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Neues Areal für die Angler

Am Waldsee entsteht ein neuer Badestrand. Der Angelsportverein soll von der Umgestaltung der Uferlandschaft profitieren und ein eigenes Areal am See bekommen.
Im westlichen Bereich dürfen die Angler 2018 ihre Ruten auswerfen, zeigt Vorsitzender Michael Eisenmann. Im Dahinter schließt sich der neue Badestrand an. Foto: Rüdiger Koslowski Im westlichen Bereich dürfen die Angler 2018 ihre Ruten auswerfen, zeigt Vorsitzender Michael Eisenmann. Im Dahinter schließt sich der neue Badestrand an.
RAUNHEIM. 

Vom Badestrand am Ufer des Waldsees entlang bis zum Betriebsgelände des Kiesabbauunternehmens Dreher sind es einige Meter zu Fuß. Es geht am idyllisch gelegenen Zugangsweg entlang, am dicht bewachsenen Ufer vorbei zum Kassenhäuschen, von dort über die Wakeboard-Anlage zum neuen Badestrand, der im kommenden Jahr eröffnet wird. Ein Stück dahinter die aufgeschüttete kleine Halbinsel für die Anhänger der Freien Körperkultur. Dann beginnt das neue Reich des Angelsportvereins.

Es hätte ein Geschenk zum runden Geburtstag sein können. Denn der Raunheimer Angelsportverein besteht nun seit 70 Jahren. Aber der neue Badestrand wird erst im Sommer des kommenden Jahres eröffnet.

Bis dahin müssen sich die Angler an die bisherige Abmachung halten: Von Mai bis September haben die Badegäste am Waldsee die Oberhand. Die Angler dürfen ihre Ruten erst am Abend nach der Schließung des Kassenhäuschens bis zum nächsten Morgen auswerfen. Der Badestrand steht ihnen nach dem Ende der Badesaison auch tagsüber zur Verfügung.

Starke Einschränkungen

Vorsitzender Michael Eisenmann führt den Reporter des Echo das gute Stück Fußweg am See entlang. Er kritisiert die starken Einschränkungen für die Angler, die bereits seit einigen Jahren andauern. „Wir hoffen auf 2018“, sagt er denn auch.

Für das Betriebsgelände haben die Angler zwar eine Genehmigung, müssen aber ebenfalls mit Einschränkungen leben. Tagsüber wird dort gearbeitet. Wegen der Auskiesung haben sie keinen festen Platz und müssen mal hierhin, mal dorthin wandern. Bis in das Jahr 2003 angelten sie an einem Abschnitt im südwestlichen Bereich. Seither verschlechterte sich die Situation für sie, erinnert sich Eisenmann, der seit 1997 im Verein und seit 2001 Vorsitzender ist.

Im Sommer seien am Wochenende die Badegäste, die sich unerlaubt Zutritt verschaffen, ein großes Ärgernis. Es habe bereits körperliche Auseinandersetzungen gegeben, nachdem die Angler sie auf ihren unerlaubten Aufenthalt hinwiesen. Ganz zu schweigen von dem Müll, den die sogenannten illegalen Badegäste hinterließen.

„Außerhalb der Badesaison ist der Waldsee gut“, urteilt Eisenmann. Alternativen sind für die Angler die beiden Flüsse Main und Rhein. Aber auch die Lache biete sich zum Fischfang an. Der frühere Mainarm sei allerdings nicht mehr sonderlich beliebt bei den Anglern – Schnaken und starker Pflanzenwuchs verderben ihnen die Lust.

Symbolisches Hausrecht

Deshalb setzen sie auf den Plan der Stadt und des Kiesabbauunternehmers, ihnen einen Abschnitt im westlichen Teil des Sees zur Verfügung zu stellen. Nördlich des neuen Badestrandes sollen die Raunheimer Angelfreunde die Fische aus dem See holen dürfen. „Das Areal reicht für 40 Angler“, ist sich Eisenmann sicher. Mit dieser Größe könne der Verein leben. Zumal dieser Abschnitt wahrscheinlich mit einem Zaun eingefriedet wird. Dann besitzt der Anglerverein zumindest symbolisch Hausrecht und kann gegen die nervigen und störenden illegalen Badegäste selbstbewusster auftreten. Der Vorsitzende Eisenmann rechnet damit, dass der verbotene Badebetrieb zumindest auf dem Angler-Areal zurückgeht.

Mit dem Landschaftsplaner Johannes Wolf, dessen Büro Via Verde für die Stadt tätig ist, sprachen die Angler bereits. In der Uferzone sollen Seepflanzen gesetzt werden, um den Fischen das Ablaichen zu erleichtern. Die Uferbepflanzung würde sich dann von dort auf natürlichem Wege ausdehnen.

Der Vereinsvorsitzende hofft, dass die Angler mit dem neuen Areal am Waldsee einen Ort der Ruhe und der Entspannung schaffen, wo sie ihrem Sport ungestört nachgehen können. Dann kommen vielleicht auch wieder alle Mitglieder zu gemeinschaftlichen Angelaktionen zusammen.

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