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Immanuel-Kant-Schule: Platzproblem: Vier zusätzliche Klassenräume im Container

Von Auf dem Bolzplatz wird ab sofort nicht mehr gekickt, sondern gepaukt. Seit Mitte Juli stehen dort Klasseraumcontainer.
Sie testen schon einmal die Ausstattung im Container: Stellvertretender Schulleiter Stefan Hammes, Baudezernent Nils Kraft (SPD) (von links vorne), Bereichsleiter Gebäudewirtschaft Klaus Wittmann und Objektleiterin Sophie Gumpert (von links hinten) Foto: (Dorothea Ittmann) Sie testen schon einmal die Ausstattung im Container: Stellvertretender Schulleiter Stefan Hammes, Baudezernent Nils Kraft (SPD) (von links vorne), Bereichsleiter Gebäudewirtschaft Klaus Wittmann und Objektleiterin Sophie Gumpert (von links hinten)
Rüsselsheim. 

Wenn die Schüler am nächsten Montag das Schulgelände der Immanuel-Kant-Schule (IKS) betreten, werden sie feststellen: Es gibt vier neue Klassenräume. Und zwar in einer Containeranlage, die die Stadt Rüsselsheim Mitte Juli auf dem Bolzplatz entlang der Sauerbruchstraße aufgestellt hat.

Die Aktion musste das Baudezernat innerhalb weniger Wochen organisieren. Ende Mai meldete die Schulleitung den Bedarf. „Wir hatten Glück, dass wir nicht mehr benötigte Container von der Baustelle an der Max-Planck-Schule versetzen konnten“, sagt Baudezernent Nils Kraft (SPD). Die gemieteten Klassenraumcontainer hätten eigentlich abgebaut werden sollen, nun erfüllen sie ihren Zweck an der IKS.

Dafür sei ein gewisser zeitlicher Vorlauf notwendig. Denn die Container unterlägen genauso wie der Hausbau vielen Anforderungen – es müssen Bauanträge gestellt, Genehmigungen eingeholt und der Standort mit der Schulleitung besprochen werden, gibt Kraft zu bedenken. Die Schulleitung habe sich zunächst gegen die Nutzung der Bolzplatzfläche ausgesprochen, weil die Jugendlichen dort in den Pausen gerne ihre Zeit verbringen. Andere Areale seien aber ungeeignet, beispielsweise für den Elektroanschluss. Mittlerweile ist der Container mit Strom versorgt, Internet für die Smartboards werde es aber erst nach den Herbstferien geben, schätzt Objektleiterin Sophie Gumpert. Dann erst werden die Glasfaserkabel verlegt.

Keine Toiletten

Einen Wasseranschluss gibt es in den Klassenräumen nicht. Seit mit den Smartboards gearbeitet wird, würden Handwaschbecken in Unterrichtsräumen nicht mehr eingebaut – auch wegen der Gefahr einer Kontamination des Wassers mit Legionellen, informiert Kraft. Toiletten sind ebenfalls nicht vorgesehen. Die Schüler müssen die sanitären Anlagen im Haupttrakt nutzen. Wie lange die Containeranlage von der IKS genutzt wird, ist noch offen. Die Stadt hat die Module bis Ende dieses Jahres gemietet, sagt der Baudezernent. Die Mietkosten belaufen sich bis einschließlich Dezember auf 33 600 Euro, teilt die Stadtverwaltung mit. Rund 40 000 Euro hat Rüsselsheim für die Umsetzung der Container und die Installation der Elektroanschlüsse investiert.

Mittlerweile sind die Klassenräume mit Tafeln, Tischen und Stühlen bestückt. Eine Rampe am Eingang sorgt für den barrierefreien Zugang zum Gebäude.

Zwei Räume sind frei

Der stellvertretende Schulleiter Stefan Hammes überlegt, zwei neunte Klassen in der Anlage unterzubringen. Zwei weitere Räume wären dann frei. „Aber wir finden sicherlich eine Verwendung“, sagt Hammes. Etwa für die Betreuung der Jugendlichen am Nachmittag.

Zurzeit besuchten rund 1100 Schüler die IKS. Die Anmeldezahlen seien nach wie vor sehr hoch, sagt der stellvertretende Schulleiter. Deshalb werde die IKS eine weitere fünfte Klasse aufmachen. Hinzu komme, dass mit Beginn des Schuljahres 2014/15 die Immanuel-Kant-Schule wieder eine G9-Schule ist, das heißt G8- und G9-Klassen laufen parallel. Stiller Zeitzeuge der Rückumstellung ist ein Pavillon wenige Meter von der Containeranlage entfernt. Das Provisorium wird voraussichtlich bis 2020 in Gebrauch sein. Eine gute Nachricht zum Schluss: Die Schulleitung überlegt einen Bolzplatz an anderer Stelle zu schaffen. Wo genau, werde noch Gegenstand von Gesprächen sein, so Hammes.

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