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Medizin: Das Rüsselsheimer GPR-Klinikum verringert Defizit kräftig

Von Das GPR-Klinikum ist zwar finanziell nicht auf Rosen gebettet, steht aber doch deutlich besser da als in früheren Jahren. Wie das gelungen ist, haben die Verantwortlichen jetzt erklärt.
Das GPR-Klinikum konnte sein Defizit im vergangenen Jahr deutlich verringern, die Herausforderungen bleiben aber dennoch groß. Foto: Maik Reuß Das GPR-Klinikum konnte sein Defizit im vergangenen Jahr deutlich verringern, die Herausforderungen bleiben aber dennoch groß.
Rüsselsheim. 

Die GPR-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem Defizit von 1,87 Millionen Euro abgeschlossen. Das berichteten jetzt Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Dennis Grieser (Grüne), Geschäftsführer Achim Neyer sowie dessen Stellvertreter Stefan Keller. Das Klinikum habe sich trotz des neuerlichen Defizits positiv entwickelt, betonten Grieser, Neyer und Keller. So sei es trotz der bundesweit immer noch schwierigen Finanzierungslage von Krankenhäusern gelungen, das Defizit aus dem Vorjahr drastisch zu senken. 2015 habe das Minus noch bei rund 3,8 Millionen Euro gelegen. Auch positive Entwicklungen in den ersten Monaten diesen Jahres tragen zum positiven Stimmungsbild bei.

Im vergangenen Jahr konnte das GPR-Klinikum erneut einen neuen Höchstwert bei der Zahl der behandelten Patienten erzielen. Deren Zahl konnte um 2,4 Prozent gesteigert werden und liegt nach den Zahlen des Hauses jetzt bei 27 854. Zudem seien nahezu 80 000 Bürger zur ambulanten Behandlung in das Haus gekommen.

Als hohe Hürden auf dem Weg zu einer schwarzen Null sieht die Geschäftsführung des Krankenhauses etwa „fehlende Kompensationen der Tarifkosten für die Mitarbeiter an.“ Auch die Notfallpauschale, die für Behandlungen in der Notaufnahme bezahlt werde, decke noch immer nicht die entstehenden Kosten ab.

Obwohl das Krankenhaus auch weiterhin rote Zahlen schreibt, wird die Bilanz die Stadt Rüsselsheim nicht belasten. Aufgrund von Abschreibungen und Fördermitteln des Landes im Rahmen der dualen Krankenhausfinanzierung, werde ein positives Kassenergebnis erzielt. Erstmals seit einigen Jahren sei es sogar gelungen, Risikorückstellungen zu bilden.

„Intensive Maßnahmen“

Dass es trotz der schwierigen rechtlichen Bedingungen gelungen ist, das Jahresdefizit zu verringern, begründet Neyer mit einer Straffung der Organisationsabläufe. „Wir haben intensive Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu verbessern“, sagt der Geschäftsführer. So sei es mittels neuer Operationstechniken und schnellerer Arbeitsabläufe in der Diagnostik gelungen, die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus zu senken. 2015 lag diese im Durchschnitt bei 5,71 Tagen, im vergangenen Jahr waren es noch 5,5 Tage. Allgemein liege der Durchschnitt bei 7,4 Tagen. „So konnten wir mehr Patienten behandeln. Unser Ziel ist es, dass die Menschen tatsächlich nur so lange im Krankenhaus sind, wie es sein muss“, sagt Neyer.

Künftig will das Klinikum weiter investieren, um seine Attraktivität zu steigern und noch effizienter arbeiten zu können. Etwa 500 000 Euro sollen etwa in die Modernisierung der IT-Infrastruktur gesteckt werden. Geplant ist für das kommende Jahr auch ein Umzug der Kinderstation. Zudem steht eine Modernisierung des OP-Bereichs sowie die Anschaffung neuer Medizingeräte an. Auch die „fachlich wünschenswerte Palliativstation ist ein Ziel.“

Trotz aller Effizienzsteigerungen sei es gelungen, die medizinische Qualität am Klinikum zu verbessern, weshalb das Krankenhaus nun auch eine neue Transparenz-Offensive starten will. Im Internet soll künftig etwa abgerufen werden können, wie hoch der prozentuale Wert etwa von Komplikationen nach einer Gallenblasenoperation oder die Sterblichkeit nach einem akuten Herzinfarkt ist.

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