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Instandhaltung: Schlamm-Slalom im Ostpark

Anwohner beklagen die Zustände der Gehwege im Ostpark und an der Horlache. Der Städteservice bemüht sich um Ausbesserung, die Stadtverwaltung will mit Rücksicht auf die Finanzen handeln.
Schlammspaziergang in der Sonne: Am Kletterpark sind die Wege teils schwer begehbar. Bilder > Schlammspaziergang in der Sonne: Am Kletterpark sind die Wege teils schwer begehbar.

Minus drei Grad sind es an diesem sonnigen Wintermorgen, die Erde ist gefroren, und noch sind nicht viele Menschen am Ufer der Horlache unterwegs. Hie und da sind breite Reifenspuren in der harten Erde zu sehen, auch Hundespuren sind zu entdecken. In ein paar Stunden, wenn das Wasser im Boden geschmolzen ist, kann der Spaziergang mancherorts zum Schlamm-Slalom werden.

Dieter Bratke ist Anwohner in der Nähe des Horlache-Beckens 7 im Dicken Busch und unzufrieden mit der Situation. „Mit dem Hund kann ich dort gar nicht mehr gehen“, erzählt er. Noch schlimmer sei es im Ostpark, am Rande des Kletterparks und des Biergartens. Die Fahrspuren, verursacht durch die Dienstfahrzeuge des Städteservice, seien teils so großflächig, dass der Weg an sich nicht mehr zu begehen sei. Problem und Lösung sieht er nahe beieinander: Die entstandenen Löcher und Schlammpfützen könnten doch mit Kies gestopft werden, legt er dem Städteservice nahe.

Kies nur Kosmetik

„So einfach ist das leider nicht“, erklärt auf Nachfrage der Vorstand des Städteservice Raunheim Rüsselsheim, Jens Will. Erstens könne, solange es abwechselnd so kalt und regnerisch ist, nichts getan werden. Und zweitens sei die Auffüllung, die regelmäßig vorgenommen werde, nur Kosmetik. „Die Wege sind in die Jahre gekommen“, so Will. Der Wegebau sei nicht die Aufgabe des Städteservices, sondern die der Stadt.

Der seit 1. Februar zuständige Dezernent für den entsprechenden Fachbereich, Stadtrat Nils Kraft, will sich laut einer Stellungnahme „des Themas Ostpark annehmen und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten eine Verbesserung initiieren“. Der Situation dort sei der Stadtverwaltung bekannt. Dass die Wege von Fahrzeugen befahren werden müssen, ist für Will allerdings ohne Frage notwendig – ganzjährig. „In diesen Bereichen hängen Abfallbehälter und wir kümmern uns um die Baumpflege“, so der Vorstand.

Damit die Wege möglichst wenig in Mitleidenschaft gezogen werden, habe man bereits den Fuhrpark durch leichtere Fahrzeuge angepasst. „Trotzdem kann es natürlich passieren, dass da Fahrspuren entstehen“, räumt Will ein.

Befahrung notwendig

Dieter Bratke kann das teils nachvollziehen, sieht aber vor allem Natur und Erholungsfaktor der Spazierwege in Mitleidenschaft gezogen.

Er plädiert für „etwas Rücksicht“ und „mehr Pflege“ der Wege und Pflanzen in der Zwischenzeit. Das, so Jens Will, geschehe ja bereits. Wann seitens der Stadt gehandelt wird, bleibt allerdings offen.

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