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Tag des offenen Trainings: Beim Sportbund kann jeder durchstarten

Beim Tag des offenen Trainings können Menschen jeder Nation und Herkunft verschiedene Sportarten ausprobieren. Echo-Mitarbeiter Rüdiger Koslowski hat sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.
Echo-Reporter Rüdiger Koslowski beim 50-Meter-Sprint nur knapp vor seinen Töchtern Hannah (links) und Clara (dritte von links) sowie Leonie. Foto: Rüdiger Koslowski Echo-Reporter Rüdiger Koslowski beim 50-Meter-Sprint nur knapp vor seinen Töchtern Hannah (links) und Clara (dritte von links) sowie Leonie.
Rüsselsheim. 

Das Wetter ist wie bestellt für einen Tag des offenen Trainings der Stadt und des Sportbundes Rüsselsheim – weder zu nass noch zu heiß. Kein Problem also, mit dem Fahrrad hinaus an die Stockstraße zum Sportgelände des Ausrichters TV Königstädten zu fahren. Idealerweise mit dem Fahrrad, beim Radeln wird der Körper schon mal ein bisschen auf Betriebstemperatur gebracht.

Viel Zuspruch ernten die Discgolfer. Bild-Zoom Foto: Rüdiger Koslowski
Viel Zuspruch ernten die Discgolfer.

Auf dem großräumigen Vereinsgelände bieten die unterstützenden Vereine am zweiten Tag des offenen Trainings eine ganze Palette verschiedenster Sportarten an: Boule, Discgolf, Tischtennis, Fußball, Gymnastik, Handball, Leichtathletik, Tennis, Beachtennis und Beachvolleyball – auch ein Sportmuffel müsste da etwas finden. Ich hatte vor ein paar Tagen mal wieder eine Frisbeescheibe in der Hand, drei-, viermal geworfen, das war’s schon wieder. Discgolf reizt mich deshalb schon beim Lesen der Einladung.

Wurftechnik üben

Markus Wissel vom SV Scheibensucher erklärt mir und meinen beiden Töchtern Hannah und Clara die Wurftechnik und die Regeln. Diese Sportheit vereint Kraft und Technik. Zum Üben werfen wir die Scheibe aus drei Meter Entfernung in den mit Ketten versehenen Fangkorb. „Wenn man trifft, rasselt es schön, wenn nicht, hört man nichts“, erklärt Wissel schmunzelnd. Die ersten Versuche klappen schon ganz gut.

Gymnastik zum Mitmachen mit dem TV Königstädten. Bild-Zoom Foto: Rüdiger Koslowski
Gymnastik zum Mitmachen mit dem TV Königstädten.

Dann geht es auf den Rundkurs. Sich an die 20 bis 30 Meter entfernten Körbe heranzutasten, ist gar nicht so einfach. Wissel wirft ein Ass, ein Treffer mit dem ersten Wurf. Das ist auch für die Aktiven eine hervorragende Leistung. Die Raunheimer Discgolfer treffen sich immer sonntags ab 9 Uhr im Ostpark zum Trainieren.

Hannah hat einen flotten Auftritt mit der Tanzgruppe „Crazy Steps“ vom TV Königstädten auf die Bühne gelegt. Sie und ihre Mutter Ramona Wiedemann probieren nun ebenfalls Discgolf aus. Ganz ungewohnt ist für sie die Sportart nicht, denn sie werfen ab und an zu Hause ihrem Hund eine Frisbee zu. „Das ist eine ganz andere Bewegung“, sagt Ramona Wiedemann, die von dem Sport angetan ist.

Springen und Fliegen

Beim Hochsprung mit einer Kastengruppe als Absprunghilfe machen meine beiden Mädchen eindeutig eine bessere Figur als ich. Über zwei Kästen zu laufen, von dort über ein Seil zu springen und mit beiden Beinen nach vorne auf der Matte zu landen, überfordert meine Motorik. Fritz Schäfer von der Leichtathletikabteilung des TV Königstädten leitet die Teilnehmer an. „Das ist hier die langsame Variante, so dass man mal ein bisschen fliegt“, sagt er lachend.

Die nächste Station weckt Urlaubsgefühle: Beachtennis mit Helge Langer von der Tennisabteilung des TV. Der Ball wird fast ausschließlich volley gespielt, denn aus dem Sand springt er nur schlecht zurück. Das Schlagen mit dem Kunststoffschläger übers Netz ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Zuletzt wage ich mit meinen Töchtern den 50-Meter-Lauf. Meine Älteste hat inzwischen ihre Freundin Leonie getroffen, die mitlaufen möchte. Zu Viert starten wir durch. Nach der Hälfte der Strecke krampfen die Muskeln in den Oberschenkeln. Die Jugendlichen haben damit keine Probleme. Die 14 Jahre alte Leonie findet das Sportfest richtig gut, denn „hier kann man andere Sportarten ausprobieren“. Das ist auch die Absicht der Vereine. Die Aktion soll für für sie werben, erklärt der Vorsitzende Erhard Greulach. Immerhin sind über den Nachmittag rund 250 auf dem Platz.

Unter dem Motto „Integration durch Sport“ versuchen sie, nicht nur Einheimische, sondern auch Geflüchtete wie Hamse Bittar und seine Frau Suhr aus Syrien zu erreichen. Die beiden bevorzugen die leichtathletischen Disziplinen – genießen aber auch die nette Gesellschaft. „Die Leute sind nett zu einem, egal aus welchem Land man kommt oder was für eine Hautfarbe man hat“, sagt Hamse Bittar. Sein Sohn Badr spielt bei der Alemannia Königstädten Fußball. Auch der Elfjährige freut sich über die vielen Leute auf dem Platz.

 

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