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Nach Rücktritt: Stiftungsvorstand der Lucy-Weinert-Stiftung weist Vorwürfe zurück

Der Vorstand der Lucy-Weinert-Stiftung bedauert den Rücktritt von Heike Staengle aus dem Stiftungsrat. Allerdings gebe es keinerlei Anlass, die Arbeit der Stiftung infrage zu stellen.
Symbolbild Symbolbild
Trebur. 

Es hatte für Aufsehen gesorgt: Heike Staengle ist von ihrem Engagement im Rat der Lucy- Weinert-Stiftung zurückgetreten – offiziell aus persönlichen Gründen. Während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung machte die frühere CDU-Beigeordnete allerdings keinen Hehl daraus, dass sie von der Arbeit innerhalb der Stiftung enttäuscht sei. Ihr Vorwurf: Geld sei unsachgemäß ausbezahlt worden.

Da während der Sitzung der Gemeindevertretung dazu keine Aussprache zugelassen wurde, gaben Bürgermeister Carsten Sittmann (CDU) – Vorsitzender der Stiftung – und die beiden Vorstandsmitglieder des siebenköpfigen Stiftungsrats, Egon Hartl und Gerhard Richter, kurzfristig eine Pressekonferenz. Dabei bedauerten alle drei den Rückzug von Heike Staengle. Allerdings wiesen sie die Vorwürfe zurück, innerhalb der Stiftung sei nicht korrekt gearbeitet worden.

Finanzvorstand Hartl bekräftigte noch einmal, dass die von Heike Staengle monierte Auszahlung von 2000 Euro an das Soziale Netz Trebur im vergangenen Dezember absolut korrekt verlaufen sei. „Wir sind verpflichtet, die Erträge des Kapitals bis spätestens Ende des Folgejahres auszuschütten.“ Dies werde sowohl vom Finanzamt als auch vom Regierungspräsidium streng kontrolliert. Mangels konkreter Vorschläge habe er das Geld an das Soziale Netz überwiesen. „Dort ist es mit Sicherheit gut aufgehoben“, sagte Hartl.

Sittmann, Richter und Hartl bezifferten das Stiftungskapital auf aktuell 465 000 Euro. Dieses sei breit gestreut angelegt. Betreut werde es von einer Frankfurter Bank, die sich auf Stiftungen spezialisiert habe. Für das langsam zu Ende gehende Jahr 2017 erwartet Hartl Erträge von bis zu 10 000 Euro. Wer von dem Geld profitieren soll, darüber werde demnächst der Stiftungsrat entscheiden.

Die namensgebende Lucy Weinert war 1995 verstorben. Die wohlhabende Treburer Apothekerin hinterließ der Gemeinde rund 420 000 Euro. Die Auflage lautete, dass die Erträge bedürftigen und in Not geratenen Menschen in Trebur zugute kommen müssen.

Nach jahrelangem Hin und Her gründete sich schließlich vor rund zwei Jahren die Stiftung. „Möglich ist auch, Vereine zu fördern, sofern sie das Geld entsprechend gezielt nach dem Willen von Lucy Weinert einsetzen“, erläuterte Egon Hartl.

Anfrage stellen

Bürgermeister Sittmann unterstrich, dass die Fraktionen durchaus die Möglichkeiten haben, Anfragen zur Stiftung und ihrer Arbeit zu stellen. „Die Anfrage müsste an den Gemeindevorstand gehen, der sie dann an die Stiftung weiterleitet.“ Sittmann räumte allerdings ein, dass die Stiftung gegenüber der Gemeindevertretung nicht auskunftspflichtig sei.

Sittmann, Hartl und Richter verwiesen während der Pressekonferenz auf die Homepage der Stiftung: Unter www.lucyweinert-stiftung.de gebe es ausführliche Informationen über die Aufgaben und Strukturen der Stiftung. Über die Homepage könne jeder Bürger ein Antragsformular herunterladen und damit entsprechende Vorschläge machen, an wen Geld ausgezahlt werden sollte. Zudem gebe es ein Faltblatt.

Am 17. November wird auf der Tagung der Gemeindevertretung über Staengles Nachfolge entschieden. Dazu können die Fraktionen Vorschläge einreichen. Melden können sich aber auch interessierte Bürger. Von Vorteil wäre ein soziales Engagement. rke

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