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Klimaschutz: Stadtradelbotschafter Rainer Fumpfei: 2500 Kilometer in einem Monat

Der Stadtradelbotschafter des Klimabündnisses, Rainer Fumpfei, fuhr am Dienstagnachmittag mit seinem eigens für ihn angefertigten Fahrrad in den Innenhof des Rathauses ein. Der passionierte Klimaschützer ist noch bis zum 12. Juni im gesamten Westen der Republik unterwegs.
Der Stadtradelbotschafter Rainer Fumpfei  zeigt, dass das Fahrrad eine gute Alternative zum Auto sein kann. Der Stadtradelbotschafter Rainer Fumpfei zeigt, dass das Fahrrad eine gute Alternative zum Auto sein kann.
Rüsselsheim. 

„Wetter und Kleidung sind keine Ausreden, um nicht aufs Rad zu steigen“, sagt Rainer Fumpfei deutlich. „Das einzige, was die Menschen davon abhält, das Fahrrad dem Auto vorzuziehen, ist der innere Schweinehund“, stellt Fumpfei fest.

Rainer Fumpfei ist Botschafter der Aktion Stadtradeln des Klimabündnisses, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas, dem rund 1700 Mitglieder in 26 Ländern Europas angehören. Am Dienstagnachmittag fährt Fumpfei mit seinem extra für ihn angefertigten Reisefahrrad in den Innenhof des Rathauses ein. Es ist sein vierter Besuch in Rüsselsheim. Am 12. Mai ist der Berliner in Rheinfelden in der Schweiz gestartet. Am 12. Juni wird er seine Tour in Buchholz in der Nordheide beenden. Dann hat er in einem Monat rund 2500 Kilometer und unzählige Termine als Botschafter absolviert. Fumpfei navigiert mit Hilfe eines GPS Systems an seinem Lenkrad. Neben dem System hat er zudem eine Halterung für sein Handy. „Ich produziere über einen Dynamo und einen Puffer-Akku meinen eigenen Strom, 12 Volt am Tag“, erzählt der passionierte Radreisende und zeigt auf eine Steckdose, die sich in einer Tasche am Lenkrad befindet. „Hier kann ich mein Handy aufladen.“

Neben sechs verschiedenen Taschen an Vorderrad, Hinterrad und auf dem Lenkrad, zieht der Botschafter der Aktion Stadtradeln einen Anhänger hinter sich her. Darauf hat er ein Zelt festgezurrt. „Hier habe ich mein Appartement mit dabei“, sagt er humorvoll und lacht. Eine Tasche am Vorderrad trägt die Aufschrift Küche. Auf einer anderen Tasche steht Bad. „Ich kann jederzeit einen Filterkaffee machen“, sagt er augenzwinkernd. „Ich bin insgesamt einen Monat unterwegs. Da brauche ich einiges.“

Überhaupt werde der wirtschaftliche Wert von Radreisenden oft unterschätzt. „In Radreisen steckt viel Potenzial“, erklärt Fumpfei. „Mehr und mehr Menschen reisen so durch die Bundesrepublik und andere Länder.“ Er selbst sei mit seinem Fahrrad bereits in Süd-Afrika unterwegs gewesen. „Und die meisten Radreisenden übernachten in Hotels und nutzen die örtliche Gastronomie.“

Als Stadtradelbotschafter möchte Fumpfei bei seiner Tour zeigen, dass das Fahrrad eine gute und vor allem umweltfreundliche Alternative zum Auto ist. „Die Menschen beschweren sich immer, wenn sie im Stau stehen. Dabei verursachen sie den Stau ja mit“, bemerkt Fumpfei deutlich.

Rainer Fumpfei plädiert bei seinem Besuch in Rüsselsheim auch für einen Ausbau der Radstrecke zwischen Mainz und Frankfurt als Schnellradstrecke. „Es bewegt sich etwas in Bezug auf Radwege. Doch es muss noch besser werden. Nur so können wir den Ausstoß von Co2 weiter minimieren.“

In Rüsselsheim findet die Aktion Stadtradeln zwischen dem 27. Mai und dem 16. Juni statt. Informationen dazu gibt es unter: www.stadtradeln.de
/ruesselsheim.

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