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Fachkräftemangel: Regionale Wirtschaftsförderung gibt Tipps zur Mitarbeitersuche

Rund 100 Gäste kamen auf Einladung der Wirtschaftsförderung des Kreises. Dabei gab nicht nur ein Malermeister Tipps für Mitarbeiterbindung.
Wie lassen sich Mitarbeiter in Zeiten des Fachkräftemangels gewinnen? Damit beschäftigten sich die Teilnehmer dieser Infoveranstaltung. Foto: Werner Wabnitz Wie lassen sich Mitarbeiter in Zeiten des Fachkräftemangels gewinnen? Damit beschäftigten sich die Teilnehmer dieser Infoveranstaltung.
KREIS GROSS-GERAU. 

Die Wirtschaftsförderung des Kreises Groß-Gerau, Kreissparkasse, Kreishandwerkerschaft, Handwerkskammer Rhein-Main und die Industrie- und Handelskammer Darmstadt RheinMainNeckar (IHK) hatten zu einer Unternehmer-Veranstaltung eingeladen, rund 100 Gäste kamen in den Raum für Öffentlichkeitsarbeit der Kreissparkasse Groß-Gerau. Das Thema: „Mitarbeiter finden und binden“. Johannes Brömmel, Bereichsdirektor Gewerbekunden der Sparkasse, moderierte die Veranstaltung.

Branchen vernetzen

„Das Thema Fachkräftemangel betrifft uns alle. Wir wollen die Möglichkeit zu einem Austausch bieten, bei dem sich Branchen auch vernetzen können“, sagte Timo Erckmann, Leiter des Firmenkundencenters der Sparkasse zur Begrüßung. Thorsten Walter ging auf die Möglichkeiten der Mitarbeiterbindung ein. Der Fachanwalt für Arbeitsrecht hat sich laut einer Pressemitteilung bei der Beratung von Unternehmen auf die veränderten Arbeitsbedingungen und Vergütungsstrukturen spezialisiert. Er riet den Zuhörern, neben einer adäquaten Vergütung für die Mitarbeiter auch an ein familienfreundliches Umfeld zu denken oder an die Möglichkeit zur Nutzung von Dienstfahrzeugen. „Ein erfolgsabhängiges Vergütungssystem muss für die Mitarbeiter zu verstehen sein“, sagte er.

Martin Proba, Geschäftsbereichsleiter bei der IHK Darmstadt, empfahl den Unternehmern die Nutzung des IHK-Demografie-Rechners, mit dem sie die Auswirkungen des demografischen Wandels analysieren und transparent darstellen könnten. „Man muss den eigenen Bedarf ermitteln und den Markt beobachten“, sagte Proba, der auch zur Nutzung des Fachkräftemonitors riet. Damit ließen sich Angebot und Nachfrage bis 2030 aufzeigen.

Offensiv vermarkten

Kleinere Betriebe bezeichnete Proba aufgrund flacher Hierarchien, Familienfreundlichkeit und mehr Arbeitsplatzsicherheit als attraktiv. „Die Unternehmer sollten ihre eigenen Stärken offensiv vermarkten, auch über Medienpräsenz und eine eigene Website“, erklärte der für Existenzgründung und Unternehmensförderung zuständige IHK-Geschäftsbereichsleiter. „Unterschätzen Sie nicht die Generation 50plus, Alleinerziehende und Rückkehrer aus der Elternzeit.“

Die Geschäftsführerin und Steuerberaterin Gerdi Scherb stellte „Goodies für Arbeitnehmer“ vor und ging auf elf Möglichkeiten ein, mit denen Mitarbeiter gefördert werden können. Sie verwies zum Beispiel auf die Möglichkeit von steuerfreien Aufmerksamkeiten zu besonderen Anlässen bis zu 60 Euro, Tank-Gutscheinen bis monatlich 44 Euro, Gesundheitsförderung bis 50 Euro sowie von Restaurantschecks, die Nutzung von Telekommunikationsgeräten oder das Bereitstellen von Parkplätzen.

Zum Abschluss gab Marcus Seibert, Geschäftsführer sowie Meister im Maler- und Lackierer-Handwerk, einen Erfahrungsbericht. Er ging auf die Einbindung von Mitarbeitern bei seiner GmbH ein: „Wir haben eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 14 Jahren und eine sehr geringe Fluktuation bei den Mitarbeitern.“ Seibert berichtete auch von der Einbindung von Mitarbeitern in Planungen oder Projekte, über die Nutzung von Zeitkonten und die Kooperation mit einem Fitnessstudio bei der Gesundheitsförderung.

Austausch beim Imbiss

Mit der Möglichkeit zum Gedankenaustausch und einem Imbiss endete die Veranstaltung, die Margit Kühner von der Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung als gelungen bezeichnete: „Dieser Austausch ist wichtig für die Unternehmen im Landkreis“, sagte sie laut Pressemeldung. red

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