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Gerhard und Uta Grammes waren schon fast überall auf der Welt: Asien hat es ihnen am meisten angetan

Grammes’ sind die Globetrotter aus Geinsheim: Das Ehepaar bereist seit mehr als drei Jahrzehnten gemeinsam die Welt. Das hat auch Zuhause Spuren hinterlassen.
Nicht nur der Wegweiser im Garten sorgt bei Grammes’ für Fernweh. Nicht nur der Wegweiser im Garten sorgt bei Grammes’ für Fernweh.
TREBUR. 

Etwas grimmig schaut der schwarze Adler drein. Mehr als hundert Jahre ist die blaue Fahne alt, auf der er prangt. Mittlerweile ziert sie das Wohnzimmer von Gerhard und Uta Grammes in Geinsheim. Utas Großvater brachte sie während des Boxeraufstandes aus China mit, wo er als Schmied im Militär diente.

Diese Gebetsmühlen waren einmal Bierfässer, Bild-Zoom
Diese Gebetsmühlen waren einmal Bierfässer,



„Er hat mir das Reisen in die Wiege gelegt“, sagt sie, als sie vom Sofa aus auf den Bilderrahmen mit der Fahne schaut. Etwas verdeckt wird sie von einer goldenen Buddha-Statue auf der Kommode davor. Daneben befinden sich eine silberne Teekanne, eine kunstvoll gestaltete Figur mit weißem Gesicht, bunte russische Lackfiguren und jede Menge Bilder aus fernen Ländern, auf denen das Licht in allen Farben des Regenbogens leuchtet.

Der Buddha verdeckt die Fahne des Großvaters. Bild-Zoom
Der Buddha verdeckt die Fahne des Großvaters.

Das alles sind Zeugnisse der Reise-Leidenschaft des Ehepaars. Seit 30 Jahren sind Uta und Gerhard verheiratet, seit 32 Jahren sind sie gemeinsam überall auf der Welt unterwegs. Besonders gen Osten hat es sie immer wieder gezogen. „Asien ist unser Spezialthema“, erzählt Uta. „Wir sind fasziniert von der Art der Menschen, die oft in relativer Armut leben und trotzdem unglaublich gastfreundlich sind“, ergänzt Gerhard. Er war früher beruflich viel in Japan unterwegs. Bald nahm er seine Frau mit. Als die beiden zurückkehrten, gestalteten sie auch den heimischen Garten im fernöstlichen Stil. Aus alten Bierfässern fertigte Gerhard etwa buddhistische Gebetsmühlen an. Was den Buddhismus angeht, ist das Ehepaar sehr aufgeschlossen – sie interessieren sich für den Dalai Lama und die Geschichte Tibets.

Während des Sonnenuntergangs glänzt der goldene Felsen in Myanmar besonders eindrucksvoll. Bild-Zoom Foto: Picasa
Während des Sonnenuntergangs glänzt der goldene Felsen in Myanmar besonders eindrucksvoll.

Der Kontakt mit den Einheimischen ist ihnen beim Reisen besonders wichtig. „Nicht nur im Hotel sein, sondern landestypische Unterkünfte suchen. Essen in den Garküchen, das sorgt für eine andere Atmosphäre“, berichtet Gerhard. Übernachtet haben sie schon spektakulär: in einer Jurte in der Steppe der Mongolei und im Zelt in der Salzwüste des Omans. Ein Höhepunkt aus jüngerer Zeit ist der Goldene Felsen, den sie in Myanmar sahen.

Auf eigene Faust sind sie aber nicht unterwegs. Sie setzen auf organisierte Abenteuer-Reisen. So können sie in kurzer Zeit viel sehen. „Das ist ein guter Kompromiss zwischen selbst organisierten Reisen und Massentourismus“, meint Gerhard.

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