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Sauer räumt den Sessel des Bürgermeisters

Nach der Wahl zum Bundestagsabgeordneten räumt Bürgermeister Sauer den Schreibtisch im Rathaus. Die Amtsgeschäfte übernimmt vorerst Stadtrat Zarges.
GROSS-GERAU. 

Stefan Sauer (CDU), zehn Jahre lang Bürgermeister in der Kreisstadt, verabschiedet sich mit dem Ende dieser Woche aus der Kommunalpolitik, um seiner neuen Aufgabe als Bundestagsabgeordneter in Berlin nachzugehen. Es war ein leiser, eher unspektakulärer Abschied: Im Stadthaus übergab er seinen Schreibtisch an den Ersten Stadtrat Richard Zarges (Kombi/Freie Wähler), der nun bis zur Wahl des Nachfolgers im Februar das Steuer übernimmt.

Schön aufgeräumt sei alles gewesen, sagte der Erste Stadtrat. Er habe alles so sauber vorgefunden, wie Sauer auch seine Amtsgeschäfte geführt habe. Bevor dieser das Stadthaus verließ, dankte er seinen Mitarbeitern für Treue und Unterstützung.

Es war gewissermaßen die letzten Amtshandlung, als der scheidende Bürgermeister am Donnerstagabend in der Stadthalle den Haushaltsentwurf für das Jahr 2018 im Parlament einbrachte. Auch er trägt seine Handschrift: Die Finanzen der Kreisstadt sind wohlgeordnet. Es errechnet sich ein Überschuss von 92 000 Euro. Bis 2021 will die Stadt sogar ihre Schulden abbauen, die sie in den „mageren Jahren“ aufnehmen musste.

Stadtrat Zarges überreichte dem Bürgermeister am Schluss der Sitzung im Namen des Magistrates ein „besonderes Sägeblatt“ für eine Kreissäge, dem bevorzugten Gerät des Heimwerkers Sauer. Sie solle Symbol sein für den sauberen Schnitt, den der neue Bundestagsabgeordnete in seiner Heimatstadt hinterlassen habe.

Mit einem Glas Sekt klang die kommunalpolitische Ära von Stefan Sauer, die 1993 als Stadtverordneter begonnenen und ihren Höhepunkt 2007 mit der ersten Wahl zum Bürgermeister gefunden hatte, endgültig aus. Trotz des Mandates in Berlin bleibt Sauer aber Groß-Gerauer. Gewechselt habe nur die Funktion, betonte er. miko

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