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Forderung nach Wiederaufnahme des Ticketverkaufs: Hessentag: Debatte um Rap-Night eint Nachwuchs-Politiker

Junge Stadtverordnete setzen sich für die Rüsselsheimer Rap-Night ein – mit einem interfraktionellen Antrag. Das hat Seltenheitswert, noch.
Rüsselsheim. 

Manchmal können auch verzwickte Debatten unerwartete Ergebnisse zeitigen. So wie im Fall der umstrittenen Rap-Night, die für den Hessentag 2017 geplant ist. Zu der wurden zunächst die Rapper Kollegah und Farid Bang eingeladen, die vielfach für ihre teilweise sexistischen und gewaltverherrlichenden Texte kritisiert werden. Vom Magistrat wurde die Buchung der Künstler kritisiert, der Kartenvorverkauf gestoppt (wir berichteten).

Nun hat sich eine Allianz junger Politiker über Parteigrenzen hinweg gebildet, die sich mit der Absage nicht abfinden möchten. In einem Antrag fordern diese, die Rap-Night wie geplant stattfinden zu lassen und den Kartenvorverkauf unverzüglich wieder aufzunehmen. Erzielt die Rap-Night ein finanzielles Plus, sollen davon maximal 2000 Euro für karitative Zwecke gespendet werden. Zudem soll ein „Rap-Day“ für Jugendliche unter 14 Jahren das Programm ergänzen.

Interview mit Matthias Metz: „Das ist erst der ...

Mit Matthias Metz hat Echo-Redakteur Robin Göckes über den Antrag gesprochen.

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„Seit drei Monaten waren die Künstler der Rap-Night allen Mitgliedern des Magistrats bekannt. Ganz generell stellt sich die Frage, warum ein Gremium wie der Magistrat mit einem Kulturdezernent in den Mittdreißigern, dem die Namen der Künstler seit Monaten bekannt waren, erst auf einen Presseartikel hin aktiv wird“, kritisieren die jungen Stadtverordneten in ihrem Antrag. Wer sich als Vertreter der Stadt so wenig mit aktueller Popkultur auskenne, „dass ihm die wichtigste Jugendkultur der letzten Jahre und die daraus resultierende Kontroversen nicht bekannt sind, hat in einer Stadt wie Rüsselsheim seine Hausaufgaben verfehlt“. Und sie legen weiter nach mit ihrer Kritik: „Mit der Entscheidung der Absage fallen die Stadträten den Mitarbeitern des Hessentagsteam in den Rücken. Eine mehrheitliche Entscheidung des Magistrates ist Beleg dafür, dass dieses Gremium sich nicht vollumfänglich mit der Stadtgesellschaft beschäftigt.“

Unterzeichnet wurde der Antrag von Matthias Metz (CDU), Luca Sören Karger (CDU), Viviane Tancik (CDU), Nicolas Kantopoulos-Kestelidis (SPD), und Ioannis Kalaitzis (WsR). Weitere Stadtverordnete haben bereits ihre Unterstützung zugesagt. göc

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