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Mitglieder zeigen Verständnis: Höhere Beiträge bei den Gartenfreunden

Noch vor einigen Jahren feierte der Kleingartenverein „Gartenfreunde“ auf seiner Anlage an der Hasslocher Straße rauschende Sommerfeste. Das ist jedoch Vergangenheit. Abnehmender Zuspruch und zurückgehendes Engagement sind die Ursache. Jetzt braucht der Verein Geld.
Auf der Suche nach neuen Einnahmen: André Priebe Foto: Rüdiger Koslowski Auf der Suche nach neuen Einnahmen: André Priebe
RAUNHEIM. 

Feste im großen Stil wollen die Raunheimer Gartenfreunde nicht mehr ausrichten. Mit dieser Entscheidung gehen allerdings Einnahmeverluste einher, wie Vorsitzender André Priebe konstatiert. Deshalb will der Vorstand die Mitgliedergebühren erhöhen. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung stimmten 25 der 47 Mitglieder dem Vorschlag zu. Gegenstimmen gab es nicht.

Über das Verständnis der Pächter war Priebe erleichtert, nicht aber über den Zuspruch. Denn mit 25 Mitgliedern erreichte die Versammlung nur knapp die Beschlussfähigkeit, die bei 24 Stimmberechtigten hergestellt ist. Zunächst sah es sogar so aus, als könnte die Versammlung gar nicht stattfinden. Verspätungen und per Telefon herbeigerufene Kleingärtner verhinderten dies aber.

Die Erhöhung des Beitrages von jährlich 97,36 Euro auf 137,36 Euro greift ab Januar 2018. Der Verein benötigt die zusätzlichen Einnahmen, weil er steigende Kosten verbuchen muss. Ganz oben auf der Liste steht der Berater, der für die Steuererklärungen benötigt wird. Ein Kassenwart könne den inzwischen hohen Aufwand nicht mehr leisten und ein Laie besitze auch nicht mehr die notwendigen Fachkenntnisse, meint Priebe.

Weitere Posten sind die Sanierung der Zaunanlage und des Vereinsheims. Gerade am über 30 Jahre alten Vereinsheim „nagt der Zahn der Zeit“, sagt der Vereinsboss. Die Inneneinrichtung sei verschlissen, die Sanitäranlage müsse erneuert werden.

Der Verein hatte zwar Rücklagen gebildet, aber die sollen jetzt nicht unbedingt ausgereizt werden. Die Gartenfreunde wollen vielmehr mit der Erhöhung der Mitgliedergebühren gegen eine leere Kasse steuern.

Kritische Diskussion hätten die einsichtigen Mitglieder nicht begonnen, stattdessen Fragen gestellt, wie die Gartenfreunde bei den Ausgaben sparen könnten, so Priebe. Der Vorstand will die internen kleinen Vereinsfeste wieder mehr öffnen, Freunde und Bekannte mitfeiern lassen und hofft so auf den einen oder anderen Euro mehr in der Kasse.

Außerdem wird jetzt für das Winterhalbjahr testweise eine kleinere Restmülltonne gestellt. Kostenersparnis: Etwa 250 Euro. Auch bei den Stromkosten will der Verein Einsparungen erzielen. Der Kühlschrank kann im Winter abgeschaltet werden. „Kleinvieh macht auch Mist“, sagt Priebe. rko

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