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Geburtshilfe: Das GPR-Klinikum nimmt neue Wehenschreiber für den Kreißsaal in Betrieb

Immer mehr Kinder erblicken im GPR-Klinikum das Licht der Welt. Damit Mutter und Kind bei der Geburt optimal versorgt sind, hat das Klinikum zwei neue Wehenschreiber angeschafft.
Alles unter Kontrolle: Katja Frank, leitende Hebamme im GPR-Klinikum, untersucht die werdende Mutter Katarina Thurau mit einem der neuen Wehenschreiber. Alles unter Kontrolle: Katja Frank, leitende Hebamme im GPR-Klinikum, untersucht die werdende Mutter Katarina Thurau mit einem der neuen Wehenschreiber.

Um bei den steigenden Neugeborenenzahlen im GPR Klinikum eine möglichst optimale Vorsorge für Mutter und Kind zu gewährleisten, hat die Frauenklinik unter der Leitung von Professor Dr. Eric Steiner für den Kreißsaal zwei Wehenschreiber (Kardiotokografie-Geräte oder kurz CTG genannt) der neuesten Generation angeschafft.

Bei nahezu jeder Schwangeren werde häufig etwa ab der 30. Schwangerschaftswoche ein CTG geschrieben, berichtet das GPR-Gesundheitszentrum. Dabei handele es sich um eine Standarduntersuchung während der Schwangerschaft. Gleichzeitig würden die Herztöne des Kindes und die Wehentätigkeit der Mutter gemessen werden, um festzustellen, ob das Herz des Kindes möglicherweise etwas zu schnell oder langsam schlägt und wie das Kind auf Wehen reagiert. So kann sichergestellt werden, dass das Baby permanent gut mit Sauerstoff versorgt ist.

Auf Tuchfühlung

Bei einem CTG legt die Hebamme der Schwangeren einen Bauchgurt mit zwei Messfühlern um. Die beiden Messfühler unter dem Gurt werden lediglich von außen auf die Haut gelegt. Einer der Sensoren zeichnet mit Hilfe von Ultraschallsignalen die Herzfrequenz des Kindes auf; der andere Messfühler reagiert auf unterschiedliche Spannungen der Bauchdecke und erfasst so mögliche Wehen. Beide Messfühler sind mit einem Computer verbunden, der die Daten aufbereitet und in Form zweier Messkurven auf einen Papierstreifen druckt. „Neben zahlreichen weiteren technischen Verbesserungen bieten die modernen CTG-Geräte des GPR-Klinikums die Möglichkeit, die aufgezeichneten Herztöne und Wehen per Funk an den Wehenschreiber zu senden“, erläutert Katja Frank, die leitende Hebamme des Kreißsaales, einen entscheidenden Vorzug des neuen Gerätes. „Dies bietet den Vorteil, dass sich die werdende Mutter während der CTG-Aufzeichnung frei bewegen kann.“

Nach der aktuellen Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe sollte ein CTG mindestens 30 Minuten dauern, damit festgestellt werden kann, ob alle CTG-Werte normal sind. Sollten sich dabei allerdings auffällige Werte zeigen, verlängert sich die Dauer der Messung auf bis zu 60 Minuten.

„Das GPR Klinikum investiert jährlich mehr als zwei Millionen Euro in die Verbesserung der medizinischen Infrastruktur und sorgt damit für eine stetige Weiterentwicklung der Versorgung“, berichtet Achim Neyer, Geschäftsführer des GPR-Gesundheits- und Pflegezentrums Rüsselsheim. „Wir haben in den vergangenen Jahren erheblich in die qualitative Entwicklung investiert und können hier im GPR Klinikum eine belegbar hohe Qualität anbieten.“

Im GPR-Klinikum kommen jährlich etwa 1200 Kinder zur Welt, womit es zu den größeren geburtshilflichen Zentren in Deutschland gehört. Während die Medizin bei unauffälliger Schwangerschaft und Geburt gerne in den Hintergrund tritt, könne das GPR-Klinikum im Falle von unvorhergesehenen Komplikationen die größtmögliche Sicherheit für Mutter und Kind gewährleisten, da ständig alle dann benötigten ärztlichen Spezialisten im Haus zur Verfügung stünden.

Kurze Wege helfen

Das MutterKindZentrum im GPR-Klinikum habe die Idee einer „Wand-an-Wand-Lösung“ konsequent umgesetzt. Tatsächlich trennt nur eine Wand den Kreißsaal von der Kinderklinik mit ihrer Intensivstation. Durch die kurzen Wege bestehe auch bei Komplikationen höchste Sicherheit für Mutter und Kind während und nach der Geburt. Durch die ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besteht im MutterKindZentrum zwischen der Entbindungsstation und der angrenzenden Kinderklinik eine intensive Zusammenarbeit. Der perinatale Schwerpunkt des Geburtszentrums mit angeschlossener Intensivstation ermögliche überdies eine engmaschigen Überwachung und Betreuung sowohl der Mütter während einer Risikoschwangerschaft als auch der Neugeborenen. Das gewährleiste eine zeitnahe und optimale Betreuung in allen (Notfall-)Situationen. Zudem erfülle das MutterKindZentrum die Anforderungen eines perinatalen Schwerpunkts für eine optimale neonatologische Versorgung. red

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