfte verrichten den Dienst gerne“, sagt Hänel. Zumal die Meldung für den Hessentag auf Freiwilligkeit beruht. Beim Landesfest treffe sich das „Who is Who“ der Einsatzkräfte. Es sei ein Anreiz, Aktive des DRK aus ganz Hessen zu sehen. Hinzu kommt, dass auch die Hilfsdienste Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser und Johanniter-Unfall-Hilfe mit an Bord sind. „Man trifft hier Leute, die man sonst nicht sieht“, betont er.

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