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Land fördert Sanierung mit 300.000 Euro: Darum wird Fluglärm in der WfB-Kita keine Rolle mehr spielen

Frisch saniert soll es in der WfB-Kita an der Elsa-Brandström-Allee in Zukunft deutlich leiser zugehen – zumindest, was den Lärm der Flugzeuge angeht. Dafür hat das Land ordentlich in die Tasche gegriffen.
Die Kita-Kinder haben für die Feierstunde nach den Umbauarbeiten geübt und ein Lied einstudiert. Foto: Susanne Rapp Die Kita-Kinder haben für die Feierstunde nach den Umbauarbeiten geübt und ein Lied einstudiert.
Königstädten.. 

1981 wurde das Gebäude der integrativen Kindertagesstätte der Werkstätten für Behinderte (WfB) an der Elsa-Brändström-Allee als Sonderkindertagesstätte eingeweiht. Seither ist die Belastung durch Fluglärm gestiegen, so dass das Gebäude nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprach.

Mit Mitteln aus dem Regionalfond konnte jetzt eine Schallschutzsanierung durchgeführt werden. Neue Fenster und Eingangstüren, sowie Schallschutzelemente an den Decken schützen die 60 Kinder der integrativen Kindertagesstätte nun vor Fluglärm. Insgesamt hat die Maßnahme rund 365 000 Euro gekostet. Den Schallschutz im Umfeld des Frankfurter Flughafens hat das Land mit 300 000 Euro gefördert. Einen weiteren Teilbetrag übernahm die Stadt Rüsselsheim als Hauptkostenträger für den Betrieb der Kindertagesstätte, so dass noch ein Eigenanteil von 30 000 Euro für den Verein „Werkstätten für Behinderte Rhein-Main“ zu tragen bleibt.

Hilfe von Fraport

Die Fraport erstellte auf eigene Kosten die schalltechnische Objektbeurteilung nach den gesetzlichen Anforderungen und leistete Unterstützung bei der Planung nach dem Regionalfondsgesetz, erklärte Renate Meixner Römer (SPD), Vorsitzende des WfB-Aufsichtsrates, in einer Ansprache.

Wie die Verkehrslärmstudie NORA gezeigt hätte, wirke sich Lärm negativ auf das Lernen und das Wohlfühlen aus, so der hessische Wirtschaft- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), der als besonderer Gast zu der Feier eingeladen war.

Im Kampf um die Lärmreduzierung sei der aktive Schallschutz besonders wichtig. Dabei gehe es darum, Lärm am Flugzeug gar nicht erst entstehen zu lassen. Für das Förderprogramm des passiven Schallschutzes stünden zwölf Millionen Euro zur Verfügung, von denen nun 300 000 Euro in die Maßnahmen in der Kita geflossen sind. Derzeit werde daran gearbeitet, so der Wirtschafts- und Verkehrsminister, dass der Regionalfond fortgeführt werde.

Die Investition in die WfB-Kita sei eine gute Entscheidung gewesen, da es nun dort leiser sei. Dies beziehe sich jedoch nicht auf den Lärm, den die Kinder selbst verursachen. Doch heiße es ja „Kinderlärm ist Zukunftsmusik“, so Al-Wazir. Auch die Kinder der Einrichtung trugen zu der Feier bei, indem sie ein Hausbaugedicht aufsagten und das Lied „Wer will fleißige Handwerker sehen“ sangen.

Rüsselsheims Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) sagte, es sei schön gewesen zu den WfB zu fahren, und bezog dies auf die ebenfalls umgebaute Elsa-Brändström-Allee, die nun deutlich breiter und besser zu befahren sei. „Bei Gegenverkehr muss man nicht mehr in die Büsche ausweichen.“ Der Regionalfond sei für Rüsselsheim sehr wichtig. Gerade der Ortsteil Königstädten leide unter der Südumfliegung. Eine Festsetzung der Lärmobergrenze werde für die gesamte Region ein Erfolg werden.

Knapper Zeitplan

Hans Birli von der Bauleitung begründete die Schallschutzmaßnahmen damit, dass der Standort der Kita in der Tagesschutzzone 1 liege. Im Dezember sei der Förderantrag eingereicht und im Februar genehmigt worden. Erschrocken sei er über die eng bemessene Zeit für die Realisierung der Planungen gewesen. Alles sollte innerhalb von drei Wochen – in den Ferien – über die Bühne gehen. Es habe geklappt. Nach 17 Tagen waren die Baumaßnahmen beendet. Türen und Fenster wurden ausgetauscht, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückwirkung eingebaut und die Decken mit Schallschutz und Akustikplatten bestückt. Nicht eingeplant gewesen sei jedoch ein Wasserschaden, der zu Verzögerungen führte.

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