Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige LS Lederservice Sie suchen einen Spezialisten aus Rhein-Main? 28°C

Vorlesewettbewerb: Sprachbegabte Chicos lesen Spanisch

Einen Vorlesewettbewerb besonderer Art gibt es im Neuen Gymnasium: Sechs herausragende Schüler der sechsten Klassen bezeugten jetzt ihre Spanischkenntnisse vor zwei Jurorinnen: Die Lehrerinnen Carolin Fuentes und Nina Ziegler bestimmten zwei Sieger, die das Neue Gymnasium beim Halbfinale in Wiesbaden vertreten.
Schülerin Emma Kovacs liest beim Spanischwettbewerb, links daneben Kim-Chi Stutzinger, rechts Lavinia Fröhlich, dahinter unterstützende Freunde mit Plakaten. Schülerin Emma Kovacs liest beim Spanischwettbewerb, links daneben Kim-Chi Stutzinger, rechts Lavinia Fröhlich, dahinter unterstützende Freunde mit Plakaten.
Rüsselsheim. 

„Fuerte, por favor“ – „stark betonen, bitte“, ruft Carolin Fuentes den Schülern zu, die sich zum Vorlesewettbewerb in der Bibliothek versammelt haben. Es geht ums sinnbetonte, laute Lesen eines Textes in spanischer Sprache, wozu am Neuen Gymnasium sechs sprachbegabte Schüler der Jahrgangsstufe sechs von ihren Mitschülern ausgewählt wurden, die nun, angefeuert von Freunden, ihr Können bezeugen: Wer wird der Beste sein?

 

Zum ersten Mal am Neuen Gymnasium

 

Dies entscheiden klassenübergreifend Lehrerin Carolin Fuentes und ihre Kollegin Nina Ziegler. Fuentes hat den hessenweiten Wettbewerb „Leo, leo, Qué lees?“ – „Ich lese, was liest du?“, der 2011 von Lehrerinnen der Hessenwaldschule Weiterstadt initiiert wurde, zum ersten Mal ans Neue Gymnasium geholt. Für jene begabten Schüler der Klassen sechs bis zehn, deren zweite Fremdsprache Spanisch ist, ist der Wettbewerb Anreiz, ihre Fähigkeiten über die Schule hinaus zu beweisen.

Acht Schüler der verschiedenen Altersstufen treten nämlich beim Halbfinale in Wiesbaden am 14. März gegen Teilnehmer aus rund 20 hessischen Schulen an. Dass die Schüler des Neuen Gymnasiums – neben Immanuel-Kant-Schule und Max-Planck-Schule eine von drei Schulen in Rüsselsheim, die Spanisch anbieten – auch in Wiesbaden punkten können, dafür haben Nina Ziegler und Carolin Fuentes die Schüler intensiv vorbereitet. Jetzt heißt es nur noch: Daumen drücken.

„Bei der Wahl zwischen Latein oder Spanisch als zweite Fremdsprache ist Spanisch sehr gefragt“, sagt Nina Ziegler am Rand der Vorlesestunde. „Die Sprache ist melodisch, temperamentvoll und von vielen Schülern mit positiven Urlaubseindrücken verknüpft“, meint sie. Die Orthografie sei relativ einfach, da sich – anders als etwa im Französischen – Schrift- und Lautsprache meist decken. „Monoton vorzulesen geht im Spanischen gar nicht, es braucht kräftige Betonung“,fügt sie hinzu, und Carolin Fuentes bittet die „Chicos“ – „die Kinder“ – um Konzentration: „Fuerte“, ermuntert sie Kandidatin Emma Kovacs, die sich souverän durch einen Text von 1300 Wörtern arbeitet. Darin geht es um die Kinder Esteban und Elena, die einen Zoo besuchen: Los animales grandes – die großen Tiere – spazieren durch den Text, wobei los elefantes – die Elefanten – begeistern.

Als Emma fertig ist, lobt die Lehrerin: „Muy bien, gracias“ – „Sehr gut, danke“. Und ermahnt die Freunde der Vorleser, die teils Plakate mit Herzchen und Namenszug ihrer Favoriten parat halten, trotz der Spannung still zu sein: „Silencio absoluto!“

 

Muttersprachler werden extra bewertet

 

Schülerin Lavinia Fröhlich ist an der Reihe, gibt ebenfalls ihr Bestes, Mounia Mourabit, Kim-Chi Stutzinger, Bernice Ferreira da Silva und Philipp de Ornelas Velosa folgen. Die Lehrerinnen erklären auf Nachfrage, dass spanische Muttersprachler unter den Schülern beim Halbfinale in Wiesbaden separat bewertet werden.

Das Finale des Gesamtwettbewerbs geht am 26. April im Frankfurter Instituto Cervantes über die Bühne, denn das Instituto ist zentraler Partner des Wettbewerbs. Unter den Spanischschülern der sechsten Klassen am Neuen Gymnasium wurden am Ende Philipp de Ornelas Velosa und Kim-Chi Stutzinger als Klassenstufensieger benannt – Lesetechnik, Textgestaltung, Textverständnis, alles bestens, so Fuentes und Ziegler.

Lob freilich galt allen Teilnehmern, denn dass sie jeweils Klassenbeste im Vorlesen sind, bleibt unbestritten ein schöner Erfolg, der fürs weitere Lernen der Sprache ermutigt.

Mehr aus Rüsselsheim

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse