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Probleme mit der Post: Briefe und Rechnungen verschwinden

Die Nauheimer sind erzürnt: Ihre Post kommt nicht oder verspätet an, und auch Rechnungen und wichtige Dokumente brauchen Wochen, um den Weg zum Empfänger zu finden.
Wo liegen die Briefe? Dass die Post im Einkaufszentrum Waldstraße auch mal geschlossen ist, hat nichts mit der verspäteten Zustellung zu tun, über die sich Bürger beschweren. Foto: Rainer Beutel Wo liegen die Briefe? Dass die Post im Einkaufszentrum Waldstraße auch mal geschlossen ist, hat nichts mit der verspäteten Zustellung zu tun, über die sich Bürger beschweren.
Nauheim. 

Seit mehr als einem Monat häufen sich in Nauheim die Beschwerden über die Briefzustellung der Post. Zahlreiche Bürger beklagen sich über den schlechten Service.

Schon am 11. Dezember hatte Karl-Heinz Traum auf das Dilemma hingewiesen, die Probleme halten aber weiterhin an. Traum stellte fest, dass ihm seit Mitte November keine Briefpost mehr zugestellt worden war. Diese sei aber nachweislich ver- sendet worden.

Sein Hinweis wurde in einem sozialen Netzwerk etliche Male verbreitet und kommentiert. Auch viele andere Bürger bezeugen verspätete oder sogar ausbleibende Zustellungen. Ein Mann erfuhr von der Post, dass der „normale“ Zusteller im Urlaub sei. Die Leistung des Vertreters beurteilte der Bürger als „Katastrophe“.

Gaby Karell, Frau des Gemeindevertreters Wolfgang Karell aus der Straße Unter der Muschel, schilderte, dass sie am 9. Dezember „einen ganzen Stapel Post im Briefkasten“ gehabt habe, darunter auch Sendungen, die sie bereits seit Mitte November vermisst hatte. Als besonders ärgerlich empfinden es die Bürger, dass sie Termine verpassten. Bei den Karells war es beispielsweise die Rückmeldung beim Stromableser.

Karl-Heinz Traum erhielt vor Weihnachten Briefe, die in der ersten Dezemberwoche aufgegeben worden waren, wie er betonte. Die Novemberpost war ihm bis dahin immer noch nicht zugestellt worden. Immerhin erhielt er am 17. Dezember einen Brief, der am Tag zuvor abgeschickt worden war. Eine andere Nachricht habe es, wie Karl-Heinz Traum sagte, ebenfalls innerhalb eines Tages bis zu seiner Adresse in der Weingartenstraße geschafft. Dank eines privaten Zustellers, wie er hinzufügte.

 

Keine Erklärung

 

Derweil erhielt Traum aufgrund seiner Beschwerde („Es reicht jetzt“) von der Post die Nachricht, dass „der Kundenservice Rücksprache gehalten“ habe und hoffe, dass sich die Situation nun bessere. Die gleiche Auskunft hatte Mitte Dezember auch das ECHO auf Anfrage erhalten. Eine Erklärung, warum es zu Verzögerungen gekommen war, gab es nicht.

Zum Guten verändert hat sich aber offenbar noch nichts, zumindest trafen anschließend weitere Beschwerden ein. Gemeindevertreterin Ursula Ackley informierte, dass sie kurz vor Weihnachten Post aus Amerika erhalten habe, die im Oktober abgeschickt worden war. An der US-Post habe die rund zwei Monate dauernde Zustellung nicht gelegen, brachte sie in Erfahrung.

Bestätigt wurden die Probleme von Geschäftsfrau Brigitte Daum. In ihrem Geschäft in der Kirchstraße waren am 28. Dezember Briefe mit dem Stempel vom 2. Dezember abgegeben worden. Darunter Rechnungen, bei denen die Skonto-Frist inzwischen abgelaufen war. Auch wichtige Versicherungsangelegenheiten seien den Daums dadurch zu spät zugegangen.

Brigitte Daum erkundigte sich nach „ähnlichen Vorfällen“. Die gibt es in Nauheim tatsächlich seit geraumer Zeit. Ein Mann aus der Bahnhofstraße hatte 2014 seine Probleme mit der Post gleich mehrfach bekannt gemacht. Mal erklärte die zuständige Pressestelle der Post die Verzögerungen mit Urlaubsvertretungen, mal mit einer Umstellung: Briefe werden mit dem Auto anstelle der früher üblichen Briefträger zugestellt, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs waren, wie es im Nachbarort Königstädten immer noch üblich ist.

 

Service wird kontrolliert

 

Der neueste Fall, der bekannt wurde, ist wenige Tage alt. Eine Frau berichtet, dass sie am 3. Januar ihre Weihnachtspost bekommen habe – datiert für die Zeit zwischen dem 4. und 8. Dezember. Die Bürgerin wunderte sich, dass ihre Briefe ständig bei Nachbarn landeten, obwohl ihre Familie „seit Urzeiten am selben Fleck“ wohne. Ähnlich sei das auch bei anderen Nauheimern, war zu erfahren, unter anderem in der Schiller- und der Waldstraße. Von der Post heißt es entschuldigend, dass so etwas nicht passieren dürfe und der Service kontrolliert und verbessert werde.

Wer sich über den Service beschweren will, kann sich bei der Post per E-Mail an kundenservice@deutschepost.de oder per Brief an Deutsche PostAG Kundenservice, 53247 Bonn, wenden.

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