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Rettungsdienst DRK: Alles dreht sich um den Stützpunkt

Die DRK-Ortsvereinigung Raunheim-Kelsterbach freut sich auf den dringend benötigten neuen Stützpunkt. Im vergangenen Jahr waren die Aktiven mehr als 10 000 Stunden im Einsatz.
Sie machen sich gemeinsam stark: Die DRK-Ortsvereinigung Raunheim-Kelsterbach hat jetzt ihre langjährigen fördernden und aktiven Mitglieder geehrt. Foto: Rüdiger Koslowski Sie machen sich gemeinsam stark: Die DRK-Ortsvereinigung Raunheim-Kelsterbach hat jetzt ihre langjährigen fördernden und aktiven Mitglieder geehrt.
Raunheim. 

Der dringende Bedarf für einen neuen Stützpunkt war einmal mehr Thema bei der Jahreshauptversammlung der DRK-Ortsvereinigung Raunheim-Kelsterbach. „Wir sehnen den Tag des Feuerwehrneubaus herbei“, meinte Vorsitzender Volker Drees vor rund 80 Anwesenden im Bürgersaal. Der neue Stützpunkt der Ortsvereinigung des Deutschen Roten Kreuzes der beiden Städte soll auf dem ehemaligen Grundstück der Firma Nittel in der Kelsterbacher Straße im Schlepptau des Neubaus der Feuerwache entstehen. „Der deutliche Bedarf ist weiterhin vorhanden. Unsere Platznot nimmt weiter zu“, betonte Volker Drees.

Hintergrund: Mitglieder werden geehrt

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung hat die Ortsvereinigung langjährige aktive Mitglieder geehrt: Jochen Schmidt leistet seit 20 Jahren, Alexander Hänel und Volker Drees leisten seit 25 Jahren Dienst.

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Der aktuelle Stützpunkt in der Odenwaldstraße ist eine frühere Militärbaracke mit Garage. Drei der vier Fahrzeuge müssen im Freien geparkt werden. Deshalb muss das DRK jetzt auch eines der beiden Rettungsfahrzeug ersetzen. Beide sind seit dem Jahr 2000 im Einsatz und haben Rost angesetzt.

Auch Bereitschaftsleiter Alexander Hänel ging in seinem Bericht auf die Dringlichkeit ein. „Kein warmes Wasser, keine Duschen, keine separaten Umkleiden“, beschrieb er die unhaltbare Situation. Die Gespräche mit der Stadt und der Feuerwehr verliefen aber hervorragend. „Wir freuen uns auf den Tag“, schilderte er die Emotionen der Aktiven.

Neben den 1 152 fördernden Mitgliedern zählt die Ortsvereinigung Raunheim-Kelsterbach 36 aktive Einsatzkräfte. Hinzu kommen weitere 18 Personen als Einsatzreserve. „Die Personalentwicklung ist positiv, dennoch ist auch Luft nach oben“, sagte Alexander Hänel.

Er appellierte wie in der Vergangenheit an die Menschen mit Migrationshintergrund, sich dem DRK anzuschließen. Die Besuche der Ortsvereinigung bei Migrantenvereinen seien bisher aber ohne Erfolg geblieben. „Die Resonanz ist gleich null“, bilanzierte er. Das DRK erfahre bei seinen Werbeaktionen immer wieder, dass das Ehrenamt bei Rettungsdiensten vielen Migranten nicht bekannt sei

Die Einsatzkräfte haben im vergangenen Jahr die Zahl von 10 000 geleisteten Stunden überschritten und kamen auf insgesamt 10 281 Stunden. Alexander Hänel machte darauf aufmerksam, dass viele Stunden bei der Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen geleistet wurden. Einsatzkräfte der Ortsvereinigung waren in Flüchtlingsaufnahmeeinrichtungen in Darmstadt, Biebesheim und Riedstadt und freilich auch in Raunheim im Einsatz. Außerdem schlug der Sanitätsdienst bei der Eröffnung des Gewerbegebietes Airport Garden mit einigen Stunden zu Buche, was in der Form nicht mehr zu erwarten sei.

 

Sanitäter sammeln die meisten Stunden

 

Am zeitintensivsten waren im vergangenen Jahr denn auch die Sanitätsdienste mit 1863 Stunden, gefolgt von den Ausbildungen mit 1485 Stunden und den Einsätzen mit 1236 Stunden. Die Ortsvereinigung bot im vergangenen Jahr vier Blutspendetermine in Kelsterbach sowie drei Blutspenden in Raunheim sowie einem Sondertermin in der Moschee des marokkanischen Freundschaftskreises an, berichtete Olaf Winterstein, der Leiter des Sozialdienstes. Insgesamt gewann das DRK bei den Aktionen die stolze zahl von 583 Blutkonserven.

Fünf Helferinnen leisteten in der Kleiderkammer 360 Stunden und betreuten dort 1208 Personen. Dabei gaben sie 5918 Kleidungsstücke aus. Zusätzlich erhielten Flüchtlinge 1332 Kleidungsstücke.

Raunheims Stadtverordnetenvorsteherin Heike Blaum (SPD) zeigte sich beeindruckt von der Leistung der Ortsvereinigung. „Ich bin überwältigt“, bekundete sie. Den Platz für den neuen Stützpunkt habe sie schon einmal in Augenschein genommen. Mit dem Gelände sei der richtige Standort gefunden worden. Kelsterbachs Vereinsringvorsitzender Thorsten Schreiner sagte, „der „soziale Einsatz sei aller Ehren wert“. Die Ortsvereinigung solle das Werben um neue Mitglieder nicht aufgeben. „Ihr seid ein starker Ortsverein“, lobte auch Sebastian Kannstädter, der Vizepräsident des DRK-Kreisverbandes.

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