Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... 12°C

Kritik und Debatten: Der Marktplatz-Zoff in Rüsselsheim geht weiter

Von Gerade erst umgebaut, werden die Rüsselsheimer mit dem neuen Marktplatz noch immer nicht warm. Doch die Probleme gehen tiefer. Steht ein erneuter Umbau an?
Seit der Marktplatz im Winter vergangenen Jahres freigegeben wurde, steht die Gestaltung in der Kritik. Foto: Göckes Seit der Marktplatz im Winter vergangenen Jahres freigegeben wurde, steht die Gestaltung in der Kritik.
Rüsselsheim. 

Bleibt er, wie er ist? Oder nimmt die Stadt doch noch einmal Geld in die Hand und gestaltet den Rüsselsheimer Marktplatz um – erneut? Beide Varianten scheinen nach der jüngsten Debatte im Planungs- und Bauausschuss denkbar. Diese entzündete sich an einem Bericht an die Stadtverordneten, in dem die verschiedenen Möglichkeiten zur abermaligen Umgestaltung des Platzes aufgelistet und grob mit Kostenschätzungen versehen sind. Das Positive: Es gibt diverse Ansätze, wie die umstrittene Platzgestaltung gerettet werden könnte. Das Negative: Sie allesamt kämen die Stadt teuer zu stehen. Mehrere Hunderttausend Euro bis zu einem Millionenbetrag wären wohl in jedem Fall fällig.

Kommentar

Die Debatte rund um den Marktplatz könnte direkt aus Schilda stammen. Erst wird um einen Kompromiss zur Gestaltung gerungen, dann kräftig investiert.

clearing

Gestellt hatten den Antrag, auf dem der Bericht nun basiert, die Grünen. Fraktionschefin Maria Schmitz-Henkes erklärte, ihre Fraktion habe grundsätzlich klären wollen, was noch möglich sei. „Dass die jetzige Gestaltung keine Lösung für die nächsten 30 Jahre ist, ist für uns klar. Sie lässt deutliche Wünsche offen.“ Die Mehrheit der Stadtverordneten im Ausschuss sieht den Platz zwar kritisch, so richtig wollen aber die wenigsten bislang konkrete Forderungen nach erneuten Umbauarbeiten stellen. Und einige sehen auch einfach keine Notwendigkeit, noch einmal Hand an die Gestaltung zu legen. „Ich finde die wassergebundene Decke gut, so wie sie ist. Die Kritik empfinde ich als übertrieben und die Probleme werden sich mit der Zeit geben“, meint Karl-Heinz Schneckenberger (Linke/Liste Solidarität).

Keine ästhetische Frage

Dass es in der Debatte um die erneute Umgestaltung nicht alleine um ästhetische Fragen geht, machte der CDU-Stadtverordnete und Landwirt Werner Stahl deutlich. Er berichtete von den Erfahrungen der Marktbeschicker und warnte eindringlich davor, den Platz so zu lassen, wie er aktuell ist. „Die Gestaltung war von Anfang an ein Fehler. Es gibt jetzt schon Probleme für die Marktbeschicker durch den Staub und Dreck. Und diese Probleme, etwa mit der Lebensmittelüberwachung, werden noch größer werden“, sagte Stahl. Für die Funktion als Marktplatz sei das Areal in seiner derzeitigen Gestalt ungeeignet. „Auch unter hygienischen Gesichtspunkten.“ Stahls Folgerung: Über kurz oder lang muss eine andere Lösung her.“

Auf einem gutem Weg

Wie während der Debatte bekannt wurde, sollen bereits zwei Marktbeschicker dem Standort den Rücken gekehrt haben. Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) sieht den Markt dennoch auf einem guten Weg. „Insgesamt entwickelt er sich positiv.“

Steine, Splitt oder Wurzelbrücken?

Drei Möglichkeiten zur Umgestaltung des Platzes werden im Bericht an die Stadtverordneten angesprochen: der Einsatz von Betonsteinen auch auf der bislang geschotterten Fläche, eine mit Kunstharz

clearing

Weitere Proteste der Marktbeschicker kündigte Stahl für den Fall an, dass die drei bislang fehlenden Bäume noch in diesem Herbst auf dem Platz gepflanzt werden. Er kündigte einen Antrag der CDU-Fraktion an, die Baumpflanzung zu verschieben, um nun keine weiteren Fakten zu schaffen. Wie Frank Kohmann, Leiter des Fachbereichs Planung erklärte, seien die drei Bäume bereits ausgesucht und bestellt worden. Ändern die Stadtverordneten nicht ihre bisherigen Beschlüsse, werden die Bäume in diesem Herbst gepflanzt.

Mehr aus Rüsselsheim

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse