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Informationsveranstaltung: Hier geht es um drei Punkthäuser

Von Bei der ersten öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema Modernisierung und Neubau „Unter der Ruth 10-20“ herrschte noch großer Aufklärungs- und Redebedarf. Die Baugenossenschaft Mainspitze hatte – wie von der politischen Seite gebeten – zu einer Veranstaltung in das Bürgerhaus in Ginsheim eingeladen.
Norbert Kühn, Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft Mainspitze, im Gespräch mit Mietern und Bürgern. Norbert Kühn, Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft Mainspitze, im Gespräch mit Mietern und Bürgern.
GINSHEIM. 

Viele sind der Einladung der Gemeinnützigen Baugenossenschaft am Donnerstagabend gefolgt. Fast jeder Stuhl im Saal ist besetzt. Neben den Stuhlreihen sind auf der rechten Seite einige Tafeln mit Bauplänen und Informationen zum Bauprojekt aufgestellt worden. Die drei Punkthäuser, die in der schon bestehenden Gebäudezeile nachverdichtet werden sollen, sind dort eingezeichnet.

Mit einer Präsentation will Nina von Neumann, Vorstandsmitglied der Baugenossenschaft, alle Interessierten über die Planungen im genannten Gebiet informieren.

Neubau und Sanierung

„Vor zwei Jahren wurde der Fokus auf diese Gebäudezeilen gelegt, wir haben sehr schnell festgestellt, dass der Sanierungsumfang noch durch Neubaupotential ergänzt werden kann“, führt von Neumann in die Veranstaltung ein. Sie erklärt, dass die Baugenossenschaft bei dem Projekt „Wohnen westlich der Feldbergstraße“ 22 Neubauwohnungen zusätzlich zwischen den schon bestehenden Häusern bauen will.

Ebenfalls sollen die zwischen 1969 und 1978 errichteten Bestandshäuser saniert und in den Häusern 14 und 18 nachträglich Aufzüge eingebaut werden. Die Planungen zum Neubau seien mit der Stadtverwaltung abgestimmt, ein Bebauungsplan sei erstellt. In den vergangenen Wochen habe dieser offen gelegen, jeder die Möglichkeit gehabt, die Unterlagen zu sichten und sich zu den Plänen zu äußern. „Jetzt werden die Unterlagen vom Städtebauplaner und der Stadtverwaltung ausgewertet“, erklärt von Neumann.

Auch auf einige Gerüchte geht sie in ihrem Vortrag ein. Während der Planungen sei es in sozialen Medien und unter der Bevölkerung zu Unwahrheiten gekommen. Von Neumann stellt klar: Weder in den Neubauten noch in den Bestandsgebäuden sollen ausschließlich Asylsuchende untergebracht werden Sicherheitsabstände zu Gas- und Ölleitungen würden ebenfalls eingehalten. Auch habe die Genossenschaft nicht vor, den Spielplatz einzuschränken oder willkürlich Bäume zu fällen. Bebaut werde ausschließlich das Grundstück der Genossenschaft – nur auf der Seite, wo die Kleingärten liegen, werde über die Grenzen hinaus gearbeitet. Dafür seien jedoch Vereinbarungen mit den Pächtern getroffen. Dass ein grüner Innenhof nicht umsetzbar sei, habe laut von Neumann brandschutztechnische Gründe.

Auf viele weitere Punkte geht von Neumann im Laufe ihres Vortrags ein, dabei weißt sie auch darauf hin, dass es der Baugenossenschaft wichtig sei, ihre Mieter „mitzunehmen“. Wegen der Sanierungsarbeiten könnten diese in andere Wohnungen der Genossenschaft ziehen, beim Umzug würden sie unterstützt.

Gruppengespräche

Wer nach dem Ende der Präsentation noch Gesprächsbedarf hat, wird von den Vorstandsmitgliedern der Baugenossenschaft zu Gesprächen in kleinen Gruppen an den Infotafeln eingeladen. Dieses Angebot stößt jedoch nicht auf jedermanns Zustimmung. Einige Bürger wollen ihre Fragen vor dem gesamten Saal stellen. Von Neumann verweist jedoch darauf, dass Fragen mit Hilfe der Pläne besser zu beantworten seien. Mieterin Juliane Albrandt wird mit ihrer Tochter wegen der Sanierung in eine neue Wohnung in dem Komplex ziehen. Beide halten die Vorhaben für nachvollziehbar und nötig. „Es ist Zeit, diese Häuser zu sanieren,“ sagt sie.

Zwei andere Bürger, die nicht genannt werden möchten, fühlen sich von der Baugenossenschaft dagegen getäuscht. „Ich vermisse eine offene Diskussion. Wir werden seit Wochen im Dunkeln gelassen“, wird angemerkt. Auch dass die neuen Häuser nicht unterkellert werden sollen, Parkplätze fehlten und durch den Neubau eine Frischluftschneise zugepflastert werde, sind Kritikpunkte.

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