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Ton zwischen Parteien wird rauer: Kauf des Waldstücks sorgt weiter für Ärger

Konstruiert die Opposition Aufregerthemen? Das behauptet die SPD. Grüne und BUND weisen das zurück.
Die Waldfläche im Hintergrund soll an einen Investor verkauft werden. Das Grundstück im Vordergrund will der Investor ebenfalls kaufen. Foto: Rüdiger Koslowski Die Waldfläche im Hintergrund soll an einen Investor verkauft werden. Das Grundstück im Vordergrund will der Investor ebenfalls kaufen.

Raunheim. Nach dem Verkauf eines 24 000 Quadratmeter großen Waldstücks wird der Ton rauer. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Grünen attackieren Bürgermeister Thomas Jühe (SPD). Dessen Partei schießt zurück.

Die rund drei Fußballfelder große Fläche grenzt im Nordwesten an den Airport Garden. Im Südosten verläuft die Aschaffenburger Straße. Ein Raunheimer Investor hat das Gebiet gekauft, über den Preis ist nichts bekannt.

Bereits am Montag sorgte der Kauf für Ärger. Die CDU und der BUND warfen Jühe vor, den Kauf klammheimlich abwickeln zu wollen. Jetzt legen die Beteiligten nach. In der Pressemitteilung des BUND, abermals unterzeichnet von Gerhart Thallmayer, heißt es: „Faktisch haben die Stadtverordneten auf einer falschen / unvollständigen Grundlage abgestimmt.“ Der Rathaus-Chef weist das zurück.

Jühes Partei hat am Mittwoch ebenfalls eine Pressemitteilung veröffentlicht. Darin steht, der Waldverkauf werde „als Auftakt für den Bürgermeister-Wahlkampf missbraucht“. Die SPD, die die absolute Mehrheit hat, wirft der Opposition vor, „Aufregerthemen zu konstruieren“. Direkt angesprochen wird BUND-Mann Gerhart Thallmayer, der ein „bekennender Wahlkämpfer für den Ortsverband der Grünen“ sei. Thallmayer dazu: „Der BUND ist kein Handlanger der Grünen.“ Die Grünen wiederum schreiben, Jühe wolle ablenken.

„Von Anfang an klar“

Ortsvorstand Wolfgang Becker sagt: „Uns leuchtet nicht ein, wieso die Stadt das Waldstück an eine Privatperson veräußern muss.“ Die CDU hätte einen Pachtvertrag bevorzugt.

Jühe merkt an, dass sich alle Flächen bis in die Jahre 2008 beziehungsweise 2011 in privater Hand befunden hätten. Die Stadt habe die Grundstücke seinerzeit gekauft, um sie im Sinne von Airport Garden zu entwickeln und dann wieder zu verkaufen. „Das war von Anfang an klar“, so der Bürgermeister.

Die Stadt Raunheim war 2016 noch vom BUND Groß-Gerau für ihr Engagement in Sachen Umwelt ausgezeichnet worden. ias

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