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Inline-Hockey: Rüsselsheim Royals belegen in der Rhein-Main-Hockeyliga den ersten Platz

Sie sind die Sportler mit der Krone auf dem Trikot. Für die Rüsselsheim Royals geht die Sommersaison zu Ende. Die Inline-Hockey Spieler blicken auf ein gutes Jahr zurück.
Die Mannschaft der Rüsselsheim Royals ist dieses Jahr Meister der Rhein-Main-Hockeyliga geworden. Die meisten Spieler gehen im Winter in verschiedenen Vereinen auf das Eis. Die Mannschaft der Rüsselsheim Royals ist dieses Jahr Meister der Rhein-Main-Hockeyliga geworden. Die meisten Spieler gehen im Winter in verschiedenen Vereinen auf das Eis.
Rüsselsheim. 

Es gibt einen lauten Knall, der über das gesamte Stadion am Sommerdamm zu hören ist. Dann ein weiterer Knall und noch einer, gefolgt von einem unzufriedenen Fluch. Schnell ist die Quelle der Knall-Geräusche gefunden. Es ist die Mehrzweckbahn, die im Sommerdamm zwischen dem Fußballplatz des SC Opel und dem Leichtathletik-Stadion liegt. Und der Knall ist das Resultat des Pucks, der gegen die Umrandung der Bahn fliegt. Die Rüsselsheim Royals trainieren fleißig. Da es die letzte Woche vor den Herbstferien ist, wird das Training danach vorerst ruhen. Die Spieler der Inline-Hockey Mannschaft des Rüsselsheimer Roll- und Schlittschuh Clubs spielen sich gerade gegenseitig den Puck zu. Gekleidet sind sie in der gleichen Schutzausrüstung wie Spieler beim Eishockey.

Im Winter auf dem Eis

Tatsächlich gingen die meisten Spieler der Mannschaft im Winter auf das Eis und spielten bei Eishockey Teams in der Region mit, informiert Stefan Swoboda vom Vorstand der Royals. „Einige unsere Teammitglieder haben erst mit dem Eishockey angefangen und dann im Sommer auch bei uns Inline-Hockey gespielt. Bei anderen war es umgekehrt.“ Er habe mit dem Inline-Hockey begonnen, erzählt der Trainer der Royals, Janik Schwedler. Auch er spiele im Winter Eishockey. Obwohl sich beide Sportarten auf den ersten Blick sehr ähnelten, seien sie doch unterschiedlich. „Die Technik ist beim Eishockey und beim Inline-Hockey ganz verschieden. Der Puck ist beim Inline-Hockey leichter und insgesamt ist es langsamer als Eishockey“, erklärt der Trainer. Er selbst spiele jedoch lieber Inline-Hockey.

Max ist mit zwölf Jahren das jüngste Mitglied der Royals. Bild-Zoom
Max ist mit zwölf Jahren das jüngste Mitglied der Royals.

Bei dem jüngsten Teammitglied der Mannschaft ist das genau umgekehrt. „Ich spiele lieber Eishockey“, berichtet Max. „Obwohl ich vor sechs Jahren mit dem Inline-Hockey angefangen habe und Eishockey erst seit fünf Jahren spiele.“ Max ist zwölf Jahre alt aber schon ein vollwertiges Mitglied der Mannschaft, die sonst nur aus Erwachsenen besteht. „Meine Beine sind noch etwas kurz. Ich kann nicht immer mithalten, aber ich gebe jedes Mal mein Bestes.“ Das kann auch Stefan Swoboda bestätigen. „Max stürzt sich seit jeher voll ins Getümmel. Er ist ein großes Talent.“ Bereits seit ein paar Wochen hat das Eishockey Training für den Jungen wieder begonnen. „Ich spiele beim EC Bad Nauheim Eishockey. Es ist mein Traum, einmal Eishockey-Profi zu werden“, sagt Max ernsthaft. Dafür tue er alles und trainiere drei bis vier mal pro Woche. Außerdem arbeite er gerade daran, in die Hessenauswahl zu kommen. In der Mannschaft der Rüsselsheim Royals trainiere er im Sommer gerne.

Verstärkung gesucht

Der älteste Spieler der Royals sei in der 60igern, gibt Stefan Swoboda an. Und eine Frau gebe es zurzeit ebenfalls im Team. Die Mannschaft suche jedoch immer Verstärkung. „Man muss noch nicht mal Inliner fahren können. Das bringen wir den Leuten im Training parallel zum Hockeyspielen bei“, berichtet Swoboda. Er selbst sei so zum Inline-Hockey gekommen. Auch Kinder und Jugendliche könnten sich gerne melden. „Wir möchten im kommenden Sommer eine Jugendmannschaft aufbauen“, so das Vorstandsmitglied.

„Dieses Jahr sind wir sportlich einmal andere Wege gegangen. Zwischen 2016 und 2017 nahmen wir am Spielbetrieb der IHD – Inline-Hockey-Deutschland teil – und schafften 2016 den Aufstieg in die Oberliga, welches die höchste Spielklasse dieses Verbandes ist. In 2007, 2009 und 2013 wurden wir jeweils Hessenmeister. Doch 2018 haben wir in einem anderen Verband, der Rhein-Main-Hockeyliga (RMHL) gespielt. Hier sind wir vor ein paar Wochen Meister geworden. Es war die erste von der RMHL durchgeführte Saison“, informiert Swoboda.

Das Knallen des Pucks an der Bande der Rollschuhbahn ist noch bis spät am Abend zu hören. Trainer Janik Schwedler meint: „Wir trainieren immer dienstags und freitags ab 19 Uhr. Aber das Ende ist offen. Wir bleiben so lange, wie die Sportler Lust haben.“

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