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Umwelttag: Die Stratmanns packen wieder mit an

100 Freiwillige haben beim Tag der sauberen Umwelt die Gemarkung von Müll befreit. Einige packten zum wiederholten Mal an, wie etwa Marei Stratmann mit ihren Kindern.
Die Stratmanns packen mit an. Die Stratmanns packen mit an.
NAUHEIM. 

Die meisten Helfer stellen bei der Putzaktion Grundschule und Feuerwehr. Erst- bis Viertklässler sind am Samstagmorgen am Bauhof daher reihenweise anzutreffen. Angemeldet hatten sich 60 Mädchen und Jungen. Die Feuerwehr ist ihrerseits mit 20 jungen Kräften und Mitgliedern der Einsatzabteilung vertreten.

1988 ins Leben gerufen

Ansonsten lassen sich an der Aktion, die es seit 1988 in Nauheim gibt, kaum noch Vereine blicken, eher noch der eine oder andere Gemeindevertreter. Mit Elan ging der Stammtisch Schwarze Sau mit dem Ersten Beigeordneten Hubert Deckert ans Werk, ebenfalls einzelne Parteienvertreter sowie Mitglieder von Sport- und Kulturvereinigung und dem Kultur- und Sportverein Die Anderen.

Während das Interesse der Clubs schwindet, muss Marei Stratmann ihre Söhne samstagmorgens nicht zwei Mal bitten, aus den Federn zu hüpfen, sich Klamotten anzuziehen, die schmutzig werden können, und zum Bauhof in die Alte Mainzer Straße aufzubrechen.

Dort kriegen Flynn (zwölf Jahre), Lilus (acht) und Rasmus (fünf) wie alle anderen Handschuhe, Mülltüten und Aufpieker, mit denen sie den Unrat auflesen können. Entsprechend ausgestattet geht es vom Bauhof in die Gegend von Schillerbrücke und Rudolf-Diesel-Straße. „Da sind wir eigentlich jedes Jahr“, berichtet die Mutter. Seit sechs Jahren nimmt sie mit ihrem Nachwuchs teil, wobei die Jüngsten aufgrund ihres Alters natürlich noch nicht alle Aktionen mitgemacht haben.

Berge an Unrat

Sie wolle ihren Söhnen zeigen, „wie man es nicht macht“, erklärt Stratmann. Damit meint sie jene Zeitgenossen, die von der Zigarettenschachtel bis zum alten Autoreifen ihren Müll einfach in der Landschaft hinterlassen. Jedes Jahr sammeln sich beim Tag der sauberen Umwelt Berge des Unrats an.

Organisator Thomas Arnold vom Umweltamt kann ein Lied davon singen. Bauschutt, Elektrogeräte, Flaschen, Dosen, alte Fahrräder und vieles mehr findet sich alljährlich. Groben Sperrmüll, den Rücksichtslose besonders im Wald oder im Seichböhlgebiet abladen, sammeln Helfer vom Bauhof ein, wie sie die von Teilnehmern gefüllten Mülltüten wegkarren. „Staubsauger und Matratzen haben wir auch schon gefunden“, erinnern sich die Stratmanns.

Die Mutter betont, dass sie mit der Beteiligung ihrer Kinder ein Bewusstsein schaffe, dass Müll ordentlich entsorgt gehöre. Noch Wochen nach dem Umwelttag seien ihre Kinder sensibilisiert und sagten Sätze wie „Guck mal, da hat schon wieder einer etwas einfach so weggeschmissen“.

Die Belohnung für alle Helfer gibt es wie immer nach dem Großreinemachen im Bauhof. Die Gemeinde hatte Grillwürsten und Getränke für alle besorgt, ein Müllentsorgungsunternehmen kommt für die Kosten auf. Eine Belohnung für ihre Kinder muss sich Marei Stratmann nicht ausdenken. Das sei nicht nötig, ihre Jungs engagierten sich gerne und seien mit Spaß bei der Sache, lobt sie ihren Nachwuchs.

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