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Sarah und Christian Raab: Sie teilen ihre Leidenschaft

Das ECHO stellt junge Menschen vor, die sich im Ehrenamt engagieren. Heute erzählt Sarah Raab, dass sie mit ihrem Mann Christian beim DRK und beim Jugendrotkreuz aktiv ist. Eheleben und Ehrenamt verbindet das Paar.
Ehrenamt als Familie: Sarah und Christian Raab mit Söhnchen Lennard. Foto: Rüdiger Koslowski Ehrenamt als Familie: Sarah und Christian Raab mit Söhnchen Lennard.
Raunheim. 

Der vier Monate alte Lennard hält im Kinderwagen ein Schläfchen. Während er träumt, begrüßen Sarah Raab und ihr Mann Christian die Kinder und Jugendlichen zur ersten Stunde des Jugendrotkreuzes nach den Sommerferien. Die 24-jährige junge Mutter ist die Jugendleiterin, ihr ein Jahr jüngerer Mann ist ihr Stellvertreter. Aber das Ehepaar hat auch noch andere Aufgaben beim Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes Raunheim-Kelsterbach: Sie ist aktiv in der Einsatzabteilung, er ist stellvertretender Bereitschaftsleiter.

„Nein, unser Sohn ist noch kein Mitglied“, erzählt Sarah Raab schmunzelnd. Dann wäre die ganze Familie beim DRK. Für die Eltern ist es gar nicht so ungewöhnlich, dass eine Familie beim DRK angemeldet ist und sich zudem noch aktiv engagiert. „Bei uns sind einige Eheleute dabei, einige sogar mit Kindern“, berichtet Sarah Raab.

 

Manchmal ist es stressig

 

Sie findet es praktisch und angenehm, dass sie und ihr Mann ein Faible für das Deutsche Rote Kreuz haben. „Die Dienstbesprechungen für das Jugendrotkreuz sind zu Hause“, berichtet Sarah Raab lachend. Beispielsweise auf der Couch vor dem Fernseher oder auch während des Abendessens. Das DRK ist eigentlich immer präsent, es spielt auch bei Gesprächen der beiden eine große Rolle.

„Wenn wir unserem Hobby nachgehen, sind wir zusammen“, beschreibt Sarah Raab einen Teil ihrer Freizeit. Dienstags betreuen sie am späten Nachmittag im Stützpunkt in der Odenwaldstraße das Jugendrotkreuz, donnerstagabends ist die Dienststunde gemeinsam mit den anderen ehrenamtlichen Einsatzkräften. Sarah Raab findet das cool. Das praktizieren sie seit mehr als zwei Jahren in dieser Form und so soll es auch in Zukunft weitergehen.

Christian Raab betrachtet das gemeinsame Engagement beim DRK allerdings nicht ganz so entspannt wie seine Frau. Freilich würde das gemeinsame Hobby viel vereinfachen. Aber seine Aufgabe als stellvertretender Bereitschaftsleiter mit der Aufgabe beim Jugendrotkreuz und mit dem Familienleben unter einen Hut zu bekommen, sei mitunter schwierig. „Das Jugendrotkreuz geht eigentlich, aber beim DRK ist es manchmal stressig“, räumt der junge Vater ein.

 

Von der Blutspenderin zur Betreuerin

 

Er ist bereits seit 2006 beim Deutschen Roten Kreuz und hilft seit 2010 beim Jugendrotkreuz. Sarah Raab kam erst sechs Jahre später zu dem Rettungsdienst. Die beiden kennen sich seit 2006 und sie ist seit einigen Jahren Blutspenderin. „Bei den Blutspenden wurde ich animiert, beim DRK mitzumachen“, erzählt Sarah Raab. Kurze Zeit später war sie beim Jugendrotkreuz Betreuerin, dann stellvertretende Leiterin.

Im März übernahm sie von Cornelia Harbich die Leitung des Nachwuchses des Deutschen Roten Kreuzes. „Am Anfang war es schwierig mit den Kids“, gesteht Sarah Raab. Vermutlich habe der Respekt der 15 zehn- bis 18-jährigen Kinder und Jugendlichen ihr gegenüber gefehlt, meint sie. Denn sie ist einige Jahre jünger als ihre Vorgängerin. Bei einem Elternabend wurden die Probleme aber angesprochen und geklärt.

Sarah Raab hat für die Gruppenleitung extra eine freiwillige Schulung absolviert. Pädagogik aber auch das Jugendschutzgesetz waren unter anderem Thema. „Es kann zwar jeder Gruppenleiter machen, aber zu der Schulung sollte man schon gehen“, so ihre Erfahrung.

Bisher haben Sarah und Christian Raab die Jugendlichen bei der Stange halten können. Wichtig dabei ist auch eine gemeinsame Dienstkleidung als Identifikationsfaktor. Bisher trugen die Kinder und Jugendlichen nur ein blaues Poloshirt. Über eine Spende ist es Sarah Raab aber jetzt möglich, richtige Dienstkleidung zu bestellen.

Sie hat sich auf die Fahne geschrieben, dass Jugendrotkreuz weiter auszubauen. Sie will verstärkt in die Öffentlichkeit gehen, um das Jugendrotkreuz bekannter zu machen. „Ich will, dass die Leute uns sehen“, sagt sie.

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