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Handel: Spargelsonntag in Rüsselsheim: Königsgemüse bei Kaiserwetter

Viele hundert Besucher kommen zum Spargelsonntag des „Treffpunkt Innenstadt“ und der Stadt. Die Gäste lassen sich Spargel und Wein schmecken und gehen in die Geschäfte. Ein bisschen mehr an Spargelgerichten hätte es allerdings sein dürfen.
Sie lieben Spargel: Ernst Müller und Tochter Judith-Anna Müller. Sie lieben Spargel: Ernst Müller und Tochter Judith-Anna Müller.
Rüsselsheim. 

Rund und weiß liegen sie da, die Spargelstangen. Auch der grüne, von Sonnenlicht verwöhnte Spargel. Das Gemüse ist gesund, es ist kalorienarm, fördert die Wasserausscheidung, wirkt entschlackend und regt den Stoffwechsel an. Spargel, das königliche Gemüse, das früher bei Hofe gereicht wurde, ist auch heute nicht ganz billig, aber viele Menschen wollen es sich trotzdem leisten.

Leckere Erdbeerbowle gibt es bei Susanne Hix vom TC Rüsselsheim. Bild-Zoom
Leckere Erdbeerbowle gibt es bei Susanne Hix vom TC Rüsselsheim.

Zu kaufen und zu kosten gab es das Königsgemüse beim Spargelsonntag, an dem auch viele Geschäfte geöffnet haben. „Wir haben uns richtig auf den Spargelsonntag gefreut, wir sind extra wegen der Spargelgerichte gekommen“, sagen Sigi Horneck und Birgit Rendel. Spargelsalat an einem Stand sowie Spargelsuppe und Spargelpasta an einem weiteren Stand, das war es aber schon, haben die beiden Frauen festgestellt.

Dazu ein Glas Wein

Sie entscheiden sich für den Spargelsalat. „Der riecht gut und sieht gut aus“, stellen sie fest. Das Rezept: Spargel, Fleischwurst, Paprika, Essig, Öl, Salz, Pfeffer und viel Leidenschaft, erzählt Anke Kettenuß von der Metzgerei Mahr. „Und den Spargelsalat dann mit einem Gläschen Wein hinunterspülen“, empfiehlt sie.

Auf den Straßen in der Innenstadt ist am verkaufsoffenen Sonntag viel los. Bild-Zoom
Auf den Straßen in der Innenstadt ist am verkaufsoffenen Sonntag viel los.

Rohen Spargel können die Besucher des Fests am Stand des Spargelhofs Müller erwerben. Ernst Müller hat weißen und grünen, dicken und dünnen Spargel im Sortiment. „Die Ernte war in diesem Jahr problemlos“, berichtet er. Er ist ein ausgesprochener Fan des Königsgemüses. Der 69-Jährige genießt jeden Tag Spargel. Ob als Suppe, im Salat, als Auflauf oder in anderer Form.

Vereine unterstützen

Das Select Hotel bietet ebenfalls Spargel an. Auch Küchenchef Marco Linnewedel hat festgestellt, dass es um Spargelgerichten etwas dürftig bestellt ist. „Es heißt Spargelsonntag, da muss man auch Spargel anbieten“, ist er überzeugt. Das Hotel kredenzt Suppe und Auflauf. Ekkehard Jehle und Sohn Bernd sind extra wegen der Suppe nach Rüsselsheim gekommen und löffeln sie mit Genuss.

Thomas Hartmann verlost Spargel. Bild-Zoom
Thomas Hartmann verlost Spargel.

Um den Rebensaft ist es da weitaus besser bestellt. Stefan Wagner, Mariana Brand und Sascha Schubert genießen bei der Feuerwehr ein Gläschen Weißwein. „Wir wollen Rüsselsheim unterstützen“, sagen sie. Und die Feuerwehr selbstverständlich auch.

Die Feuerwehr will sich der Öffentlichkeit präsentieren, sagt Vereinsvorsitzender Jan Nees. An dem Stand prosten sich schon kurz nach Beginn des Festes einige Leute zu.

Auch am Markplatz und am Friedensplatz herrscht recht schnell recht viel Betrieb. Die Sonne lacht über die beiden Fußgängerzonen Marktstraße und Bahnhofstraße: Kaiserwetter für das Königsgemüse. Nicht zuletzt deshalb macht die City Parfümerie lautstark Werbung für Sonnencreme.

Der TC Rüsselsheim wirbt für sein Tennisprogramm Fast Learning: In fünf Wochen Tennis spielen lernen. Nach oder auch vor der Beratung gibt es eine Erdbeerbowle, die Susanne Hix, Miriam Bopp und Sanja Schneider ausschenken.

Gewerbetreibende und Oberbürgermeister sind hochzufrieden

„Ich kam selbst kaum raus, so voll war es bei uns“, sagt Thomas Hartmann, Geschäftsinhaber des gleichnamigen Bekleidungsgeschäftes und Vorsitzender des „Treffpunkt Innenstadt“ bei einem Pressegespräch.

clearing

Bei Temperaturen um die 26 Grad kommt ein Aufenthalt in den Geschäften gerade recht. Beim Nähzentrum Hüneborn läuft es erst am frühen Nachmittag an, weiß Judith Hüneborn. „Wir liegen mittendrin, da darf man nicht fehlen“, sagt sie.

Beim Modegeschäft Junginger in der Frankfurter Straße brummte es dagegen bereits vor dem offiziellen Beginn, berichtet die stets gut gelaunte Geschäftsführerin Susanne Junginger. „Schöne Stimmung“, fasst sie ihren Eindruck zusammen. Nicht nur an der Kasse, sondern auch an der Sektbar herrscht Hochbetrieb. „Hier fühlen sich auch die Männer gut aufgehoben“, sagt sie und lacht.

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