Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige LS Lederservice Sie suchen einen Spezialisten aus Rhein-Main? 24°C

Junior-AG: Mit der guten Idee zum Erfolg

Die Junior-AG des Neuen Gymnasiums bietet zusammen mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft ein Projekt an, an dem zehn Schüler teilnehmen.
Das Startkapital wird von Jan Krallinger kassiert, dazu stellt er Quittungen aus. Foto: Marc Schueler Das Startkapital wird von Jan Krallinger kassiert, dazu stellt er Quittungen aus.
Rüsselsheim. 

Im vergangenen Schuljahr hat das Neue Gymnasium Rüsselsheim zum ersten Mal am Projekt der Junior IW teilgenommen, das vom Institut der Deutschen Wirtschaft angeboten wird und dessen Ziel es ist, Schülern einen Einblick in die Abläufe der Wirtschaft zu vermitteln. Damals hatten die Rüsselsheimer Schüler ein Kosmetikunternehmen gegründet und Lipgloss, Cremes und Badezusätze verkauft.

„Man braucht eine Geschäftsidee, ein Konzept, Startkapital und eine Rollenverteilung innerhalb des Betriebs“, erklärt Studienrat Matthias Billen, der die AG leitet und im Bereich der Berufs- und Studienorientierung aktiv ist. „Am Ende entscheidet sich, ob das Projekt erfolgreich ist und wir die Hälfte des Gewinns an den Förderverein der Schule spenden können oder die Einlage der Gründer verloren geht.“

Gemeinsam mit Heike Böhler von Junior IW und Dirk Prenzel von den „Wirtschaftspaten“ berieten sich gestern zehn Schüler der 8. und 9. Klassen erstmals, was für eine Art von Projekt sie angehen wollen. „Die Schüler können alles machen, was ihnen einfällt und natürlich mit den Gesetzen vereinbar ist. Dann müssen sie sich einen Partnerbetrieb suchen, der mit ihnen zusammenarbeitet und bei dem sie ihre Waren produzieren können. Ansonsten ist alles denkbar, was mit dem Startkapital umsetzbar ist – von Produktionsgütern bis zu Dienstleistungen“, erklärt Heike Böhler das Konzept. Dabei steht sie zusammen mit Dirk Prenzel den Schülern mit Ratschlägen, aber keinesfalls mit Vorgaben zur Seite.

Ob eine Idee gut, wie sie umsetzbar ist und welche Schritte zur Umsetzung unternommen werden müssen – das müssen allein die Schüler erkennen und entscheiden. „Der Verein Wirtschaftspaten unterstützt Existenzgründer, daher bin ich heute hier und werde das Projekt dieses Schuljahr begleiten. Ich werde den Schülern die Hilfestellung geben, die auch echte Existenzgründer von uns bekommen“, so Prenzel.

 

Jeder zahlt 10 Euro Startkapital ein

 

Natürlich macht die Junior AG nicht einfach so ein Unternehmen auf, vielmehr sollen die jungen Gründer emotional und finanziell am Schicksal ihres Geschäfts beteiligt werden. „Jeder Schüler – und auch ich als Lehrer – gibt zehn Euro Startkapital in die Kasse, und nachdem wir beschlossen haben, was wir anbieten wollen, müssen wir einen Kapitalbedarf ermitteln und einen Businessplan erstellen“, erklärt Billen und fügt hinzu: „Braucht das Unternehmen mehr Kapital, als die Gründer einbezahlt haben, dann können Anteilsscheine verkauft werden und die Käufer bekommen Urkunden. Die Schüler müssen sehen, wie sie Eltern, Freunde, Bekannte oder Unternehmen als Käufer dieser Anteile gewinnen, die dieses Geld dann spenden. Begrenzt haben wir das Startkapital auf 900 Euro.“

Auch einzelne Geschäftsgebiete werden unter den Schülern aufgeteilt und nach ihren Fähigkeiten vergeben, bis hin zur Wahl des Vorstandsvorsitzenden. Dass sich nur zehn Freiwillige für die Junior AG gemeldet haben, findet Matthias Billen ein wenig enttäuschend und hofft auf eine größere Beteiligungen in den kommenden Jahren.

Bei den beteiligten Schülern kommt das Projekt jedenfalls gut an: „Die Junior AG hört sich für mich sehr interessant an“, begründet Hanna Roth aus der 9 A ihre Teilnahme. „Es ist interessant, und vor allem lernen wir etwas wirklich Praktisches für unser späteres Leben“, betont sie.

Mehr aus Rüsselsheim

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse