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Repertoire von Mozart bis Bizet: Don Giovanni trifft Turandot

Auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“, standen am Sonntagabend im Raunheimer Bürgersaal gleich mehrere Nachwuchstalente. Das hochkarätige Solistenensemble der Jungen Oper Rhein-Main entführte in die Welt im Scheinwerferlicht.
Nicht allzu ernst nahmen die Akteure der Jungen Oper Rhein-Main, hier Clemens Mohr und Hanna Ramminger, das Opernfach. Foto: DENNISMOEBUS Nicht allzu ernst nahmen die Akteure der Jungen Oper Rhein-Main, hier Clemens Mohr und Hanna Ramminger, das Opernfach.
Raunheim. 

Im letzten Jahr durften die Nachwuchsmusiker kostenlos in Raunheim proben, wodurch auch eine Verbindung zur Stadt entstand, erklärte Regisseurin und erste Vorsitzende Manuela Strack. Die Junge Oper Rhein-Main besteht vorwiegend aus Menschen, die am Ende des Studiums stehen und auf dem Weg ins Leben eines Berufsmusikers sind. Die meisten haben Bezug zur Region, haben hier studiert, oder leben hier. Aber es wirken Musiker aus ganz Deutschland und teilweise sogar darüber hinaus in der Gruppe mit, erklärte Strack. Entsprechend abwechslungsreich war auch das Gebotene am Sonntagabend.

 

Auch junges Publikum saß im Saal

 

Quer durch die Operngeschichte, von Mozart über Johann Strauß bis zu Richard Wagner und Georges Bizet reichte das Repertoire. Viele Stücke waren dem Ohr bekannt, zum Beispiel aus der „Zauberflöte“, aus „Don Giovanni“, „Die Fledermaus“, „Carmen“ und „Turandot.“ Die Jungen Musiker interpretierten sie jedoch modern, eigenwillig und mit humoristischen Einlagen aus dem Leben. Nicht nur betagte, sondern auch junge Interessierte fand man im Publikum. Der Zuspruch insgesamt war sehr gut, freuten sich die Organisatoren.

Am Flügel überzeugte vom ersten Tastenschlag an Clemens Mohr, der kürzlich das Stipendium des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates erhielt. Die Sopranistinnen Katharina Nieß und Hanna Ramminger, sowie die Mezzosopranistin Sophie Wenzel glänzten mit ihren Stimmen ebenso wie Aljoscha Lennert als Tenor und Timon Führ als Bassbariton. Die Moderation übernahm mit viel Charme Ulrike Cieslik. Dass es dem Publikum gefiel, zeigte lang anhaltender Applaus nach jedem Stück.

 

Förderung für Künstler aller Sparten

 

Die junge Oper Rhein-Main ist eine gemeinnützige Institution, die angehenden Bühnenkünstlern aller Sparten eine Plattform bietet. Dirigenten, Regisseure, Opernsänger, Orchestermusiker, Bühnen-, Kostüm-, und Maskenbildner, Dramaturgen, sowie Theaterpädagogen arbeiten allesamt ehrenamtlich für die verschiedenen Produktionen. In der aktuellen Spielzeit tritt das Ensemble in mehreren Bundesländern auf.

Die Aufführung von „Bretter, die die Welt bedeuten“ war die letzte in der Region. Am kommenden Samstag (22. Oktober) präsentiert das Solistenensemble sein Können bei der Vorpommerschen Landesbühne auf Usedom. Mehr über den Verein erfährt man unter www.jungeoperrheinmain.de.

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