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Fußball-WM: Hier gibt es in Rüsselsheim Public Viewing zur WM

Beim Public Viewing kann man die favorisierte Mannschaft bei der WM besonders gut anfeuern und sich leidenschaftlich über Fehlentscheidungen des Schiedsrichters aufregen – auch in Rüsselsheim.
Jubel unter freiem Himmel ist beim Public Viewing oft angesagt. Auch in Rüsselsheim gibt es viele Treffpunkte dafür. Foto: Julian Sajak / Sven-Sebastian Sa Jubel unter freiem Himmel ist beim Public Viewing oft angesagt. Auch in Rüsselsheim gibt es viele Treffpunkte dafür.
Rüsselsheim. 

Feucht-fröhliches Anfeuern der favorisierten Mannschaft, glückliches Sich-in-die-Arme-Fallen beim Tor oder gegenseitiges Trösten bei der Niederlage: Beim Public Viewing ist man nicht allein. In großen Menschenansammlungen wird gemeinsam das Fußballspiel an öffentlich zugänglichen Plätzen oder Einrichtungen geschaut.

Die Gastronomie hat das Potenzial des „Rudelguckens“, wie der Duden das ebenfalls dort aufgeführte Public Viewing umschreibt, längst für sich entdeckt. Die Adrenalin-schwangere Laune der Fans wird für den guten Umsatz genutzt.

Mehrere Leinwände

Auch in Rüsselsheim lassen sich in den kommenden Wochen die Spiele vielerorts in Geselligkeit verfolgen. Im Ostpark bietet das „Waldbembelsche“ Platz für gleich 2000 bis 3000 Besucher, sagt Geschäftsführer Peter Urban. „Wir haben das so aufgebaut, dass jeder etwas sehen kann.“ Mehrere Leinwände wird es geben. Laut Urban werden die interessanten Spiele alle übertragen, in jedem Fall aber die der deutschen Mannschaft. Falls die Leinwand einmal nicht eingeschaltet sein sollte, jemand aber darum bittet, werde dem Wunsch selbstverständlich stattgegeben.

Der Verein „Für Bauschheim“ baut auf der Außenfläche des Bürgerhauses auf dem „WM-Rasen“, wie Vorsitzender Wolfgang Jung ihn liebevoll nennt, eine Public-Viewing-Möglichkeit auf. „Wir haben alles, was man dafür braucht“, verspricht er. Ein Caterer sorge für das leibliche Wohl. Im Restaurant „Las Brisas“ werden die Spiele auch übertragen, aber nicht unter freiem Himmel. Ein Fernseher im hinteren Raum sei installiert worden, so Betreiber Emilio Lazaro Abreu Fernandez.

Am Main könnte die Entscheidung, wo geschaut wird, schwer fallen: Gleich drei Angebote in verschiedenen Örtlichkeiten wird es geben. Das Restaurant „Wellenlänge“ hat auf der Terrasse einen großen Fernseher aufgebaut, auch im Saal soll es die Möglichkeit zum Gucken geben.

„Wir machen das zum ersten Mal – mal gucken, wie es wird“, sagt Betreiber Markus Höll. Übertragen werden die Spiele der Deutschen und alle weiteren interessanten Begegnungen. Gegenüber im mk-Hotel werden alle Spiele auf der Sonnenterrasse gezeigt.

Das „Rind“, ebenfalls ein Eckpunkt im gastronomischen Viereck am Main, bietet wie gewohnt Public Viewing im Veranstaltungssaal an. „Schon bevor das ein Trend war, gab es hier Public Viewing – nur noch nicht so“, verrät Betreiber Florian Haupt. „Mitte der 1990er, als Beamer noch so groß waren wie Reisekoffer, war ich hier schon zum Fußballgucken zu Gast.“ Bei viel Andrang soll gegebenenfalls auch der Hof bespielt werden. Auch im „Casa Pedro“ am Sommerdamm und im „Café am Markt“ wird es die Möglichkeit geben, die Spiele zu sehen.

Event-Charakter

Ob die Anbieter mit einem Ansturm wie zu Beginn des Hypes bei der WM 2006 rechnen können, wird sich indes zeigen. „Durch die Heimkino-Ära hat das Interesse vielleicht etwas abgenommen“, mutmaßt Haupt. Viele würden nun einfach zu Hause, nahe dem heimischen Grill, gucken. „Die Deutschland-Spiele sind sicher voll wie immer“, so Haupt. Der Event-Charakter habe aber tatsächlich zugenommen, sagt er und verweist auf die Übertragung der Spiele in der Frankfurter Commerzbank-Arena. Dort kostet das gemeinsame Gucken allerdings Eintritt.

Bei den meisten Gastronomen gibt es keinen offiziellen Verzehrzwang, sie gehen aber davon aus, dass sich die Trinkfreudigkeit von alleine einstellt. „Fußball ohne Bier? Das geht nicht“, sagt Peter Urban schmunzelnd.

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