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Arbeitskreis Schule/Wirtschaft: Neue Zeit des Lernens

Tablet oder Minicomputer erreichen inzwischen nicht nur als Spielzeug Schule und Kindergarten.
Stolz   haben im Frühjahr die am Projekt beteiligten Lehrer des Neuen Gymnasiums in Rüsselsheim den Innovationspreis des Verbandes hessischer Unternehmer (VhU) entgegengenommen. Stolz haben im Frühjahr die am Projekt beteiligten Lehrer des Neuen Gymnasiums in Rüsselsheim den Innovationspreis des Verbandes hessischer Unternehmer (VhU) entgegengenommen.
Rüsselsheim. 

„Moderner Unterricht ist ohne digitale Medien nicht mehr denkbar und erreicht die Schüler nicht mehr.“ Das ist die Kernaussage von Professor Stefan Aufenanger. Als Beispiel hierfür stellte der Medienpädagoge aus Mainz bei einem Vortrag in Darmstadt das Neue Gymnasium in Rüsselsheim heraus.

Beim Arbeitskreis Schule/Wirtschaft sprach Aufenanger über „digitale Bildung“. Er rückte in den Vordergrund, warum man analoge und digitale Medien nicht gegeneinander ausspielen sollte. Der Medienpädagoge aus Mainz hat das Neue Gymnasium auf dem Weg in das digitale Zeitalter des Unterrichts unterstützt. Die Schule hatte im März 2015 bei der Ausschreibung des Innovationspreises des Unternehmerverbandes den ersten Platz belegt.

Nicht nur aufgrund seiner Erfahrungen mit dem Rüsselsheimer Gymnasium hat der Medienpädagoge am Institut für Erziehungswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für die Zukunft der schulischen Ausbildung mehrere Kernsätze formuliert. Er fordert, Lehrer müssten die Entwicklung weg von den überkommenen Vorstellungen in eine neue Zeit des Lehrens und Lernens aus Überzeugung gehen. Deshalb müssten sie geschult werden, das Netz als wissenschaftliche Bibliothek anzuerkennen, aus dem sich ihre Schüler ihr Wissen „zusammensuchen“. Das Netz dürfe deshalb nicht als Feind, sondern müsse als Chance gesehen werden. Deshalb biete sich vor allem im Fachunterricht an, auf die Möglichkeiten der modernen Medien zurückzugreifen.

Reinhold Stämmler, Geschäftsführer der Arbeitskreise Schule/Wirtschaft Südhessen, griff diese Thematik auf. Er verwies darauf, dass die Digitalisierung der Gesellschaft schon jetzt deutliche Spuren in den Ausbildungs- und Studieninhalten hinterlasse. Hier nannte er beispielhaft den steigenden Informatikanteil in allen Fächern sowie die zunehmend crossmediale Ansprache des Nachwuchses.

„Wichtig ist jedoch eines: Jeder Schüler muss bestmöglich auf die Arbeitswelt und ,das Leben danach’ vorbereitet werden und eine berufliche Perspektive haben. Daran sollte sich die Wahl der Medien und Inhalte im Unterricht orientieren“, forderte Stämmler.

Unternehmen und Hochschulen sollten die Schulen dabei noch mehr unterstützen. Jugendliche an digitale Lernmedien heranzuführen sei wichtiger als andere bildungspolitische Fragen. Sie, auch im Berufsorientierungsprozess, dort abzuholen, wo sie ohnehin schon sind, nämlich an der Schule, aber auch im Internet, das sei ein erster Schritt. sc

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