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Bürgermeister dementiert Gerüchte

In der Kreisstadt geht unter anderem das Gerücht um, Flüchtlinge hätten sich in einem Supermarkt bedient und gesagt, die Bundeskanzlerin werde das schon zahlen. Bürgermeister Stefan Sauer dementierte den Vorfall.

Gross-Gerau. Es ist wie eine Vorlage für den Zeichner Paul A. Weber, der das „Gerücht“ als Monster mit 1000 Ohren zu Papier gebracht hat: Bürgermeister Stefan Sauer (CDU) sah sich in der vergangenen Sitzung der Stadtverordneten veranlasst, zu Lügenparolen Stellung zu nehmen, die sich – wie könnte es anders sein – mit Flüchtlingen befassen.

„Da wird behauptet“, so Stefan Sauer, „eine Gruppe von Flüchtlingen habe in einem Supermarkt im Helvetia-Park ihre Einkaufswagen vollgeladen“ und dann an der Kasse erklärt: „Das bezahlt Frau Merkel.“ Nach langem Hin und Her sei die Polizei erschienen, die sich aber nicht für zuständig erklärt habe. Schließlich sei er, der Bürgermeister, gerufen worden, der die Rechnung bezahlt habe. Ob aus Steuergeld oder der eigenen Tasche, darüber gingen dann die Meinungen auseinander.

„Alles Quatsch“, sagte Sauer vor dem Parlament. Das sei ein ebenso bösartiges Gerücht wie die vielen Lügenparolen, die im Netz über Flüchtlinge und deren Verhalten verbreitet würden. Was aber nichts daran ändere, dass sich die Geschichten hartnäckig hielten und eifrig weiter verbreitet würden. Im übrigen könnten seine Amtskollegen im Kreis von ähnlichen Latrinenparolen berichten.

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