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Eröfnung verschiebt sich: Sommersaison im Rüsselsheimer Lachebad fällt aus

Von Das neue Lachebad wird teurer als geplant. Das steht jetzt schon fest. Unklar ist dagegen, wann das neue Bad eröffnet wird.
Die Eröffnung des neuen Hallenbads könnte sich verzögern.  Zeichnung: Stadt Foto: Stadt Rüsselsheim Die Eröffnung des neuen Hallenbads könnte sich verzögern. Zeichnung: Stadt
Rüsselsheim. 

13,5 Millionen Euro waren für Bau- und Planung des neuen Lachebads ursprünglich geplant. Nach derzeitigem Stand wird es aber 16,9 Millionen Euro kosten – 3,4 Millionen Euro mehr. So steht es auch in einem Sachstandsbericht, den Standplaner Frank Kohmann jetzt in den Ausschüssen vorstellte.

Kohmann nannte mehrere Gründe: In der Machbarkeitsstudie von 2014 sei die Baukostensteigerung nicht eingeplant gewesen. Die ist jetzt mit 2,5 Prozent pro Jahr angesetzt worden. Außerdem seien jetzt 400 000 Euro als Risikozuschlag angesetzt worden, denn man wisse ja nie, „was man noch so im Boden findet“, sagte Kohmann mit Blick auf die ausstehenden Arbeiten an der Außenanlage. Außerdem kalkulieren die Planer jetzt einen Verlust ein, den sie zunächst nicht berücksichtigt hatten: Weil das Bad nicht rein gewerblich, sondern auch für den Schulsport genutzt wird, fällt die erhoffte steuerliche Entlastung geringer aus.

„Wir haben Mehrkosten, das will ich gar nicht beschönigen“, sagte Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) im Kultur-und Sportausschuss. Im „worst case“, dem schlimmsten Fall, wären inklusive aller Risiken sogar 18,7 Millionen Euro Kosten möglich gewesen, hätten die Städteplaner ausgerechnet.

„Vielleicht sind wir zu früh gestartet“, räumte Kohmann ein. Erst Ende März 2016 habe die genaue Kostenplanung vorgelegen, „doch parallel dazu haben wir schon gebaut“. Burghardt schob die Begründung nach: „Wir brauchen so schnell wie möglich ein Hallenbad.“ Kommentar des Stadtverordneten Marcel Baymus (Linke Liste/Solidarität): „Am eigenen Ehrgeiz gescheitert.“

Ehrgeiziges Ziel

Nicht nur die Kröte wegen der höheren Kosten muss geschluckt werden. Auch die Eröffnung des neuen Bades verzögert sich möglicherweise noch einmal. Bislang war davon die Rede, dass das Hallenbad Ende Dezember seine Türen öffnet, ein „ehrgeiziges Ziel“, wie Kohmann einräumte. Die Traglufthalle ist bis Ende des Jahres gemietet und kostet zwischen 13- und 14 000 Euro pro Monat. Doch auch wenn der Vertrag Ende 2017 ausläuft, müssen die Rüsselsheimer nicht im Winter aufs Schwimmen verzichten. Mit dem Vermieter sei vereinbart, dass die Traglufthalle bis Ende März 2018 stehenbleiben könnte, berichtete Sport-Fachbereichsleiter Robert Neubauer, „kostenlos und aus Kulanz“. Um diese Jahreszeit habe kaum jemand Bedarf an einer solchen Halle.

Schwimmen im Freien in den Sommermonaten wird im kommenden Jahr übrigens nur im Waldschwimmbad möglich sein. Der Abriss des Freibads soll nach Kohmanns Angaben im Februar oder März 2018 beginnen, also vor der Freibadsaison.

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