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Hilfsaktion: Gut gerüstet ins neue Schuljahr

Bildung gilt als ein Schlüssel zur Integration. Um die Kinder und Jugendlichen, die in Rüsselsheim Zuflucht gefunden haben, dabei zu unterstützen, hat der Ausländerbeirat zum zweiten Mal Schulmaterial für die jungen Neubürger gespendet.
Brigitte Herrberger (links), Adnan Dayankac (Mitte) und das Team vom Spendenlager freuen sich über die gut gefüllten Kisten mit Schulmaterial. Brigitte Herrberger (links), Adnan Dayankac (Mitte) und das Team vom Spendenlager freuen sich über die gut gefüllten Kisten mit Schulmaterial.
Rüsselsheim. 

Die Atmosphäre im Spendenlager der Flüchtlingshilfe ist heiter und entspannt. „Wer möchte einen Kaffee?“, ruft Barbara Raab in die Runde und stößt auf begeisterte Zustimmung. Sechs Kisten haben die vier Frauen an diesem Vormittag bereits gepackt, Zeit für eine Pause.

„Wir haben das Material gesichtet und den Schulformen zugeordnet“, erklärt Brigitte Herrberger vom Netzwerk Flüchtlingshilfe. Dann habe man das Ganze noch mit passendem Material aus dem Spendenlager ergänzt. In erster Linie seien Bücher, Duden und Lexika aus dem Bestand noch in die Kisten gewandert.

Kisten gepackt

„Am Vormittag haben wir die Kisten für die Grundschulen gepackt, gleich starten wir mit denen für die weiterführenden Schulen“, erklärt Peggy LeBel, selbst Lehrerin an der Alexander-von-Humboldt-Schule.

Der Kaffee ist getrunken, vier noch leere Kisten werden neben die Tische mit dem Material gestellt. „Jetzt geht’s wieder los mit der Zählerei“, seufzt LeBel schmunzelnd, einen dicken Stapel Hefte in der Hand: „Wie viele Hefte pro Kiste waren es noch mal?“, fragt sie. Statt einer Antwort ordert Raab erst einmal einen Stoß Zeichenblöcke, „die müssen ganz nach unten“, erklärt sie. Als nächstes folgen die Ordner, immer sechs Stück kommen in jede Kiste. „Wir liefern die Kisten an die Schulen, die Lehrer vor Ort wissen immer am besten, wer was braucht“, sagt Herrberger. Die vier neuen Ranzen, die auch Teil der Spende waren, bleiben vorerst im Lager.

„Wir wollen, dass diese Ranzen an besonders bedürftige Kinder gehen, deshalb müssen sie von den Schulen extra beantragt werden“, erklärt sie. Grundsätzlich seien auch gut erhaltene gebrauchte Ranzen sehr willkommen und könnten jeden Mittwoch in der Zeit von 16 bis 18 Uhr direkt im Spendenlager abgegeben werden.

Gespendet wurde das hochwillkommene Schulmaterial vom Ausländerbeirat, der wiederum hat das Geld dafür bei der Stadt beantragt. „Es gibt da einen eigenen Topf für die Förderung kleiner Projekte zur Integration“, sagt Mostafa Lyazami vom Interkulturellen Büro. Zusammen mit Adnan Dayankac vom Ausländerbeirat ist auch er zu diesem besonderen Ortstermin erschienen.

Startausstattung

Die Idee zu der Spende sei auf einer Sitzung des Ausländerbeirats geboren worden, erklärt Daynakac. Das Ziel sei, die neu angekommenen Schüler mit einer Erstausstattung zu versorgen und ihnen so den Start in das Schulleben zu erleichtern.

Also wurde das Geld aus dem Fördertopf beantragt und auch prompt genehmigt. 3000 Euro hatten die Beiratsmitglieder zu Verfügung. „Die Kisten haben wir von einem Schreibwarenladen packen lassen, die wissen ganz genau, was Schüler so brauchen“, sagt Lyazami.

Vor zwei Jahren hatten die Helfer genau dieselbe Aktion schon einmal durchgeführt und Herrberger berichtet erfreut von der guten Resonanz: „Wir haben von zwei Schulen Dankesschreiben erhalten, die Kisten hätten genau den richtigen Inhalt gehabt“.

Dann ist es so weit: Die Deckel der letzten vier Kisten werden fest verschlossen und beschriftet. Nun bleiben die Kartons erst einmal an Ort und Stelle im Spendenlager, kurz vor Ende der Ferien werden sie von den Hausmeistern dann an die zehn betroffenen Schulen gebracht.

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