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Leidenschaft für Lastwagen: Das Lenkrad fest im Griff

Patrick Pöhlmann aus Raunheim macht beim Städteservice Raunheim/Rüsselsheim eine Ausbildung als Berufskraftfahrer. Jedes Jahr gibt es dort einen Platz für einen neuen Azubi.
Die Begeisterung für Lastwagen liegt in der Familie. Bilder > Foto: Städteservice Die Begeisterung für Lastwagen liegt in der Familie.
Raunheim/Rüsselsheim. 

Ein letzter Blick in den Rückspiegel, Patrick Pöhlmann ist zufrieden: Zentimetergenau hat der junge Mann den tonnenschweren Dreiachs-Abrollkipper auf dem Wertstoffhof des Städteservices in Position gebracht. Gleich wird er eine der großen Sammelmulden aufladen und zur Abfallverarbeitungsanlage bringen. Für den 18 Jahre alten Raunheimer gehört der Umgang mit dem orange lackierten Schwergewicht zum Lehrinhalt seiner Ausbildung zum Berufskraftfahrer beim Städteservice Raunheim/Rüsselsheim. Er ist im zweiten Lehrjahr und hat gerade seine Zwischenprüfung absolviert.

Der Städteservice hat das Ziel, jährlich einen Auszubildenden für diesen Beruf einzustellen. „Denn qualifizierte Berufskraftfahrer werden wirklich gebraucht“, sagt Tanja Kilp, Bereichsleiterin Logistik beim Städteservice. Betriebliche Fahrten mit einem Nutzfahrzeug über 7,5 Tonnen darf heute nur noch derjenige ausführen, der die entsprechende fachliche Qualifikation besitzt. Im Führerschein steht dafür die „harmonisierte Schlüsselzahl 95“, ein europaweit geltender Code. Besonders streng geworden seien die Anforderungen an Berufskraftfahrer seit dem Jahr 2014, so der Städteservice.

 

Sein Opa nahm ihn im Autotransporter mit

 

Da hatte Patrick Pöhlmann die Begeisterung für Lastwagen längst angesteckt. „Als Kind hat mich immer wieder mal mein Opa mitgenommen, der Autotransporter gefahren hat“, berichtet der junge Mann. Selbst ans Steuer darf er erst, seit er den Lastwagen-Führerschein absolvierte, was als Berufskraftfahrer-Azubi mit 18 Jahren möglich ist. Praxiserfahrung rund um die Flotte des Städteservices sammelte er vorher schon: „Zum Anfang der Ausbildung habe ich in unserer betriebseigenen Kraftfahrzeugwerkstatt mitgearbeitet. Es war unglaublich spannend, was für eine komplizierte Technik zum Beispiel ein Müllsammelfahrzeug hat“, sagt Pöhlmann.

Die Ausbildung stellt große Anforderungen an die jungen Menschen, bietet aber auch große Chancen, sagt Tanja Kilp. Berufskraftfahrer seien nicht nur begehrt am Arbeitsmarkt, sondern hätten die Möglichkeit, sich weiterzuqualifizieren – etwa zum Kraftverkehrsmeister oder über eine verkürzte Ausbildung zum Speditionskaufmann. Zur Berufsschule fährt Patrick Pöhlmann in den Rheingau nach Geisenheim. Dort werden im Blockunterricht verschiedene Inhalte von der Kostenrechnung über Umweltschutz bis zu den rechtlichen Rahmenbedingungen des Berufs und Umgang mit den Kunden gelernt – reichlich Stoff also.

Angst vor den Prüfungen brauche man trotzdem nicht zu haben, sagt der angehende Berufskraftfahrer: „Es kommt eben darauf an, wie gut und sorgfältig man sich vorbereitet.“ Anspruchsvoll sind auch die praktischen Prüfungen. Denn die Azubis müssen nach der Lehre beweisen, dass sie Schwergewichte bis zum Sattelzug perfekt im Griff haben. Da gilt es dann schon einmal, samt Anhänger einen Rückwärtsparcours um Warnhütchen herum zu fahren.

Nach absolvierter Ausbildung kann sich der junge Raunheimer gut vorstellen, beim Städteservice zu bleiben. Möglichkeiten für Berufskraftfahrer gibt es hier jedenfalls genug: Mehr als 40 schwere Nutzfahrzeuge gehören zum Fuhrpark des Betriebs. Ihre Aufgaben reichen vom Straßendienst über Abfallsammlung bis zu Kanalservice und Grünpflege. red

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